Gemeinsam unterwegs

Das Social Startup „Companion2Go“ bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen – für Reisen, Konzertbesuche, Sportereignisse.

„Companion2Go“: Eine besondere Fahrgemeinschaft
„Companion2Go“: Eine besondere Fahrgemeinschaft dpa

Das sind die Gründer von „Companion2Go“

Zacharias Wittmann (27) ist gerne unterwegs. Dass er von Kindheit an im Rollstuhl sitzt, hat ihn davon nie abgehalten. Der Sozialwissenschaftler mag Sport und spielte Rollstuhlbasketball in der Jugendnationalmannschaft. Während seines Studiums in Marburg lernte er Marten Welschbach kennen, der ebenfalls eine Behinderung hat. Im Studentenwohnheim entwickelten sie eine Idee, die Menschen mit Behinderung zu mehr Mobilität und Selbstbestimmung verhilft – und von der auch andere profitieren.

Die Gründer Zacharias Wittmann (l.) und Marten Welschbach
Die Gründer Zacharias Wittmann (l.) und Marten Welschbach Social Impact gGmbH/Christian Klant

Das ist ihre Idee

Wer einen Schwerbehindertenausweis hat, darf auf Reisen und zu Veranstaltungen kostenlos oder ermäßigt eine Begleitperson mitnehmen. Umso besser, wenn dieser Begleiter auch deutschen Hiphop oder Städtereisen nach Frankreich mag. Über eine Internetplattform könnten sie sich finden und verabreden. „Ich selbst habe für längere Zugfahrten immer mal wieder über soziale Netzwerke eine Begleitperson gesucht“, sagt Wittmann. „Auch andere bieten solche ‚Mitfahrgelegenheiten‘ an. Da gibt es also einen Bedarf. Wir würden das gern besser organisieren.“

Wir hatten keinen Businessplan und wussten nichts über Programmierung.

Marten Welschbach, Gründer von Companion2Go, hat mit Hilfe des Social Impact Labs eine gute Idee zu einem vielversprechenden Geschäftsmodell entwickelt.

So haben sie es geschafft

„Wenn man zu zweit im Studentenwohnheim an einem solchen Projekt arbeitet, dreht man sich irgendwann im Kreis“, sagt Wittmann. Als Stipendiaten des Social Impact Labs in Frankfurt am Main bekamen sie Hilfe von Profis. Die war auch nötig, meint Betriebswirt Welschbach (27) und lacht. „Als wir anfingen, hatten wir keinen Businessplan und kein detailliertes Wissen darüber, wie eine App programmiert wird.“

So geht es weiter

Im Laufe dieses Jahres soll die App fertig sein. Bis dahin kann man „Companion2Go“ über eine Website nutzen. Die Gründer brauchen Ausdauer, bekommen aber auch viel Rückenwind: 2017 erhielten sie den „Special Impact Award“, dotiert mit 20.000 Euro.  Beim „Public Value Award“ des Beratungsunternehmens Ernst & Young gewannen sie den Publikumspreis.

Zur Website von Companion2Go

Mehr zum Social Impact Lab

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