Das ist der berühmte „Berlin Style”
Berlin ist rau, unperfekt – und genau deshalb gestalterisch stark. Das macht die Stadt seit 20 Jahren zu einer „UNESCO City of Design”.
Berlin ist voll von Dingen, die nicht perfekt sind – aber funktionieren. Temporäre Lösungen, experimentelle Formen und Entwürfe auf Zeit. Wer durch Ateliers, Werkstätten und Co-Working-Spaces zieht, merkt schnell: Gestaltung ist hier eng mit Fragen des Zusammenlebens verknüpft. Das liegt auch an der Geschichte der Stadt. Berlin war immer eine Stadt der Brüche – politisch, architektonisch, gesellschaftlich. So hat die Stadt ihren ganz eigenen Stil entwickelt: roh und reduziert – der berühmte „Berlin Style“.
Teil eines globalen Netzwerks
Als UNESCO City of Design gehört Berlin seit 2006 zu einem weltweiten Netzwerk von Städten, die Design als Motor nachhaltiger Entwicklung begreifen – darunter zum Beispiel Helsinki, Montréal oder Buenos Aires. Design soll hier Lebensqualität verbessern, soziale Teilhabe ermöglichen und urbane Herausforderungen lösungsorientiert angehen.
Dieses YouTube-Video kann in einem neuen Tab abgespielt werden
YouTube öffnenInhalte Dritter
Wir verwenden YouTube, um Inhalte einzubetten, die möglicherweise Daten über deine Aktivitäten erfassen. Bitte überprüfe die Details und akzeptiere den Dienst, um diesen Inhalt anzuzeigen.
Einverständniserklärung öffnenIn Berlin zeigt sich das in Projekten rund um nachhaltige Stadtentwicklung, soziale Architektur oder inklusive Gestaltung. Im CityLab Berlin etwa werden neue, nutzerfreundliche Verwaltungsangebote gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt. Auch im öffentlichen Raum ist dieser Ansatz sichtbar – zum Beispiel bei temporären Stadtmöbeln, partizipativen Projekten oder Initiativen wie „Fluss Bad Berlin“, die den Spreekanal in Berlin-Mitte attraktiver und sauberer machen möchte. Einmal im Jahr wird der Designanspruch der deutschen Hauptstadt besonders deutlich: bei der Berlin Design Week, wenn Ausstellungen, Diskussionen und Events die Stadt in ein offenes Designlabor verwandeln.
Design für alle
Was Berlin als UNESCO City of Design vor allem auszeichnet, ist der demokratische Aspekt. Design ist hier sichtbar, zugänglich und diskutierbar. Öffentliche Räume werden bewusst gestaltet, Nachbarschaften einbezogen, Bürgerinnen und Bürger sind eingebunden in Planungsprozesse.
2026 starten die DesignDays.Berlin – ein neues Festival für Interior, Architektur und Design. Im September 2026 soll die Stadt zur Plattform für Marken, Studios, Architekturbüros, Handel und junge Talente aus aller Welt werden. Ziel ist es, Projekte zu zeigen, Austausch zu fördern und Berlins Rolle als internationale Design-Metropole zu feiern.