Das Smartphone als Erntehelfer

Wie eine App der Welthungerhilfe Bauern in Simbabwe unterstützt. Drei Fragen und Antworten.

Die App Kurima Mari ist auf Shona, Ndebele und Englisch verfügbar.
Die App Kurima Mari ist auf Shona, Ndebele und Englisch verfügbar. Welthungerhilfe/Loeffelbein

Klima-Extreme bedrohen die Lebensgrundlage von Kleinbauern weltweit. Die Landwirte sind angewiesen auf eine gute Ernte und auf Händler, die ihnen die Ware abkaufen. Damit das Auskommen der Bauern und die Lebensmittelversorgung gesichert sind, arbeitet die Hilfsorganisation Deutsche Welthungerhilfe verstärkt an digitaler Unterstützung. Ein Beispiel ist die App „Kurima Mari“, die vor allem in Simbabwe zum Einsatz kommt.

Welche Idee steckt hinter der App?

„Kurima Mari“ bedeutet etwa „mit Landwirtschaft Geld verdienen“ – und genau darum geht es. Kleinbauern und deren Familien sollen von ihrer Arbeit gut leben können. Damit das klappt, stellt die Deutsche Welthungerhilfe in der App zum Beispiel Lernvideos bereit. Sie zeigen, wie die Bauern ihre Anbaumethoden an das veränderte Klima anpassen können. Außerdem werden die Nutzer über Preisentwicklungen informiert und können via App direkt Kontakt zu Großhändlern aufnehmen. „Die App soll den Zugang zum Markt verbessern und den Kleinbauern eine Beratung zur Verfügung stellen“, sagt Franziska Kerting von der Welthungerhilfe.

Wie funktioniert das genau?

Die Bauern laden die App auf ihr Smartphone herunter. Später können sie die Anwendung mit oder ohne Internetzugang nutzen. „Die meisten Funktionen sind offline abrufbar“, so Kerting. Das ist wichtig für Kleinbauern, in deren Gegend es kein stabiles Netz gibt oder die sich den Internetzugang nicht leisten können. „Durch die starke Inflation ist auch das Internet in Simbabwe immer teurer geworden“, berichtet Kerting. Deshalb entwickelt die Welthungerhilfe gerade eine neue Version der App, in der noch mehr Inhalte offline bereitstehen werden.

Was machen Bauern, die kein Smartphone haben?

Laut Welthungerhilfe wächst die digitale Infrastruktur und damit auch die Versorgung mit Smartphones in Afrika rasant. Wer kein eigenes Gerät hat, schließt sich mit anderen Bauern zusammen, um die App zu nutzen. Fast jeder kenne jemanden, der ein Smartphone besitzt, sagt Kerting.

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