Zukunftsfrage Welternährung

Wissen kann nachhaltige Strategien für die Welternährung schaffen. Diese Studiengänge wollen einen Beitrag leisten.

Forschung für das UN-Ziel Zero Hunger
Forschung für das UN-Ziel Zero Hunger Microgen - stock.adobe.com

Die Landwirtschaft steht vor der Herausforderung, zu geringen ökologischen Kosten gute Lebensmittel für die wachsende Weltbevölkerung zu erzeugen. Wie diese Aufgabe gemeistert werden könnte, zeigen diese vier Studiengänge in Deutschland.

1. Zukunftskonzepte aus der Genomforschung

Genomische Daten sind für das Verständnis von Züchtungsverfahren, Pflanzenernährung und Schadorganismen wichtig: An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) vermittelt der Ein-Fach-Masterstudiengang AgriGenomics modernste Methoden zur genetischen Verbesserung von Nutzpflanzen und -tieren sowie zur Optimierung landwirtschaftlicher Prozesse. Genomforschung wird mit der Agrarwissenschaft verbunden. Im Graduiertenprogramm „Dritte Wege der Welternährung“ suchen Forschende aus den Agrarwissenschaften, der Agrarökonomie und der Philosophie anhand mathematischer Modelle nach politisch umsetzbaren Wegen, Ökolandbau und Intensivbewirtschaftung in Einklang zu bringen.

2. Nachhaltigkeitsexperten für die Wirtschaft

Wie können natürliche Ressourcen in einem wettbewerbsorientierten Agrar- und Ernährungssektor erhalten werden? Im Masterstudiengang Agricultural and Food Economics (AFECO) der Uni Bonn geht es um solche Zukunftsfragen. Das internationale Programm nimmt die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick. Für Graduierte ist das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität eine gute Adresse, um das Management natürlicher Ressourcen transdisziplinär zu erforschen.

3. Ökologischer Landbau im internationalen Vergleich

Das Interesse an der Qualität und an einer nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln wächst weltweit. Entsprechend international ist der Masterstudiengang Organic Agriculture and Food Systems an der Universität Hohenheim ausgerichtet. Ökologischer Landbau in den Tropen und Subtropen ist ebenso Teil des Studiums wie die Marktentwicklung in verschiedenen Ländern. Der Studiengang kann als „Single Degree“ in Hohenheim oder als „Double Degree“ mit einem Auslandsaufenthalt an einer der vier Partneruniversitäten im zweiten Jahr studiert werden.

4. Kampf gegen den verborgenen Hunger

An der Hochschule Osnabrück erweitern Ökotrophologen den ernährungswissenschaftlichen Blick schon im Bachelorstudium auf das große Ganze. Das Modul Global Nutrition and Sustainability stellt das Thema Welternährung in den Mittelpunkt. Mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele der UN untersuchen Studierende länderspezifisch unterschiedliche Ernährungssituationen, beschäftigen sich mit den Folgen mangelhafter Ernährung und suchen Lösungen für die Ernährungsprobleme.

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