Klein und flexibel

Wie sehen unsere Wohnungen in Zukunft aus? Drei Beispiele, die besonders sparsam mit wenig Platz umgehen.

Vollwertiges Wohnhaus: Tiny House in Deutschland
Vollwertiges Wohnhaus: Tiny House in Deutschland picture alliance/dpa

Bauen für morgen ist nicht nur verbunden mit der Frage des „Wie bauen wir?“, mit innovativen nachhaltigen und klimagerechten Materialien, sondern auch mit der des „Was bauen wir?“: Kleinsthäuser, Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser? Wir stellen euch drei interessante Konzepte vor, die auch die in deutschen Städten knappe Ressource Fläche schonen.

Wandelbare Mikrowohnung

In Städten gilt es schon heute, viele Menschen auf engem Raum unterzubringen. Ein futuristisches Konzept hat die deutsche Ideenschmiede Certain Measures mit der Schweizer Bahn entwickelt. Das SBB Autonomous Home besteht aus einem extrem wandelbaren Raum mit Schlafecke und Toilette. Das Herz ist jedoch der angeschlossene Speicherraum, in dem Elemente wie Herd oder Dusche sowie Möbel wie Tische, Stühle oder Sofas lagern und bei Bedarf automatisch ins Zimmer gefahren werden. Das verwandelt sich so vom Bad in einen Ess-, Arbeits- oder auch Wohnraum.

Zusammenleben spart Platz und Geld.
Zusammenleben spart Platz und Geld. Adobe Stock

Die Zukunft heißt WG

Unter Studierenden schon lange beliebt, erlangte die WG (Wohngemeinschaft) erst jüngst unter dem Namen Collaborative Living den Rang eines Zukunftskonzepts. Es geht darum, in Wohnungen oder Häusern möglichst viele Gemeinschaftsräume zu teilen und nur wenige private Räume für sich zu haben. Je nach Ansprüchen, ob es sich um eine Senioren-WG handelt, eine, in der Familien oder mehrere Generationen leben, können nur wenige Gemeinschaftsräume oder auch alle bis auf einen privaten Raum geteilt werden. In jedem Fall wird im Vergleich zur üblichen deutschen Wohnung (mehrere Zimmer, Küche, Bad) sehr viel Platz und damit auch Energie pro Kopf gespart.

Tiny ist das Eigenheim

Tiny Houses sind seit Jahren ein Renner. Es gibt sie auch als luxuriöse Neubauten, ursprünglich handelt es sich aber um recht einfache Behausungen, renovierte Bauwagen oder recycelte Container. Allen gemein ist die minimale Grundfläche des Eigenheims von maximal 45 Quadratmetern. Dennoch ist das Konzept weniger für den städtischen Raum geeignet – es sei denn, Container werden aufeinander gestapelt. Sonst benötigen die kleinen Häuser wegen des Grundstücks mehr Fläche als Mikrowohnungen in Mehrfamilienhäusern.

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