Klimaschutz vorantreiben

Die Folgen des Klimawandels erlauben keine Pause — deshalb treffen sich Vertreter von 35 Ländern zum Petersberger Klimadialog. Das wollen sie erreichen.

Petersberger Klimadialog: Suche nach Konsens
Petersberger Klimadialog: Suche nach Konsens dpa

Wie gelingt es, den Klimaschutz voranzutreiben, die globalen Klimaziele zu schärfen und Klimaneutralität früher zu erreichen? Das sind zentrale Fragen beim 10. Petersberger Klimadialog, den Deutschlands Umweltministerium gemeinsam mit der Regierung der Republik Chile am 13. und 14. Mai in Berlin ausrichtet. Das Treffen dient der Vorbereitung der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile (COP 25) im Dezember 2019.

Was ist das wichtigste Thema des Petersberger Klimadialogs 2019?

Der CO2-Preis. Die Konferenzteilnehmer wollen sich mit dem Modell der Schweiz befassen, die bereits seit 2008 eine CO2-Steuer auf fossile Brennstoffe erhebt und ihren Bürgern einen Teil der Einnahmen über die Krankenkassenbeiträge zurückerstattet.

Wer nimmt teil?

Zugesagt haben Minister und Ministerinnen aus etwa 35 Ländern. Sie repräsentieren verschiedene Regionen und Zugehörigkeiten zu Verhandlungsgruppen der Industrieländer, Entwicklungs- und Schwellenländer. Den Co-Vorsitz übernimmt die chilenische Umweltministerin Carolina Schmidt.

Welche Funktion hat der Petersberger Klimadialog?

Er ist in wichtiger Zwischenschritt vor der nächsten UN-Klimakonferenz. Das Format hat sich in fast zehn Jahren bewährt. 2010 organisierte Deutschland den ersten Klimadialog auf dem Petersberg bei Bonn. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Initiative ergriffen, um die bei der Klimakonferenz in Kopenhagen festgefahrenen Verhandlungen wieder in Schwung zu bringen.

Welche Vorteile hat dieses Dialogformat?

Obwohl der Petersberger Klimadialog keine verpflichtenden Beschlüsse hervorbringt, bietet gerade der informelle Charakter Vorteile. Hier können die Vertreter der Länder in kleinerer Runde diskutieren und Mitstreiter für ihre Anliegen finden. Es geht um politische Willensbekundungen mit breitem Konsens. Das spart Zeit und Abstimmungsaufwand – für eine solide Diskussionsgrundlage bei der Weltklimakonferenz 2019.

Petersberger Klimadialog X im Livestream (ab 13. Mai 2019)

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