Hoffnung an der Hochschule

Viele deutsche Hochschulen haben zuletzt geflüchtete Studierende aufgenommen. Ein Blick auf Erreichtes und aktuelle Ziele.

Im Studienkolleg: neue Perspektiven nach der Flucht
Im Studienkolleg: neue Perspektiven nach der Flucht dpa

Unter den Flüchtlingen, die 2015 nach Deutschland kamen, waren zahlreiche Studierende. Um ihnen die Fortsetzung ihres Bildungswegs zu ermöglichen, wurden vielfältige Programme und Angebote aufgelegt, die nach wie vor die deutsche Hochschullandschaft prägen.

Wie viele Geflüchtete studieren in Deutschland?

Schätzungen gehen von mindestens 32.000 jungen Menschen mit Fluchthintergrund aus, die an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind. Ihre Zahl könne sich zeitnah auf 40.000 erhöhen. Unter den Hauptherkunftsländern bilden Syrerinnen und Syrer auch unter den Studierenden die größte Gruppe. Deswegen ist Syrien mit rund 13.000 Studierenden mittlerweile das drittwichtigste Herkunftsland ausländischer Studierender, noch vor Österreich (ca. 11.500) und Russland (ca. 10.500).

Welche Unterstützung gibt es für geflüchtete Studierende?

Ende 2015 starteten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) eine Initiative zur Integration studierfähiger Flüchtlinge. Dafür stellte das BMBF bis 2021 jährlich rund 27 Millionen Euro bereit. Der DAAD nimmt dabei die Ermittlung der Studierfähigkeit und die Studienvorbereitung ebenso in den Blick wie studienbegleitende Maßnahmen und den anschließenden Übergang in den Arbeitsmarkt.

Wie haben sich die Angebote verändert?

Schon früh starteten die Programme „Welcome – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ und „Integra“. Beim „Welcome“-Programm wurden bereits über 160 Projekte gefördert: von Beratung über Mentoring und Sprachkurse bis hin zu Tutorien und psychologisch-sozialpädagogischen Angeboten. Standen im „Integra“-Programm 2016 noch Sprachkurse im Fokus, hat zuletzt die fachliche Studienbegleitung an Bedeutung gewonnen. Am Arbeitsmarkt setzt das Programm „NRWege Leuchttürme“ des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zusammen mit dem DAAD an: Geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer mit ausländischem Abschluss erhalten eine Zusatzausbildung, die sprachliche, fachliche, pädagogisch-interkulturelle und didaktische Elemente umfasst.

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