Summ, Bienchen, summ

Der Welttag der Biene wurde von den UN ausgerufen, um den bedrohten Insekten zu helfen. Hier liest Du, was Deutschland dazu beiträgt.

Die Menschheit ist auf sie angewiesen: die Honigbiene.
Die Menschheit ist auf sie angewiesen: die Honigbiene. Dave Massey - stock.adobe.com

„Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ ist ein Lied, das in Deutschland jedes Kind kennt. 1845 hat August Heinrich Hoffmann von Fallersleben den Text zur Melodie einer Volksweise verfasst. Seine Textzeile, „ei, wir tun Dir nichts zuleide“, hat sich im Laufe der Zeit als falsches Versprechen herausgestellt. Denn den Bienen geht es schlecht, wie so vielen Insekten. Schuld daran sind die Menschen. Lebensraumzerstörung, aber in erster Linie Insektengifte in der Landwirtschaft bedrohen die Existenz der Bienen.

Am 20. Mai ist der World Bee Day

Deswegen hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen 2018 den 20. Mai zum World Bee Day, dem Welttag der Bienen ausgerufen. Damit betont die Weltgemeinschaft, wie dringend der Schutz der weltweiten Bienenpopulationen ist. Denn diese Insekten faszinieren nicht nur wegen ihrer Staatenbildung, sind geschätzt wegen des Honigs oder als Vorbilder zukunftsweisender Technik mit ihrer Wabenbauweise. Drei Viertel aller Nahrungspflanzen auf der Erde – und damit die Ernährung der Menschheit – sind von der Bestäubung vor allem durch Bienen für Fruchtbildung und Fortpflanzung abhängig.

Füllige Version einer Wildbiene: Hummel beim Bestäuben.
Füllige Version einer Wildbiene: Hummel beim Bestäuben. bryana - stock.adobe.com

BeesUp hilft Wildbienen-Experten

In Deutschland leben neben der domestizierten westlichen Honigbiene und ihren rund 25 Unterarten mehr als 560 verschiedene Arten Wildbienen – zu denen auch die Hummeln gerechnet werden. Ihr Schutz ist wegen unterschiedlicher Ansprüche an ihre Lebensräume ein extrem schwieriges Unterfangen, weil nur sehr wenige Spezialisten sich damit gut genug auskennen. Das Bundesamt für Naturschutz fördert daher auch das Projekt BeesUp. Mit einer App soll das Wissen weniger Experten vielen Naturschützern zugänglich gemacht werden. Das Tool wird 300 Wildbienenarten erkennen und die für ihr Überleben notwendigen Voraussetzungen von Flächen, Nahrungspflanzen und Nistansprüchen zusammenstellen und auf örtliche Gegebenheiten anwenden können.

Künstliche Intelligenz unterstützt Bestimmungs-App

Im Rahmen des Projekts wird auch eine alleinstehende interaktive Bestimmungs-App für die Bevölkerung entwickelt. Für die Entwicklung der Erkennungsfunktion werden mehrere hundert Fotos pro Wildbienenart zum Training der künstlichen neuronalen Netze benötigt, die von den wenigen Wildbienen-Experten in Deutschland zur Verfügung gestellt werden.

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