„Es kamen sehr viele Interviewanfragen. Und dann die Idee mit dem Podcast“

Den Virologen Christian Drosten hat die Pandemie zum Medienstar gemacht.

Christian Drosten
Christian Drosten picture alliance/dpa

Der Virologe Christian Drosten ist in Deutschland der Medienstar der Corona-Pandemie. Mit seinem Podcast hat er die Entwicklungen rund um das Coronavirus so transparent erklärt, dass auch Laien virologische Feinheiten verstehen konnten. Während früher über Forscherinnen und Forscher erst dann berichtet wurde, wenn sie einen Preis erhielten, konnte man Drosten quasi bei der Arbeit über die Schulter schauen. Das hat ihn zum populärsten Navigator durch die Krise gemacht.

Auf die starke Medienpräsenz hatte es Drosten nie abgesehen. Allerdings hat er sein Wissen schon immer gern geteilt. Bereits 2003 gehörte er zu den Mitentdeckern des Coronavirus Sars-CoV-1. Wenige Tage nach der Identifizierung gelang ihm die Entwicklung eines diagnostischen Tests. Seine Erkenntnisse stellte er über das Internet zur Verfügung, noch bevor sein Beitrag in einem Fachmagazin erschien. Ende 2019 entwickelten Forschende unter seiner Leitung an der Berliner Universitätsklinik Charité auch einen Test für das Coronavirus Sars-CoV-2 und stellten ihn Mitte Januar 2020 weltweit frei zur Verfügung.

Geboren und aufgewachsen auf dem Hof seiner Eltern im Emsland, im äußersten Nordwesten Deutschlands, entschied Drosten sich früh für die Wissenschaft und studierte nach dem Abitur Chemietechnik, Biologie und Humanmedizin in Münster, Dortmund und Frankfurt am Main. In seiner Doktorarbeit untersuchte er, wie große Mengen von Blutspenden effektiv auf HIV und Hepatitis getestet werden können. Nach Stationen in der Abteilung für Virologie am renommierten Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg und am Institut für Virologie am Universitätsklinikum Bonn folgte er dem Ruf aus Berlin und  wurde Direktor des Instituts für Virologie an der weltberühmten Charité.

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