Starke Startups

Satellitentransport und mehr: Wie junge deutsche Unternehmen an den Raketen der Zukunft bauen.

Auf dem Weg ins All: Raketen-Entwurf von Isar Aerospace
Auf dem Weg ins All: Raketen-Entwurf von Isar Aerospace Isar Aerospace

„New Space“ nennt sich der wachsende, von privaten Investitionen und Innovationen geprägte Sektor der Raumfahrt, in dem zunehmend zahlreiche Startups statt der großen staatlichen Agenturen die Entwicklung vorantreiben. Allerdings kooperieren auch in diesem Bereich Staat und Unternehmen oft eng. Der Mikrolauncher-Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) hat drei Startups ausgezeichnet, die an innovativen Kleinträgerrakteten, etwa für den Transport von Satelliten, arbeiten. Gefördert werden sie durch den Wettbewerb mit einer Gesamtsumme von 25 Millionen Euro aus dem deutschen Beitrag im Launcher-Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Wir stellen die drei Unternehmen vor:

Platz 1: Isar Aerospace Technologies

Für Ende 2022 ist der Erstflug der Trägerrakete Spectrum von Isar Aerospace Technologies geplant. Satelliten und Nutzlasten von bis zu 1.000 Kilogramm sollen mit Spectrum in die Erdumlaufbahn transportiert werden. Gegründet von ehemaligen Studierenden der Technischen Universität München baut Isar Aerospace unweit der bayerischen Landeshauptstadt an Spectrum. Ein Testgelände für die künftigen Raketenstarts liegt in Nordschweden.

Platz 2: Rocket Factory Augsburg

Startmöglichkeiten in Südaustralien hat sich das Unternehmen Rocket Factory Augsburg durch eine Vereinbarung mit einem australischen Anbieter von Raketenbasen gesichert. Der Premierenflug der RFA ONE soll allerdings Ende 2022 auf der norwegischen Insel Andoya starten. Partner dabei ist das ukrainische Unternehmen Lunar Research Service, das durch den Flug  Informationen für weitere Missionen, etwa zur Erforschung des Mondes, sammeln will.

Platz 3: HyImpulse Technologies

Auf einen besonderen Antrieb setzt das Startup HyImpulse Technologies mit Sitz in Neuenstadt am Kocher in Baden-Württemberg: Das Unternehmen arbeitet an Hybridmotoren, in denen festes Paraffin, also nichts anderes als Kerzenwachs, mit Hilfe von flüssigem Sauerstoff effizient verbrannt wird. Auch HyImpulse will mit seinen Raketen Satelliten ins All bringen, plant für 2022 aber erst einmal den Start einer Höhenforschungsrakete, mit der die Atmosphäre untersucht und Tests in der Schwerelosigkeit ausgeführt werden können.

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