Innovationen für Kleinbauern

Grüne Innovationszentren sollen vor allem die kleinbäuerliche Landwirtschaft in 16 Partnerländern in Afrika und Asien stärken.

Kartoffelernte in Indien
Kartoffelernte in Indien picture alliance / Pacific Press

Hilfe beim Kampf gegen die Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln in Indien, Solartrockner für Kakaobohnen in Kamerun oder ein mobiler Werkstattwagen für Reparaturen von Landmaschinen in Malawi: In 16 Partnerländern Deutschlands in Afrika und Asien unterstützen grüne Innovationszentren mit ganz unterschiedlichen Instrumenten vor allem Kleinstbetriebe dabei, die regionale Versorgung zu verbessern und die Einkommen zu steigern. Das deutsche  Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt dafür im Rahmen der Initiative „EINEWELT ohne Hunger“ bis März 2026 fast 550 Millionen Euro bereit.

Kleinbauern im Fokus

„Im ländlichen Raum leben weltweit drei Viertel aller hungernden, mangelernährten und armen Menschen“, erklärt ein Sprecher des BMZ. Gleichzeitig liege hier das Zentrum der Nahrungsmittelversorgung für die wachsende Weltbevölkerung. Afrika stehe besonders im Fokus – viele Betroffene seien Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die zudem die Auswirkungen des Klimawandels besonders spürten. „In 16 Partnerländern fördern die grünen Innovationszentren gemeinsam mit lokalen deutschen und internationalen Partnern die Einführung und Verbreitung von Innovationen entlang von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten – vom Acker bis zum Teller“, beschreibt der Sprecher den Ausrichtung der Zentren.

Aus- und Fortbildung als zentrales Thema

Die Innovationszentren setzen an unterschiedlichen Stellen an. Konkret bedeutet dies etwa den Einsatz von hochwertigem Saatgut und Dünger, effiziente Trocknungsmethoden oder den Aufbau von Kühlsystemen für die Lagerung. Die größte Herausforderung aber sei laut Ministerium „ein geringer Aus- und Fortbildungsgrad“. Das wollen die Innovationszentren ändern: „Über Schulungen, Beratungen und Coachings werden innovative Ideen an rund 2,7 Millionen Menschen vermittelt.“

Messbare Erfolge der Innovationszentren

2021 konnten die geförderten Betriebe Produktivität und Einkommen laut BMZ gegenüber 2020 um durchschnittlich 24 Prozent erhöhen. Zudem wenden Mitte 2022 mehr als eine Million der Betriebe „klima-intelligente Innovationen“ an, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Darüber hinaus soll durch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen Arbeit geschaffen werden. Die bisherige Bilanz ist laut BMZ vielversprechend: Bis 2021 schufen die geförderten Firmen mehr als 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze, davon 68 Prozent für junge Menschen und 43 Prozent für Frauen.

Weitere Informationen zu den grünen Innovationszentren findet ihr hier.

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