Das ist die EU – kurz und einfach

Hier findet ihr Antworten auf die häufigsten Fragen zur Europäischen Union.

Symbol der Einheit: die Europaflagge
Symbol der Einheit: die Europaflagge wundervisuals/iStock

Welche Länder gehören zur EU?

Die Europäische Union ist ein Staatenbund mit derzeit 28 Mitgliedsstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn, das Vereinigte Königreich und Zypern.

Bald sind es nur noch 27 EU-Staaten, denn die Briten haben den Ausstieg aus der Europäischen beschlossen. Mit dem Brexit verliert die EU die zweitgrößte Volkswirtschaft der Staatengemeinschaft.

Video: Was ist die Europäische Union?

Warum wurde die Europäische Union gegründet?

Wie lässt sich Frieden in Europa dauerhaft sichern? Handelsbeziehungen, stabile Wirtschaft und Wohlstand sollten Feindschaft, Leid und Zerstörung des Zweiten Weltkriegs überwinden. Aus diesem Gedanken heraus entstanden ab 1952 die Vorläufer der EU, die Montanunion und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Seit 1993 heißt der Staatenbund Europäische Union, kurz EU.

Mehr Informationen: Die EU auf einen Blick

Was sind die wichtigsten Ziele der Europäischen Union?

  • Frieden und Wohlergehen für alle Menschen in Europa
  • Wirtschafts- und Währungsunion
  • Förderung der gemeinsamen Werte der EU: Würde des Menschen, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte
  • Freiheit und Sicherheit ohne Binnengrenzen
  • Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Zusammenhalt und Solidarität zwischen den Mitgliedsländern.

Was sind die Vorteile der EU?

Die Europäische Union hat sich als größtes Friedensprojekt der Geschichte bewährt. Ihre Bürgerinnen und Bürger genießen viele Freiheiten. Zum Beispiel die Möglichkeit, in jedem Mitgliedsland zu wohnen und zu arbeiten oder zu studieren, Handel zu treiben oder von den Vorteilen des freien Kapitalmarktes zu profitieren. Außerdem sorgt die EU für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz und fördert den Ausbau regionaler Infrastruktur.

Viel mehr Beispiele über den Einfluss der EU auf den Alltag findet ihr im Video Was hat die EU je für mich getan? und auf den Seiten Das tut die EU für mich und #EUANDME.

Wer entscheidet in der EU?

Ein bürokratisches Ungetüm in Brüssel ersinnt komplizierte Gesetze? Nein! Wenn es heißt „Brüssel hat entschieden“, bedeutet das: Alle EU-Mitglieder haben gemeinsam entschieden. Beim ordentlichen Gesetzgebungsverfahren erarbeitet die EU-Kommission Gesetzesvorschläge. Über diese entscheiden das Europäische Parlament, das die EU-Bürger direkt gewählt haben, sowie der Ministerrat, in dem die Minister der Mitgliedsstaaten vertreten sind.

Überblick: Die Institutionen der EU

Welche Länder zahlen mit dem Euro?

In 19 EU-Staaten ist die Gemeinschaftswährung Euro das offizielle Zahlungsmittel. Zur Euro-Zone gehören Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien und die Republik Zypern (Stand Mai 2019).

Weitere Staaten wollen den Euro einführen, sobald sie die nötigen Kriterien wirtschaftlicher Stabilität erfüllen. Großbritannien und Dänemark dagegen haben die Teilnahme an der Währungsunion abgelehnt.

Was bedeutet die Flagge der Europäischen Union?

Der Kreis aus zwölf goldenen Sternen auf blauem Grund steht für die Werte der Europäischen Union: Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas. Der Kreis ist ein Zeichen der Geschlossenheit. Aber anders als oft vermutet repräsentieren die Sterne nicht die Mitgliedsstaaten, denn sonst hätten es seit der Gründung der EU immer mehr werden müssen. Die Zwölf ist in vielen Kulturen symbolisch aufgeladen, oft steht sie für Vollkommenheit. Die Europaflagge war 1955 zuerst die Flagge des Europarats. 1985 wurde sie zum Symbol aller EU-Institutionen.

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