Sechs Ziele für 2017

Fernweh? Wir stellen sechs bekannte und weniger bekannte Orte in Deutschland vor, die einen Besuch wert sind.

powell83/Fotolia - Elbphilharmonie

Hamburg

Da muss man 2017 hin, findet auch die New York Times und wirbt vor allem für die neue Elbphilharmonie. Doch Hamburg hat noch mehr zu bieten – zum Beispiel „Roller Derby“. Dabei treten zwei Teams auf Rollschuhen gegeneinander an und müssen möglichst weit in den gegnerischen Bereich gelangen. Ein Bundesligaspiel der „Harbor Girls“ aus dem Stadtteil St. Pauli ist ein echtes Erlebnis.

Leipzig

„Ich will nicht nach Berlin“, singt die Band Kraftklub aus Chemnitz in ihrer Hymne auf die Provinz. Nach Leipzig aber – das haben die Musiker andeutungsweise verraten – würden sie eventuell doch ziehen. Die Stadt ist weiterhin ein Trendort – erleben kann man das zum Beispiel im „Werk 2“. In den ehemaligen Industriehallen arbeiten Grafiker und Bildhauer, außerdem gibt es Konzerte und Filmabende.

Nürburgring

Rockmusik-Fans werden wehmütig, wenn sie an die ehemalige Rennstrecke in der Eifel denken. Dort stieg bis 2014 jährlich das Festival „Rock am Ring“. Wegen eines Streits zwischen dem Veranstalter des Festival und dem Betreiber der Rennstrecke musste es auf ein anderes Gelände ausweichen. 2017 kehrt die Rockerparty mit zehntausenden Besuchern zurück.

Offenbach

Bei der Architekturbiennale in Venedig 2016 wurde sie als „Arrival City“ vorgestellt. Tatsächlich zieht die kleinere Nachbarstadt von Frankfurt am Main immer mehr Menschen an und hat ihr einstmals dürftiges Image deutlich verbessert. Bei einer Erkundungstour mit den jungen Kreativen von „Offenbach loves you“ kommt man auch in die besten Ecken.

Stuttgart

Wer so lange dafür gekämpft hat, Weltkulturerbe zu werden, verdient einen Besuch. Zwei Häuser des Schweizer Architekten Le Corbusier in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung stehen jetzt auf der UNESCO-Liste, zusammen mit Gebäuden von Le Corbusier in Argentinien, Belgien, Indien, Japan und der Schweiz. Die Bewerbung war schon der dritte Anlauf – nach zwei Absagen hat es diesmal geklappt.

Torgau

Vor 500 Jahren machte Martin Luther seine 95 Thesen publik – und 2017 fahren alle nach Wittenberg, um das Reformationsjubiläum zu feiern. Wie wäre es statt dessen mit einem Ausflug nach Torgau? In dem Ort in Sachsen war Luther oft zu Besuch, hier weihte er 1544 die Schlosskirche ein. Anders als die Schlosskirche in Wittenberg ist sie heute noch im Originalzustand zu sehen. Im historischen Lutherzimmer der Stadt kann man sogar einen von 31.000 Bibelversen abschreiben – und damit im Reformationsjahr Spuren hinterlassen.

 

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