Hoffnung trotz Corona-Krise

Das Coronavirus hat die größte Krise der jüngsten Geschichte ausgelöst. Kann man daran überhaupt etwas gut finden? Drei Entwicklungen, die Mut machen.

Die Natur blüht auf: Wasserfall im Schwarzwald
Die Natur blüht auf: Wasserfall im Schwarzwald Shutterstock

Das Klima profitiert

Im ersten Halbjahr 2020 sind weltweit rund 1,6 Milliarden Tonnen oder 8,8 Prozent weniger CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen worden als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Studie unter Beteiligung des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hervor. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Landverkehr mit 40 Prozent, gefolgt von dem Energie- und Industriesektor mit 22 beziehungsweise 17 Prozent. Deutschland kam auf 53 Millionen Tonnen beziehungsweise 14,9 Prozent weniger CO2 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das gesamte Jahr 2020 wird weltweit mit einem Rückgang der CO2-Emissionen von 7 Prozent gerechnet.

Der Verkehr geht zurück: Autobahn bei Stuttgart
Der Verkehr geht zurück: Autobahn bei Stuttgart picture alliance/dpa

Die Arbeitsbedingungen werden besser

Der Wechsel ins Homeoffice hat für viele Arbeitnehmer in Deutschland bessere Arbeitsbedingungen mit sich gebracht. Das hat eine Studie der Krankenkasse DAK ergeben. Demnach fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten durch die Arbeit regelmäßig gestresst, in der Corona-Krise waren es nur 15 Prozent. Von denjenigen, die inzwischen regelmäßig zu Hause arbeiten, sagten 56 Prozent, sie seien dort produktiver als im Büro. Und zwei Drittel erklärten, sie könnten Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren.

Die Digitalisierung kommt voran

Die Corona-Pandemie hat bei größeren Unternehmen in Deutschland zu einem Digitalisierungsschub geführt. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS). Drei Viertel (75 Prozent) der Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern haben aufgrund der Erfahrungen in der Corona-Krise ihre Investitionen in digitale Geräte, Technologien und Anwendungen erhöht. Vier von zehn Unternehmen (40 Prozent) geben an, dass die Corona-Krise die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells beschleunigt hat, also zu einer Veränderung des Angebots an Produkten und Dienstleistungen führt. Jedes Vierte (25 Prozent) hat das Tempo bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen erhöht. Praktisch kein Unternehmen (0,2 Prozent) gibt an, dass Corona keinerlei Auswirkungen auf die Digitalisierung gehabt hat.

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