Wie sich Flucht verhindern lässt

Bleibeperspektiven schaffen: Wie sich das Auswärtige Amt dafür einsetzt, dass weniger Menschen ihre Herkunftsländer verlassen.

Geflüchtete Kinder aus dem Südsudan in einer Flüchtlingssiedlung in Uganda
Geflüchtete Kinder aus dem Südsudan in einer Flüchtlingssiedlung in Uganda picture alliance / Kay Nietfeld/dpa

Sie fliehen vor Kriegen, Konflikten und Menschenrechtsverletzungen, aber auch vor den Folgen des Klimawandels wie Dürren und Überschwemmungen: Fast 80 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die meisten suchen Schutz in ihren Heimatregionen und Nachbarländern. Doch auch dort haben sie oft schwierige Lebensbedingungen. Das Auswärtige Amt tut daher viel dafür, bereits die Fluchtursachen in den Ursprungsländern zu bekämpfen.

Krisenprävention und Stabilisierung

Deutschland beteiligt sich an Friedensmissionen der Vereinten Nationen, die beispielsweise in Mali oder im Kongo dazu beitragen, langjährige gewalttätige Konflikte zu entschärfen.

Auch in der Nato ist Deutschland an Missionen in Afghanistan, Kosovo und im Mittelmeer aktiv. Im Rahmen der EU setzt sich Deutschland bei friedenssichernden Missionen unter anderem am Horn von Afrika und im Mittelmeer vor Libyen ein.

Zudem finanziert das Auswärtige Amt Stabilisierungsprojekte in vielen Ländern. Sie ermöglichen in Konflikt- und Nachkonfliktsituationen eine Bleibe- oder Rückkehrperspektive für die Zivilbevölkerung, indem sie ein sicheres Umfeld, medizinische Grundversorgung oder funktionierende Infrastruktur wiederherstellen.

Keine falschen Hoffnungen

Gezielt gestreuten Falschinformationen von kriminellen Schleuserbanden und Gerüchte über eine Flucht nach Europa tritt das Auswärtige Amt seit 2017 entgegen und stellt sie auf einer eigens dafür eingerichteten Website richtig: rumoursaboutgermany.info

In sieben Sprachen informieren das Auswärtige Amt und seine Auslandsvertretungen über die Gefahren von Flucht und irregulärer Migration sowie über die tatsächlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Asylanträge, Schutzstatus und Bleiberecht für Flüchtlinge und Migranten in Deutschland.

Zukunftsperspektiven schaffen

Deutschland leistet als zweitgrößter Geber des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zudem einen wichtigen Beitrag dazu, dass Geflüchtete weltweit in Sicherheit und Würde leben können. Das UNHCR stellt in den Aufnahmeländern Lebensmittel, medizinische Versorgung oder Unterkünfte für die Geflüchteten bereit und setzt sich für eine dauerhafte Lösung der Konflikte ein. Die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) unterstützt gezielt den Zugang junger Geflüchteter zu Hochschulbildung. Finanziert wird DAFI zu 90 Prozent aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

Flüchtlinge aus dem Kongo landen mit einem Boot in Sebagoro, Uganda.
Flüchtlinge aus dem Kongo landen mit einem Boot in Sebagoro, Uganda. picture alliance / Henry Wasswa/dpa

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