Innovationen im Blick: Deutschlands weltweite Landwirtschaftsprojekte
Datenanalyse, Kamelhaltung und mehr: Deutschland stärkt in zahlreichen internationalen Kooperationen den Austausch zu neuen Wegen in der Landwirtschaft.
Weltweit fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium mehr als 50 internationale Projekte – mit einem Fokus auf den Kampf gegen den Hunger, aber auch mit zahlreichen weiteren Maßnahmen für sozialen, ökologischen und ökonomischen Wandel. Drei Projektbeispiele, die die inhaltliche Breite zeigen:
Indien: Integrierter Ansatz für den Klimawandel
Das deutsch-indische Forschungsprojekt SIFS-CLIM analysiert Daten, deren Kenntnis die Anpassung der Arbeit indischer Kleinbauern an den Klimawandel wissenschaftlich unterstützt. So wird zum Beispiel mithilfe der Daten untersucht, wie Biodiversität zum Klimaschutz beiträgt. Ackerbau, Gartenbau, Agroforstwirtschaft, Viehzucht und Aquakultur werden aufeinander abgestimmt, um die Produktivität des gesamten Systems zu steigern. Orientiert an natürlichen Kreisläufen soll damit auch die nährstoffreiche Nahrungsmittelproduktion gestärkt werden.
Kasachstan: Moderne Milchproduktion
Das Projekt „Kompetenzförderung Milch in Kasachstan“ berät Pilotbetriebe in dem zentralasiatischen Land bei der Entwicklung moderner, nachhaltiger und am Tierwohl orientierter Produktionssysteme. Gleichzeitig soll die Milchproduktion nachhaltig gesteigert werden. Dabei kommen neue Technologien und Systeme der Milchproduktion zum Einsatz, etwa bei der detaillierten Überprüfung von Melkanlagen und der Gewährleistung der Milchhygiene. Auch Informationsreisen nach Deutschland für kasachische Fach- und Führungskräfte sind Teil des Projekts.
Äthiopien: Kooperation zur Kamelhaltung
Wie kann das Gesundheitsmanagement von Kamelen systematisch verbessert werden? Was lässt sich bei der Haltung und Fütterung optimieren? Und wie sollte man Kamelmilch am besten lagern und verkaufen? Diesen Fragen widmet sich das Projekt SUSCAMI, das Wissen der Landbevölkerung und Erkenntnisse aus der Wissenschaft zusammenbringt. Zudem werden Netzwerke zwischen Nachwuchsforschenden der beteiligten Universitäten in Kassel, Addis Abeba und Yabello gebildet.