Kleine Revolution auf Schienen

Alstom bereitet in Deutschland den Start des ersten Brennstoffzellen-Zuges vor.

Alstom/Michael Wittwer - Coradia iLint

Während im Raum München das weltweit erste Carsharing mit Brennstoffzellen-Autos läuft, bereitet der Bahntechnik-Konzern Alstom in Salzgitter eine kleine Revolution auf Schienen vor: Ab 2018 soll der erste Brennstoffzellen-Zug in Deutschland fahren. Möglich wurde die Entwicklung des so genannten Coradia iLint durch eine Kooperation des französischen Unternehmens mit vier deutschen Bundesländern und einer weiteren Region, die an der Einführung interessiert sind. „Deutschland ist der ideale Ausgangspunkt für Wasserstofftechnologie, weil die Kunden immer mehr innovative und umweltfreundliche Produkte verlangen“, heißt es bei Alstom. Vorgestellt wurde der Zug im September 2016 auf der InnoTrans, der größten Fachmesse der Bahnindustrie, in Berlin. Derzeit befindet er sich im Zulassungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA).

Gleiche Leistung bei null Emissionen

Der Coradia iLint basiert auf dem erprobten Dieselzug Coradia Lint 54. Mit dem Austausch des Dieselantriebs gegen einen Brennstoffzellenantrieb wird ein nachhaltiger Zugbetrieb unter Beibehaltung der bekannten Leistungsfähigkeit ermöglicht. Die neuen Züge haben mit 140 km/h eine ähnliche Höchstgeschwindigkeit, verfügen über eine vergleichbare Beschleunigungs- und Bremsleistung und bieten genauso viel Fahrgästen Platz. Allerdings sind sie emissionsfrei und geräuscharm.

Alstom verspricht sich von der Entwicklung ein Zukunftsgeschäft. Denn in vielen Ländern ist die Zahl der in Betrieb befindlichen Dieseltriebwagen immer noch hoch – in Deutschland sind es allein 2700. Und diese müssen in den nächsten 5 bis 20 Jahren erneuert werden.

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