Zum Hauptinhalt springen

Wie wichtig ist die Landwirtschaft in Deutschland?

Lebensmittel, Arbeitsplätze, Strom: Die deutsche Landwirtschaft ist weit mehr als Ackerbau und Viehzucht. Hier findet ihr die wichtigsten Fragen und Antworten. 

12.01.2026
In Deutschland arbeiten rund 877.000 Menschen in der Landwirtschaft.
In Deutschland arbeiten rund 877.000 Menschen in der Landwirtschaft. © Shutterstock / BearFotos

Ist die Landwirtschaft in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftszweig?  

Ja, Land-, Forst und Fischereiwirtschaft erbringen eine jährliche Bruttowertschöpfung von 35,6 Milliarden Euro. Bei den weltweiten Agrarexporten ist Deutschland auf Rang 4, rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion wird exportiert. 

Wie viele Bauernhöfe gibt es in Deutschland? 

Es gibt in Deutschland rund 255.000 Betriebe. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Zahl der Höfe allerdings halbiert. Je kleiner die Höfe sind, desto schwieriger ist das Wirtschaften. Die Zahl der großen Betriebe mit Flächen zwischen 200 und 500 Hektar wächst jedoch. 

Wie viele Menschen arbeiten in der deutschen Landwirtschaft? 

Rund 877.000 Menschen sind in den Betrieben tätig. 

Wie viele Bio-Bauernhöfe gibt es? 

Etwa 36.000 ökologische Betriebe gibt es in Deutschland. Sie bewirtschaften 11,5 Prozent der Agrarfläche. 

Welche landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden in Deutschland produziert? 

Deutschland produziert vor allem Getreide (etwa Weizen, Gerste, Mais, Roggen) und Ölsaaten (zum Beispiel Raps), Kartoffeln, Zuckerrüben sowie Obst und Gemüse und daneben tierische Erzeugnisse wie Kuhmilch, Fleisch (Schwein, Rind, Geflügel) und Eier. 2024 waren es 39 Millionen Tonnen Getreide, 32 Millionen Tonnen Kuhmilch, 12,7 Millionen Tonnen Kartoffeln, 6,9 Millionen Tonnen Fleisch und 15,2 Milliarden Eier.  

Getreide ist das wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnis in Deutschland.
Getreide ist das wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnis in Deutschland. © Shutterstock / Stefan Milivojevic

Wie groß sind die Höfe in Deutschland? 

Im Durchschnitt bewirtschaftet ein Bauernhof eine Fläche von rund 63 Hektar. Die größten Höfe gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 283 Hektar. 

Wo gibt es die meisten Agrarflächen?  

Bayern liegt mit rund 32.500 Quadratkilometern an der Spitze, gefolgt von Niedersachsen mit 27.500 Quadratkilometern. Berlin hat mit 35 Quadratkilometern am wenigsten Agrarfläche. 

Wem gehört das Agrarland? 

Rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen sind in Privatbesitz. Elf Prozent der Landwirtschaftsfläche gehören der öffentlichen Hand oder Kirchen, acht Prozent landwirtschaftlichen Unternehmen. 

Wie viele Tiere leben auf Bauernhöfen?  

In Deutschland werden rund 21,5 Millionen Schweine und 10,5 Millionen Rinder gehalten, darunter 3,6 Millionen Milchkühe. Außerdem leben 156 Millionen Hühner, 9 Millionen Puten und 1,6 Millionen Enten in landwirtschaftlichen Betrieben. 

Wie viel Strom erzeugen Bauernhöfe in Deutschland? 

Landwirte betreiben etwa ein Viertel der fünf Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland. Der größte Agri-PV-Park Deutschlands steht in Tützpatz in Mecklenburg-Vorpommern: Auf 93 Hektar werden dort 76 Megawatt Strom erzeugt. Zudem erzeugen rund 9.600 Biogasanlagen mehr als 5.600 Megawatt Strom und decken 5,4 Prozent des deutschen Stromverbrauchs.