Gesundheit mit System

Spitzenforschung und Krankenversicherung für alle – ein Blick auf die medizinische Versorgung in Deutschland.

Bundespräsident Steinmeier spendet Blut in der Charité.
Bundespräsident Steinmeier spendet Blut in der Charité. dpa

Krankenversicherung

Nicht krankenversichert? – Das ist in Deutschland nicht erlaubt. Auch Ausländer, die hier studieren oder arbeiten, müssen sich in der Regel versichern. Und zwar bei einem deutschen Anbieter. Seriös sind alle gesetzlichen Krankenkassen wie AOK, Barmer oder Techniker Krankenkasse sowie die Betriebskrankenkassen. Obwohl die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen bei allen gleich sind, lohnt sich ein Vergleich: Viele kleinere Kassen übernehmen oft mehr Kosten als sie müssten.

Charité

Die Charité ist nicht nur eine preisgekrönte deutsche TV-Serie, sondern das älteste Krankenhaus Berlins und mit mehr als 3000 Betten eine der größten Universitätskliniken Europas. Viele Nobelpreisträger für Medizin haben dort gearbeitet.

Robert-Koch-Institut (RKI)

An der Charité arbeitete auch der Mikrobiologe Robert Koch. Er entdeckte, dass Infektionskrankheiten durch Bakterien verursacht werden. Nach ihm benannt ist das Robert-Koch-Institut (RKI), das die Gesundheit der Bevölkerung überwacht und insbesondere Infektionskrankheiten bekämpft. Die Erkenntnisse sind die Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen der Regierung. 1891 gegründet, ist das RKI eine der ältesten Einrichtungen dieser Art weltweit.

Im Robert-Koch-Institut werden extrem ansteckende Krankheiten erforscht.
Im Robert-Koch-Institut werden extrem ansteckende Krankheiten erforscht. dpa

Fraunhofer Institute

Weltweit bekannt ist die Fraunhofer-Gesellschaft, in deren rund 80 Einrichtungen Wissenschaftler in der angewandten Forschung arbeiten. Bedeutende Institute im Gesundheitsbereich sind: Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS, das Software zu Früherkennung entwickelt, das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, das Implantate und Messgeräte entwickelt, oder das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM, das neue Medikamente und Medizinprodukte erforscht.

Nach toxischen Eiweißstrukturen suchen Forscherinnen mit einem Spezial-Mikroskop im Fraunhofer-Institut in Halle.
Nach toxischen Eiweißstrukturen suchen Forscherinnen mit einem Spezial-Mikroskop im Fraunhofer-Institut in Halle.
dpa-Zentralbild

Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung

Um verbreitete Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser zu heilen, hat das Bundesforschungsministerium sechs Zentren der Gesundheitsforschung eingerichtet. Sie sollen Diagnose und Vorsorge verbessern. Weitere Zentren für Kinder- und Jugendgesundheit und für psychische Gesundheit sind geplant.

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