Coronavirus: Der Liveticker

In den Innenstädten fehlen die Kunden +++ Hier findest du die wichtigsten Nachrichten zur Ausbreitung der Lungenkrankheit in Deutschland.

Einkauf Innenstadt
dpa

23.11.2020:

23.11.2020 : In den Innenstädten fehlen die Kunden

Berlin (dpa) - Der Teil-Lockdown in Deutschland sorgt laut Einzelhandelsverband HDE weiterhin für weitgehend leere Innenstädte. „Das ist insbesondere im für die Händler für gewöhnlich umsatzstarken Weihnachtsgeschäft für viele Unternehmen existenzbedrohend“, warnte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. Er forderte mehr staatliche Unterstützung für den Einzelhandel. Nach einer aktuellen Umfrage des HDE unter 580 Händlern lag die Kundenzahl in den Stadtzentren auch in der dritten Novemberwoche um 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Umsätze hätten knapp 33 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Im Bekleidungshandel habe das Minus sogar 40 Prozent betragen. „Es geht an dieser Stelle auch um die Zukunft unserer Stadtzentren“, sagte Genth.

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22.11.2020: Kurzarbeit-Sonderregeln werden verlängert

Berlin (dpa) - Mit ausgeweiteter Kurzarbeit soll auch 2021 in Deutschland ein Corona-bedingter Anstieg der Arbeitslosenzahlen bekämpft werden. Der Bundestag verlängerte Sonderregeln zur Kurzarbeit  bis Ende 2021. Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften begrüßten das. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte, mit den Mitteln der Kurzarbeit habe man, wie wenige Staaten auf der Welt, Arbeitsplätze in der Krise gesichert. „Die Kurzarbeit ist im Moment unsere stabilste Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal“, sagte Heil.

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21.11.2020: Biontech und Pfizer beantragen Notfallzulassung für Impfstoff

New York/Mainz (dpa) - Das Mainzer Unternehmen Biontech und der amerikanische Pharmakonzern Pfizer haben eigenen Angaben zufolge bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das bestätigte Pfizer auf Twitter. Biontech und Pfizer waren die ersten westlichen Hersteller, die vielversprechende Studienergebnisse veröffentlicht haben und nun den Weg für eine Notfallzulassung bei der FDA gehen.

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20.11.2020: Umfrage: Junge EU-Bürger leiden finanziell besonders

Brüssel (dpa) - Die Corona-Krise macht laut einer Umfrage besonders jungen Menschen in der EU finanziell zu schaffen. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der EU-Bürger und EU-Bürgerinnen zwischen 16 und 34 Jahren seien in finanzielle Schwierigkeiten geraten, heißt es in einer Umfrage, die das Europäische Parlament am Freitag veröffentlicht hat. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil bei 57 Prozent. Fast zwei von fünf Befragten aller Altersgruppen (39 Prozent) gaben an, dass sich die Corona-Pandemie bereits auf ihr persönliches Einkommen ausgewirkt habe. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) erwartet künftige Einbußen. In Deutschland lagen die Werte niedriger (29 und 21 Prozent).

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20.11.2020:

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19.11.2020: RKI: Maßnahmen zeigen Wirkung

Berlin (dpa) - Die Stabilisierung der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland steht nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Zusammenhang mit den getroffenen Eindämmungsmaßnahmen. Die Stabilisierung der Zahlen auf hohem Niveau sei ein Hinweis, dass man langsam sehen könne, dass die strengen Regeln greifen, sagte die Leiterin des RKI-Lagezentrums, Ute Rexroth. Die Bevölkerung halte sich daran und die Maßnahmen wirkten. Die Fallzahlen seien trotz der leichten Entspannung aber weiter zu hoch. Die Gesundheitsämter haben am Donnerstag 22 609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

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18.11.2020: Bundestag und Bundesrat stimmen über Infektionsschutzgesetz ab

Berlin (dpa) - Im Schnellverfahren soll die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes an diesem Mittwoch durch Bundestag und Bundesrat gehen. Ziel der Änderung ist es vor allem, bislang von der Regierung per Verordnung erlassene Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gesetzlich zu untermauern und damit mehr Rechtssicherheit zu schaffen. Um 12.00 Uhr wird der Bundestag in zweiter und dritter Lesung über den Entwurf der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD beraten und anschließend abstimmen. Der Bundesrat wird dann um 15.00 Uhr in einer Sondersitzung ebenfalls darüber entscheiden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird das Gesetz möglicherweise noch am selben Tag ausfertigen, so dass es in Kraft treten kann. Kritiker  der staatlichen Corona-Politik behaupten, damit werde die Demokratie außer Kraft gesetzt.

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17.11.2020: Merkel: „Diese Entscheidungen gehören zu den schwersten meiner Amtszeit“

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat um Verständnis für die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie geworben. Die Maßnahmen seien eine «demokratische Zumutung», sagte sie bei einer Konferenz der «Süddeutschen Zeitung». Die Entscheidungen, die gerade getroffen werden müssten, gehörten zu den schwersten ihrer Amtszeit. Doch klar sei: «Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät.»

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17.11.2020

16.11.2020

16.11.2020: Merkel: Infektionszahlen stabilisieren sich zu langsam

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Forderung des Bundes nach neuen drastischen Kontaktbeschränkungen mit einer weiterhin zu hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen begründet. Zwar sei durch die seit Anfang November geltenden Einschränkungen eine Stabilisierung erreicht worden, sagte Merkel. Dies sei aber nicht ausreichend. «Die Zahlen stabilisieren sich etwas. Aber zu langsam», wurde die Kanzlerin zitiert. Merkel will am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Einschränkungen beraten. Unter anderem schlägt der Bund vor, es sollten sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen. Auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden.

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15.11.2020: Merkel stimmt Bürger auf harte Monate ein

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat die Menschen in Deutschland vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. „Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen“, sagte Merkel in ihrem Video-Podcast.

„Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können“, sagte Merkel. Regierungssprecher Steffen Seibert hat bereits am Freitag betont, dass die Regierung noch keine Möglichkeiten für Lockerungen sieht. Freizeiteinrichtungen und Restaurants sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen.

In Deutschland sind am Sonntag 16.947 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Am Wochenende sind die Zahlen immer etwas niedriger, weil weniger getestet wird und nicht alle Gesundheitsämter Zahlen an das Robert Koch-Institut weiterleiten. 

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14.11.2020: Regierung hilft Solo-Selbstständigen

Berlin (dpa/ard) - Die Bundesregierung plant weitere Hilfen für Solo-Selbstständige in der Corona-Krise. Demnach sollen Solo-Selbstständige unter anderem aus dem Kulturbereich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 5000 Euro für diesen Dezember und die ersten sechs Monate 2021 erhalten. Damit sollen sie 25 Prozent des vergleichbaren Umsatzes aus dem Jahr 2019 ausgezahlt bekommen, wenn ihr Geschäft wegen der Corona-Pandemie um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist. Neben der Kultur- und Eventbranche sollen auch Reisebüros weitere Unterstützung erhalten. Insgesamt rechnet das Finanzministerium für die Hilfen mit Kosten von mehr als 20 Milliarden Euro.

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13.11.2020: Frankfurter Flughafen wird Impfstoff-Drehkreuz

Frankfurt/Main (dpa) - Am Frankfurter Flughafen laufen die Vorbereitungen zur Verteilung des Corona-Impfstoffes auf vollen Touren. «Wir bereiten uns auf Im- und Export gleichermaßen vor», sagt Flughafen-Manager Max Philipp Conrady. Von der Menge her sei der Corona-Impfstoff keine übergroße Herausforderung, benötige aber als temperatursensible Fracht besonders hohen Aufwand und Sorgfalt. Der Impfstoff der Mainzer Biontech beispielsweise muss dauerhaft bei einer Temperatur von minus 80 Grad gelagert werden. «Very deep frozen» nennen das die Logistiker. Die Lufthansa-Frachtsparte hat eine Task Force errichtet, die sich mit Spediteuren, Pharmaherstellern, weiteren Partnern und den Behörden abstimmt. Die deutsche Airline hatte sich bereits frühzeitig auf den lukrativen Pharma-Markt spezialisiert und an ihrem Drehkreuz Europas größtes Pharma-Umschlagzentrum aufgebaut.

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12.11.2020: Lufthansa startet Probelauf für Corona-Schnelltests

München (dpa) - Die Lufthansa hat auf der Fluglinie München-Hamburg mit dem angekündigten Probelauf mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere begonnen. Vor dem Start der ersten Maschine des Tages vom Münchner Flughafen nach Hamburg am Donnerstagmorgen um 9.10 sollten sämtliche Passagiere getestet werden. Die Antigen-Schnelltests weisen nicht den Covid-19-Erreger als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests. Die unter hohen Verlusten leidende Fluggesellschaft hofft, wieder mehr Flugverbindungen insbesondere nach Übersee anbieten zu können.

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11.11.2020:

11.11.2020: Spahn sieht „Anzeichen für Veränderung“

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Anzeichen für eine positive Veränderung der Corona-Infektionslage in Deutschland. Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich in den vergangenen Tagen „deutlich reduziert“, sagte Spahn in einem TV-Interview. „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht.“ Noch sei es aber zu früh, von einer „Trendwende“ zu sprechen. Nach jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden bundesweit 18.487 neue Corona-Infektionen gemeldet.

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10.11.2020:

10.11.2020: EU-Kommission: Vertrag über Biontech-Impfstoff fertig

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer fertig ausgehandelt. «Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen», bestätigten Kommissionskreise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. «Der Vertrag ist in trockenen Tüchern.»

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10.11.2020: Deutscher Impfstoffhersteller verspricht 90-prozentigen Schutz

Mainz (dpa) - Als erstes westliches Unternehmen legt der deutsche Impfstoff-Hersteller Biontech Zwischenergebnisse einer großen Studie vor. Demnach biete der Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19. Schwere Nebenwirkungen seien nicht registriert worden. Biontech und US-Partner Pfizer wollen voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen.

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09.11.2020:

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09.11.2020: Impfung zuerst für medizinisches Personal und Risikogruppen  

Berlin (dpa) - Nach der Zulassung eines Corona-Impfstoffs sollen in Deutschland Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen zuerst gegen das Virus geimpft werden. Ebenso sollen Menschen in Schlüsselstellungen in der Gesellschaft und für die öffentlicher Ordnung zuerst geimpft werden, also Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher, wie die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, am Montag in Berlin mitteilte. Die nun auf den Weg gekommenen Empfehlungen seien aber noch keine Entscheidung, wie der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, erläuterte. «Die Priorisierung muss von den Verantwortungsträgern der Politik festgesetzt werden.» Alena Buyx zeigte sich zuversichtlich, dass sehr bald ein Impfstoff zur Verfügung stehen werde.

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08.11.2020: Neue Quarantäne-Regeln für Einreisende

Für Einreisende aus Risikogebieten im Ausland treten an diesem Wochenende neue Quarantäneregeln in Kraft. Sie müssen sich dann nur noch 10 statt bisher 14 Tage isolieren. Allerdings können sie sich auch nach fünf Tagen «freitesten» lassen. Bis ein negatives Testergebnis da ist, müssen die Einreisenden zu Hause bleiben. Unter dem Strich dürfte sich das auf etwa eine Woche summieren, weil ein Test 48 Stunden oder auch länger dauern kann.

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07.11.2020: Französische Corona-Patienten nach Deutschland verlegt

Thionville/Saarbrücken (dpa) - Erneut sind Covid-19-Patienten aus der französischen Grenzregion Grand Est nach Deutschland verlegt worden. Wie das Regionalkrankenhaus Metz-Thionville mitteilte, wurden vor dem Wochenende Patienten im kritischen Zustand nach Saarbrücken und Völklingen im Saarland gebracht. Man wolle damit einer kompletten Auslastung der intensivmedizinischen Abteilungen zuvorkommen. Der französische Abgeordnete Christophe Arend schrieb auf Twitter von insgesamt acht verlegten Patienten.

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06.11.2020: Neuer Höchstwert, aber Trendwende in Sicht

Berlin (dpa) - Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages stieg auf den neuen Höchstwert von 21.506, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Die RKI-Daten zeigen aber auch, dass möglicherweise eine Trendumkehr bevorstehen könnte. Die Reproduktionszahl (R-Wert) lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,81). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa acht weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Um in eine kontrollierbare Lage zu kommen, müsse die Reproduktionszahl längere Zeit deutlich unter 1 liegen, bei 0,7 oder noch niedriger.

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05.11.2020: Rückstau in Corona-Laboren

Berlin (dpa) - Corona-Labore haben Probleme mit der großen Zahl von Tests in Deutschland. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der Kalenderwoche bis 1. November 69 Labore einen Rückstau von 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 20.799 Proben gewesen. Es gebe zunehmend Berichte von Laboren, die sich an den Grenzen ihrer Auslastung befänden, heißt es beim RKI.  Pro Woche werden derzeit und 1,6 Millionen Tests untersucht. Am Donnerstag erreichte die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen mit 19.990 Fällen einen neuen Höchstwert.

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05.11.2020

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04.11.2020: Rettungspaket für Flughäfen?

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer strebt angesichts der angespannten Lage von Flughäfen in der Corona-Krise ein milliardenschweres Rettungspaket an. Scheuer sagte am Dienstag, es gehe um eine Summe von rund einer Milliarde Euro. Es müssten Strukturen erhalten werden. Scheuer sprach wenige Tage vor einem «Luftverkehrsgipfel» am Freitag von dramatischen Zahlen bei Flughäfen. Der Flughafenverband ADV sieht die Airports im «Überlebenskampf». An den Flughafenstandorten drohe einem Viertel der über 180.000 Arbeitsplätze das Aus.

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Corona

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03.11.2020: Merkel hofft auf einen „erträglichen Dezember“

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am ersten Tag des coronabedingten Teil-Lockdowns die Menschen in Deutschland eindringlich dazu aufgerufen, die neuen Regeln zu befolgen. «Ob diese große gemeinsame Kraftanstrengung etwas bringt im Monat November, das hängt nicht nur von den Regeln ab, sondern vor allem auch davon, ob diese Regeln befolgt werden», sagte Merkel am Montag in Berlin in der Bundespressekonferenz. «Jeder und jede hat es in der Hand, diesen November zu unserem gemeinsamen Erfolg zu machen, zu einem Wendepunkt wieder zurück zu einer Verfolgbarkeit der Pandemie.» Wenn es gelinge, im November die Ausbreitung des Virus zu bremsen, «dann schaffen wir uns die Voraussetzung dafür, einen erträglichen Dezember zu haben, natürlich weiter unter Corona-Regeln, aber wieder mit mehr Freiraum».

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02.11.2020:

02.11.2020: Ab sofort vier Wochen Teil-Lockdown

Berlin (dpa) - Seit Montag gilt in ganz Deutschland ein - vorerst auf vier Wochen beschränkter - Teil-Lockdown. Bundesweit ist Gastronomen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen die Öffnung ihrer Etablissements nun weitestgehend untersagt. Auch für persönliche Treffen gelten strengere Regeln: In den meisten Bundesländern dürfen nur noch zwei Haushalte zusammenkommen - teils gilt das sogar für Treffen in den eigenen vier Wänden. Die Kontaktbeschränkungen sollen verhindern, dass Gesundheitsämter und das gesamte Gesundheitssystem des Landes überlastet werden, insbesondere die Intensivstationen. Anders als im Frühjahr bleiben dieses Mal Kindertagesstätten und Schulen sowie Geschäfte generell geöffnet.

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01.11.2020: Bundeswehr hat inzwischen 5000 Soldaten im Corona-Einsatz

Freital (dpa) - Die Bundeswehr hat inzwischen etwa 5000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen in der Corona-Pandemie im Einsatz. In den vergangenen beiden Wochen sei die Nachfrage rapide gestiegen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, in dessen Regie die Hilfseinsätze laufen. Die Streitkräfte sind demnach für weitere Aufgaben gerüstet. «Wir haben ein Kräftekontingent von 15.000 Soldatinnen und Soldaten seit Frühjahr in Bereitschaft», sagte Schelleis. «Wir sind eingerichtet auf weitere Nachfragen», sagte der General.

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31.10.2020: Bald erste Ergebnisse zu Corona-Impfstoff

Mainz (dpa) - Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech rechnet nach eigenen Angaben mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen bei den laufenden Wirksamkeitstests seines Corona-Impfstoffkandidaten in den kommenden Tagen. „Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir den ersten sogenannten Readout haben, wo wir sehen, ob der Impfstoff in der Lage ist zu schützen“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin in einem Interview.

„Bis Mitte November werden wir nicht nur Aktivitäts-, sondern auch Verträglichkeitsdaten haben“, sagte er. Sollten diese Daten positiv ausfallen, würden die Unterlagen bis Mitte November bei der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht. Zudem stehe Biontech bereits mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in einem sogenannten rollierenden Verfahren. „Das bedeutet, wir reichen, immer wenn wir neue Daten haben, bei der Behörde die Daten ein, so dass sie in Echtzeit überprüft werden können.“

Diese Behörden könnten dann basierend auf diesen Ergebnissen über eine Notfallzulassung entscheiden. „Wir haben schon angefangen, Impfstoff zu produzieren. Der lagert bei uns, ist in den Qualitätskontrollen und noch nicht freigegeben.“ Diese Freigabe würde nur dann erfolgen, wenn eine Genehmigung vorliege. „Diese Schritte können prinzipiell noch dieses Jahr erfolgen.“

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30.10.2020: Europäer setzen auf Testen und Warnen - und neue Lockdowns

Brüssel (dpa) - Testen, warnen, impfen: Die EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten, um die zweite Corona-Welle zu brechen. Dies vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen bei einer Videokonferenz. Kurzfristig sehen sich aber immer mehr Länder gezwungen, Kontakte im Alltag auszubremsen. «Wir sitzen alle im selben Boot», sagte EU-Ratschef Charles Michel am späten Donnerstagabend nach der Videoschalte der 27 EU-Staats- und Regierungschefs. Konkret verabredeten die Staats- und Regierungschefs in der rund dreistündigen Sitzung, gemeinsame Test- und Impfstrategien voranzutreiben und die unterschiedlichen Corona-Warn-Apps für Handys zu harmonisieren.

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29. Oktober 2020:

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29.10.2020: Merkel rechtfertigt Teil-Lockdown wegen Corona

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat vor dem Bundestag die Verschärfung der Corona-Regeln verteidigt. „Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig. Wenn wir (…) stattdessen warten würden, bis die Intensivstationen voll sind, dann wäre es zu spät.“ In den vergangenen Wochen seien die Zahlen der Neuinfektionen „deutlich in die Höhe geschnellt“, sagte sie. Viele Gesundheitsämter seien an der Belastungsgrenze. „Wir befinden uns zum Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage. Sie betrifft uns alle. Ausnahmslos.“ Die Bürgerinnen und Bürger rief Merkel zu weiterer Vorsicht und Solidarität in der Corona-Krise auf.

Am Mittwoch hatten Bundesregierung und Länder neue Kontaktbeschränkungen beschlossen und entschieden, dass Restaurants wieder schließen und Hotels keine Touristen mehr aufnehmen dürfen.

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28. Oktober 2020:

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28. Oktober 2020: Auf die Bürgerinnen und Bürger kommen massive Einschränkungen zu

Berlin (dpa) - Der Bund will mit drastischen Kontaktbeschränkungen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen. Bundesweit sollen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden. Das geht aus einem Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch hervor. Die Maßnahmen sollen ab dem 2. November deutschlandweit in Kraft treten und bis Ende des Monats gelten.

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27. Oktober 2020:

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27. Oktober 2020: Nürnberg sagt Christkindlesmarkt ab

Nürnberg (dpa) - Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen mit. Auch in anderen Städten wie Düsseldorf, Köln, Erfurt, Freiburg oder Frankfurt wurden viele Märkte bereits abgesagt. Dazu gehört auch der beliebte Berliner Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt.

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26. Oktober 2020:

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26. Oktober 2020: Steinmeier warnt bei „World Health Summit“ vor „Impfstoffnationalismus“

Berlin (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Staatengemeinschaft im Kampf gegen Corona und besonders beim Thema Impfstoff zur Zusammenarbeit aufgerufen. «Wenn wir nach der Pandemie nicht in einer Welt leben wollen, in der der Grundsatz "Jeder gegen jeden, und jeder für sich" noch mehr Raum greift, dann brauchen wir die aufgeklärte Vernunft unserer Gesellschaften und unserer Regierungen», sagte er in einer Videoansprache zur Eröffnung der Gesundheitskonferenz «World Health Summit». Die Pandemie müsse mit einem Geist der Zusammenarbeit, nicht im Geist des «Impfstoffnationalismus» überwunden werden. Der mehrtägige «World Health Summit» mit Vorträgen und Diskussionsrunden sollte ursprünglich mit rund 2000 Teilnehmern in Berlin stattfinden. Wegen der Pandemie wurde auch diese Veranstaltung zur einer reinen Online-Konferenz umgewandelt. Die Teilnehmer diskutieren nun per Video miteinander.

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25. Oktober 2020: Krankenhausgesellschaft sieht Kliniken gut gerüstet

Berlin (dpa) - Die Kliniken in Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft auf eine steigende Zahl von Covid-19-Patienten vorbereitet. „Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem „Mannheimer Morgen“. Zurzeit gebe es mehr als 8.000 freie Intensivbetten. Außerdem müssten nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden. „Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird.“

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24. Oktober 2020: Erste Patienten aus Niederlanden nach Deutschland geflogen

Rotterdam (dpa) - Zum ersten Mal in der zweiten Welle der Corona-Pandemie wurden Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt. Durch die Verlegungen soll der Druck auf die Intensivstationen in den Niederlanden gesenkt werden. Bereits fast jedes zweite Bett auf Intensivstationen ist mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie betroffenen Länder Europas. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten angeboten, Patienten aus den Niederlanden zu übernehmen.

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23. Oktober 2020: Montgomery warnt vor kritischer Marke

Berlin (dpa) - Nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat der deutsche Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer kritischen Marke gewarnt. Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerate die Lage außer Kontrolle. «Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen», sagte er der «Rheinischen Post» (Freitag). «Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt.» Zuletzt waren erstmals mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland nachgewiesen worden

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23. Oktober 2020:

22. Oktober 2020

22. Oktober 2020: Gesundheitsminister Spahn mit Corona-Virus infiziert

Berlin (dpa) – Als erstes Mitglied der deutschen Regierung hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Corona angesteckt. Er hat bisher nur milde Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das Kabinett als Ganzes soll aber nicht in Quarantäne gehen. Wegen der strengen Hygienemaßnahmen bei Kabinettssitzungen ist es unwahrscheinlich, dass sich weitere Regierungsmitglieder bei Spahn angesteckt haben, erklärte die Bundesregierung.  Familienministerin Franziska Giffey ist bereits mit einem Schnelltest negativ getestet worden. Spahn bedankte sich auf Twitter für die „vielen guten Wünsche“.

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages hat am Mittwoch mit 11.287 Fällen erstmals den Wert von 10.000 überschritten.

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22. Oktober 2020

21. Oktober 2020: Deutschland sagt Nato-Soldaten für mögliche Covid-19-Einsätze zu

Brüssel (dpa) - Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan «Allied Hand» zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt. Aktiviert werden soll der Notfallplan zum Beispiel dann, wenn in Bündnisstaaten oder Nato-Partnerländern wegen sehr hoher Infektionszahlen ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems droht und der betroffene Staat um Unterstützung bittet.

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20. Oktober 2020: Experten warnen vor Konzept der Herdenimmunität

Heidelberg (dpa) - Der bekannte Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich gegen eine Corona-Strategie mit einer Herdenimmunität als Ziel. «Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen», heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV). Eine unkontrollierte Durchseuchung würde zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen. Denn selbst bei strenger Isolierung älterer Menschen gebe es noch weitere Risikogruppen. «Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf ergibt sich beispielsweise bei Übergewicht, Diabetes, Krebserkrankungen, einer Niereninsuffizienz, chronischen Lungenerkrankungen, Lebererkrankungen, Schlaganfall, nach Transplantationen und während einer Schwangerschaft.» Das Anstreben der Herdenimmunität sei unethisch sowie medizinisch, gesellschaftlich und damit auch ökonomisch hochriskant.

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19. Oktober 2020: Krisenmanagement wird gut beurteilt

Berlin (dpa) - Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag von «Bild am Sonntag» als «eher gut». Für 27 Prozent ist sie «eher schlecht». 4 Prozent antworteten mit «weiß nicht». Die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen nicht konsequent Abstand gehalten werden kann, finden 89 Prozent der Befragten richtig, 10 Prozent falsch und 1 Prozent antwortete «weiß nicht». Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. 4 Prozent antworteten «weiß nicht». Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworten 70 Prozent. 27 Prozent lehnen diese Maßnahmen ab, drei Prozent antworteten mit «weiß nicht».

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19. Oktober 2020

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18. Oktober 2020: Impfstoff schon in Produktion

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech hat einen Durchbruch verkündet. Der Impfstoff mit dem Namen „BNT162b2” funktioniere sehr gut. Sogar die Massenproduktion habe bereits begonnen. Das berichtet theeuropean.de. Man habe jetzt den finalen Genehmigungsprozess beantragt und sei kurz davor, „dieser Pandemie ein Ende zu bereiten“.

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17. Oktober 2020: Aufnahme von Corona-Patienten aus EU

Berlin (dpa) - Einige deutsche Bundesländer haben angesichts stark steigender Infektionszahlen ihre Bereitschaft signalisiert, wieder Corona-Patienten von EU-Nachbarn zur Intensivpflege aufzunehmen. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, gibt es seiner Kenntnis nach bereits vorbereitende Gespräche zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden sowie zwischen Bayern und Tschechien. Auf europäischer Ebene sei man bei der Koordination solcher grenzüberschreitender Verlegungen von coronabedingten Intensivpatienten ebenfalls vorangekommen. Die EU stelle 220 Millionen Euro für grenzüberschreitende Transporte von Patienten, Ausrüstung und Personal zur Verfügung, sagte der Sprecher.

Unterdessen vermeldete das Robert Koch-Institut den dritten deutschen Rekordwert in Folge: Binnen 24 Stunden wurden 7.830 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

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16. Oktober 2020:

16. Oktober 2020:

16. Oktober 2020: „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern zwölf.“

Berlin (dpa) - Der Leiter der Abteilung System-Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig hat eindringlich vor einem Kontrollverlust bei den Corona-Infektionen gewarnt. «Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern zwölf, um das Schiff noch zu drehen», sagte Michael Meyer-Hermann. Deutschland stehe an der Schwelle zu einem exponentiellen Wachstum. Meyer-Hermann arbeitet mit mathematischen Modellen, um den Verlauf der COVID-19-Epidemie vorherzusagen. Er berät die Bundesregierung und empfiehlt, an der Maskenpflicht festzuhalten, auch Bußgelder seien sehr wichtig. Zugleich warnte er in der aktuellen Lage vor Diskussionen über Großveranstaltungen und eine Verkürzung der Quarantänezeit. 

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15. Oktober 2020: Schärfere Regeln für Corona-Hotspots

Berlin (dpa) - Aus Sorge vor einer unkontrollierbaren Ausbreitung der Corona-Pandemie mit unabsehbaren Folgen für Bürger und Wirtschaft verschärfen Bund und Länder die Gegenmaßnahmen in Hotspots. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen. Konkret vereinbarten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten dieses:

Maskenpflicht: In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

Private Feiern: In Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen werden private Feiern künftig generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt. Die Begrenzung gilt bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Kontaktbeschränkungen: Übersteigen die Neuinfektionen den 50er Wert dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird dies auf bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände verringert.

Sperrstunde: Ebenfalls bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen soll eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.

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15. Oktober 2020:

14. Oktober 2020:

14. Oktober 2020: Erstmals seit April über 5000 Corona-Neuinfektionen

Berlin (dpa) - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit Mitte April mehr als 5000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5132. Am Mittwoch hatte die Zahl noch bei 2828 Neuinfektionen gelegen. Der bisherige Höchstwert war mit 6294 am 28. März erreicht worden, damals wurde aber wesentlich weniger getestet und viele Infektionen blieben unbemerkt. Die Zahl der Corona-Patienten auf der Intensivstation stieg auf rund 620 Covid-Patienten gegenüber 450 in der Vorwoche.

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13. Oktober 2020: Warnung vor Herdenimmunität durch Ansteckung

Genf (dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine Herdenimmunität durch massenweise Ansteckungen zu setzen. «Niemals in der Geschichte des Gesundheitswesens wurde Herdenimmunität als eine Strategie gegen einen Ausbruch eingesetzt, geschweige denn gegen eine Pandemie», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. So ein Vorgehen wäre ethisch und wissenschaftlich problematisch. Eine Herdenimmunität - also die Schwelle, ab der sich ein Virus nicht mehr in einer Bevölkerung verbreiten kann - müsse ähnlich wie bei den Masern und der Kinderlähmung durch Impfungen, nicht durch Ansteckungen erreicht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich indes optimistisch, eine Herdenimmunität durch Impfung zu erreichen.  «Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel einer ausreichend hohen Impfquote freiwillig erreichen.»

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12. Oktober 2020: „Corona ist ein Beschleuniger des Wandels“

Düsseldorf (dpa) - Die Corona-Pandemie verändert den deutschen Einzelhandel wie keine andere Krise der vergangenen Jahrzehnte. Der Internethandel boomt, viele Fußgängerzonen und Shopping-Center sind dagegen deutlich leerer als vor einem Jahr. Während Lebensmittelhandel und Baumärkte Umsatzrekorde verzeichnen, bleiben in Modegeschäften die Kunden aus. Der Wandel in Zahlen: Im 3. Quartal lagen die E-Commerce-Umsätze in Deutschland mit 19,3 Milliarden Euro um satte 13,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für den Geschäftsführer der Handelsberatung BBE, Joachim Stumpf, steht deshalb fest: «Corona ist ein großer Beschleuniger des Strukturwandels im Einzelhandel.»

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11. Oktober 2020: Immer mehr deutsche Städte werden Corona-Hotspots

Berlin (dpa) -  In den großen deutschen Städten steigen die Corona-Fallzahlen schnell an, immer mehr Metropolen überschreiten inzwischen die Grenzwerte. Am Wochenende meldeten Köln und Stuttgart die Überschreitung der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Auch Berlin, Frankfurt, Bremen und Essen liegen über dieser Schwelle. Die Polizei sorgt mit massiven Kontrollen für die Einhaltung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht. Mehrere Ministerpräsidenten von Bundesländern richten drastische Appelle vor allem an junge Leute, sich an die Regeln zu halten, damit die Krankheit sich nicht weiter ausbreitet.

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10. Oktober 2020: RKI und Bundeswehr sollen Experten in Corona-Hotspots schicken  

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr und das Robert Koch-Institut sollen künftig Experten in Corona-Hotspots schicken. Das gilt laut einer am Freitag getroffenen Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Bürgermeistern von Großstädten, wenn in sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert wurden. Spätestens wenn der Wert auf 50 Infektionen steigt, sollen die Städte umfangreichere Beschränkungen einführen. Die Metropolen sollen ihre Ordnungsämter so entlasten, dass sie die Beschränkungen kontrollieren können. Bund und Länder sollen kurzfristig darüber beraten, wie auch Bundespolizei und Länderpolizeien helfen können, die Einhaltung der Regeln zu überwachen.

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9. Oktober 2020: „Die Pandemie wird in den Metropolen entschieden.“

Berlin (dpa) - Sprunghaft steigende Corona-Infektionszahlen in Deutschland alarmieren die Bundesregierung. In der Hauptstadt Berlin und in anderen Städten hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert bereits überschritten. Daher will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Freitag mit den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der elf größten deutschen Städte in einer Videokonferenz beraten. Zu den Städten gehören Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hatte bereits am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin» gesagt: «Die Pandemie wird in den Metropolen entschieden.»

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8. Oktober: Minister „beunruhigt“ über Corona-Lage  

Berlin (dpa) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, haben sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin angesichts der steigenden Corona-Zahlen in Deutschland „sehr besorgt“ geäußert. „Wir wissen nicht, wie sich die Lage in Deutschland in den nächsten Wochen entwickeln wird. Es ist möglich, dass wir mehr als 10 000 neue Fälle pro Tag sehen. Es ist möglich, dass sich das Virus unkontrolliert verbreitet.“ Deutschland sei bisher wegen der Schutzmaßnahmen gut durch die Krise gekommen. Nur durch Befolgen der Hygiene- und Abstandsregeln könne man einen großen Teil der Infektionen verhindern.

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Forschungsministerin: Impfung ab Mitte 2021

Berlin (dpa) - Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bleibt bei ihrer Einschätzung, dass Corona-Impfstoffe für viele Menschen bis Mitte 2021 zur Verfügung stehen könnten. „Die Forschung ist im Moment gigantisch schnell“, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Aktuell gehe das Forschungsministerium davon aus, dass Mitte nächsten Jahres breite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten.

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7. Oktober 2020: Deutscher Impfstoff vor Zulassung

Mainz (dpa) - Der vom Mainzer Unternehmen Biontech entwickelte Corona-Impfstoffkandidat geht in den Zulassungsprozess. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde den Wirkstoff BNT162b2 in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren prüfen, teilten Biontech und das Pharma-Unternehmen Pfizer, das die Entwicklung unterstützt, mit. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet. Die Entscheidung der EMA, das Verfahren zu beginnen, basiere auf den ermutigenden vorläufigen Daten der präklinischen sowie frühen klinischen Studien bei Erwachsenen. Biontech ist damit das erste deutsche Unternehmen und mit AstraZeneca das zweite insgesamt, das bei der EMA für diesen Prozess zugelassen wurde.

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6. Oktober 2020: Corona bringt neue Risiken für Versicherungen

München (dpa) - Weniger Unfälle, aber mehr Cyber-Attacken: Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Allianz langfristige Auswirkungen auf Versicherungen. Im ersten halben Jahr der Corona-Krise sind in manchen Bereichen des Firmenkundengeschäfts die Sach- und Haftpflichtschäden zurückgegangen, weil es weniger Unfälle gab. Das berichtet die Allianz-Industrieversicherungstochter AGCS in einer am Dienstag in München veröffentlichten Studie. Auf der anderen Seiten steigen die Risiken von Hackerangriffen, wenn viele Arbeitnehmer in vergleichsweise schlecht gesicherten Heimbüros auf Firmennetzwerke zugreifen. Nach einer Schätzung der britischen Versicherungsbörse Lloyd's könnte Covid-19 für die Branche in diesem Jahr weltweit Kosten von 110 Milliarden Dollar bedeuten. Die AGCS selbst hat bislang 450 Millionen Euro für Coronaschäden zurückgestellt. Der Großteil davon entfällt auf die Ausfallversicherung von Filmen, Fernsehproduktionen und Großveranstaltungen, wie AGCS-Vorstandsmitglied Thomas Sepp erläuterte.

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05. Oktober 2020:

5. Oktober 2020: Kommt der Anspruch auf Homeoffice?

Berlin (dpa) - Einen Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr sollen Arbeitnehmer nach dem Willen des deutschen Arbeitsministers Hubertus Heil künftig haben - sofern keine nachvollziehbaren Gründe dagegen sprechen. Das angekündigte «Mobile Arbeit Gesetz» sieht vor, dass ein Arbeitgeber den Wunsch nach mobiler Arbeit nur dann ablehnen darf, wenn es dafür organisatorische oder betriebliche Gründe gibt, wie die «Bild am Sonntag» berichtete. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus: Arbeitnehmervertretern und Grünen gehen die Vorschläge nicht weit genug, Arbeitgeber und der SPD-Koalitionspartner in der Bundesregierung, die christdemokratische CDU, zeigten sich skeptisch. Der SPD-Politiker Heil begründete seinen Vorstoß auch mit den Erfahrungen der Corona-Zeit. «Das Virus hat uns gelehrt, dass viel mehr mobiles Arbeiten möglich ist als wir dachten.»

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4. Oktober 2020: Sechster deutscher Impfstoff in Testphase

Langen (dpa) - In Deutschland darf ein Corona-Impfstoff an Menschen getestet werden, der auf einem Impfstoff gegen Pocken basiert. Das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat die Studie genehmigt. Es handelt sich um einen sogenannten Vektorimpfstoff, mit dem genetisches Material des Covid-19-Erregers in den Körper eingeschleust wird, wie das PEI mitteilte. Er wurde vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH in Dessau entwickelt. Beteiligt sind auch die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Philipps-Universität Marburg und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. In Deutschland sind laut PEI vier sogenannte RNA-Impfstoffe und nun zwei Vektorimpfstoffe in verschiedenen Phasen in der klinischen Prüfung.

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3. Oktober 2020: Deutschland feiert Einheit unter Corona-Auflagen

Deutschland feiert den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit unter Corona-Bedingungen. Zum Auftakt der zentralen Feierlichkeiten in Potsdam nahmen am Samstag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble an einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul teil. Wegen der Pandemie durften nur 130 Gäste dabei sein, darunter Bürgerdelegationen der Länder. Gastgeber der Feiern ist Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke als amtierender Präsident des Bundesrats.

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2. Oktober 2020: Merkel: Corona-Einschränkungen erinnerten mich an die DDR

Berlin (dpa) - Die Zeit der starken Corona-Einschränkungen im Frühjahr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihr Leben in der DDR erinnert. «Meine Kindheit und Jugend waren mir in diesem Moment sehr präsent», sagte die CDU-Politikerin im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Politik habe im März sehr stark in die Freiheitsrechte der Menschen eingreifen müssen. «Dass ich den Menschen sagen musste, dass man nur als ein Haushalt oder zu zweit auf der Straße sein durfte, dass keine Veranstaltungen stattfinden durften, dass Kinder ihre Eltern im Seniorenheim nicht besuchen durften - das waren gravierende Einschränkungen.

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1. Oktober 2020:

1. Oktober 2020: Zweiter deutscher Impfstoffentwickler in zweiter Phase

Tübingen (dpa) - Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac hat die zweite Phase bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten begonnen. Der erste Teilnehmer der Phase-2a-Studie sei geimpft worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Studie laufe in Peru und Panama mit 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten werden im vierten Quartal erwartet. Danach plant das Unternehmen den Beginn der entscheidenden Phase-III-Studie mit bis zu 30 000 Teilnehmern. Curevac hatte nach der Mainzer Firma Biontec als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie bekommen.

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30. September 2020: Bund und Länder ziehen Zügel wieder an

Berlin (dpa) - Bund und Länder ziehen angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen unmittelbar vor den Herbstferien die Zügel wieder an. So droht nun ein Bußgeld von mindestens 50 Euro, wenn Restaurantbesucher falsche Angaben zu ihrer Person in Gästelisten machen. «Falsche Personenangaben, das ist kein Kavaliersdelikt», sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Steigen die Infektionszahlen in Landkreisen, soll es vor Ort Beschränkungen bei der Teilnehmerzahl von privaten Feiern geben. Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen soll es vorerst nicht geben. Merkel nannte die steigenden Infektionszahlen einen Grund zur Beunruhigung. Ein erneuter Shutdown müsse unbedingt verhindert werden. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte vor einem generellen Lockdown im gesamten Land. «Mehr Maske, weniger Alkohol und kleinere Feiern», das sei der «Grunddreiklang», sagte Söder.

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29. September 2020:

29. September 2020: UN-Chef: Mehr als eine Million Corona-Tote «tragischer Meilenstein»

New York (dpa) - UN-Generalsekretär António Guterres hat die Zahl von mehr als einer Million Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, als «tragischen Meilenstein» bezeichnet. «Es ist eine erschütternde Zahl», sagte Guterres laut Mitteilung in der Nacht zum Dienstag in New York. «Trotzdem dürfen wir nie die einzelnen Leben aus dem Blick verlieren: Es waren Väter, Mütter, Ehefrauen, Ehemänner, Brüder, Schwestern, Freunde und Kollegen.» Guterres rief die Menschen weltweit auf, sich weiter an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten sowie Masken anzuziehen. «Wir können diese Herausforderung überwinden.» Dafür brauche es verantwortungsbewusste Führungsstärke, Wissenschaft und weltweite Zusammenarbeit. Zuvor war aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgegangen, dass seit Beginn der Corona-Pandemie weltweit bereits mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben sind. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

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28. September 2020: Hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus identifiziert

Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 identifiziert. Aus dem Blut von Menschen, die eine durch SARS-CoV-2 ausgelöste COVID-19-Erkrankung überstanden hatten, isolierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst fast 600 verschiedene Antikörper. Durch Labortests konnten sie diese Zahl auf einige besonders wirksame Exemplare eingrenzen und diese dann mittels Zellkulturen künstlich nachbilden. Die identifizierten sogenannten neutralisierenden Antikörper binden, wie Strukturanalysen belegen, an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann. Sie verfolgen nun die Entwicklung einer passiven Impfung.

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27. September 2020: Corona-Krise trifft relativ wenige Haushalte finanziell

Frankfurt/Main (dpa) - Den meisten Privathaushalten in Deutschland bleiben in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge finanzielle Einbußen erspart. „Nachdem die Corona-Pandemie ein halbes Jahr gewütet hat, beobachten wir, dass sich die finanzielle Lage der Haushalte nach dem ersten Schock im März 2020 weder weiter signifikant verschlechtert noch deutlich erholt hat“, so Andreas Hackethal vom Frankfurter Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung Safe. „Gemessen an der Lebenswirklichkeit der Leute bestätigt sich daher, dass Deutschland bisher relativ gut durch die Krise gekommen ist.“

Der Erhebung von Anfang September zufolge haben 17 Prozent der 10 800 befragten Haushalte mit Einkommensverlusten zu kämpfen, die große Mehrheit von 83 Prozent sieht aber keine Einbußen oder sogar eine Verbesserung ihrer Situation. Die Daten für das sogenannte Haushaltskrisenbarometer wurden zum siebten Mal erhoben.

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26. September 2020: 60 Millionen Euro Nothilfe für Studierende

Berlin (dpa) - Der deutsche Staat hat in den vergangenen Monaten insgesamt rund 60 Millionen Euro sogenannter Überbrückungshilfe an Studierende gezahlt, die wegen Corona in eine finanzielle Notlage geraten sind. Diese Zahl nannte Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), am Freitag in Berlin. Die Studentenwerke sind zuständig für die Bearbeitung der Anträge auf Nothilfe. 135.000 Anträge wurden demnach bisher positiv beschieden, 80.000 Anträge abgelehnt. In der Coronakrise hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung 100 Millionen Euro für die Nothilfe bereitgestellt – Geld, das nicht zurückgezahlt werden muss.

Unterdessen gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekannt, dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland den höchsten Wert seit April erreicht hat. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2507 neue Corona-Infektionen.

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25. September 2020: Spahn rät von Auslandsreisen in Herbst- und Winterferien ab

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Bürgern angesichts steigender Corona-Fälle von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien abgeraten. «Man kann ja auch Urlaub im Inland machen», sagte der CDU-Politiker am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Es habe sich in der Corona-Pandemie immer wieder gezeigt, dass Reiserückkehrer verstärkt das Virus einschleppten. «Ich finde, für Herbst-, Winter-, Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lernen», sagte Spahn. Das sei zwar hart für die Reiseveranstalter, aber in der derzeitigen Lage nicht zu ändern.

24. September 2020:

24. September 2020: „Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen“

Berlin (dpa) - Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Deutschland in der Corona-Pandemie noch nicht ausreichend für die kommende Zeit gewappnet. «Wir müssen, um die Situation in den kommenden Monaten zu beherrschen, Dinge ändern», sagte er. «Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen.» Klar müsse auch sein, dass die Zulassung eines Impfstoffs nicht sofort die Lösung des Problems bedeute, sagte Drosten. Zunächst müsse die Priorität bei Risikogruppen liegen. «Neben der zu erwartenden Verteilungskompetition ist es auch gar nicht so einfach, so viele Vakzinedosen in Flaschen abzufüllen und die dann auch zu verimpfen», erklärte er. «Deswegen ist das schon eine Unternehmung fürs ganze Jahr 2021.»

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23. September 2020: Ethikrat lehnt Immunitätsnachweis ab

Berlin (dpa) - In der Debatte um den Umgang mit dem Coronavirus lehnt der Deutsche Ethikrat eine Einführung amtlicher Immunitätsnachweise derzeit klar ab. Grund seien «erhebliche Unsicherheiten» über die Immunität nach einer überstandenen Infektion und die Aussagekraft von Antikörpertests, erklärte das unabhängige Beratergremium. Die Ethikrats-Vorsitzende Alena Buyx (Foto) verwies auf die sehr kontroverse gesellschaftliche Debatte über Corona-Immunitätsbescheinigungen. Die einen stellten sich «eine Art Freifahrtschein» vor, mit dem auch in der Pandemie alles wieder möglich sei - andere sähen darin Vorboten einer «immunitätsbasierten Zwei-Klassen-Gesellschaft».

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22. September 2020: Weihnachtsfeiern in Stadien und auf Marktplätzen?

Hannover (dpa) - Angesichts andauernder Einschränkungen wegen der Corona-Epidemie rüstet sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für Weihnachtsgottesdienste in Fußballstadien und auf Marktplätzen. Auch in Autokinos werde es Gottesdienste geben, teilte die EKD am Dienstag in Hannover mit. Neben dem Einsatz von vielen Ehrenamtlichen werde es Kooperationen mit Feuerwehr und Technischen Hilfswerk geben, um auf zentralen Plätzen sicher feiern zu können.

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21. September 2020: Neue Strategie für die kalte Jahreszeit

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf die kalte Jahreszeit eine neue Corona-Teststrategie sowie neue Quarantäneregeln angekündigt. So sollen etwa Schnelltests Bestandteil der neuen Teststrategie werden, weil sie mittlerweile auch qualitativ besser seien. Außerdem hat er Pläne zur Einrichtung sogenannter Fieberambulanzen konkretisiert. «Es geht darum, eine Infrastruktur zu haben, die sicherstellt, dass sich die Menschen nicht im Wartezimmer untereinander anstecken. Das macht Sinn für Corona und auch bei der Grippe und einer möglichen Grippewelle», sagte Spahn am Montag in Berlin.

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20. September 2020: Spahn: Gesundheitssystem nicht überlastet

Berlin (dpa) - Laut Gesundheitsminister Jens Spahn ist das deutsche Gesundheitssystem derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen nicht überlastet. Mit fast 2.300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Spahn auf Twitter. „Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt“, fügte er hinzu. Er appellierte erneut an die Bürger, Abstand zu halten, Mund-Nase-Schutz zu tragen und Hygiene-Regeln zu beachten.

Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten am Freitag 2.297 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ab Juli wieder gestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen hängt auch davon ab, wie viele Menschen getestet werden.

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19. September 2020: Corona-Pandemie stoppt Karneval

Düsseldorf/Köln (dpa)Den typischen Kölner Rosenmontagszug (Foto von 2019) wird es 2021 aufgrund der Corona-Pandemie nicht geben. Der Sitzungs- und Straßenkarneval im Bundesland Nordrhein-Westfalen fällt in der Saison 2020/21 weitgehend aus. Klassische Karnevalssitzungen soll es nach dem Willen der Landesregierung und der großen Karnevalsvereine zum Schutz der Menschen vor weiteren Infektionen ebenso wenig geben wie Karnevalszüge in bekannter Form.

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18. September 2020: Startbereit: Impfstoffentwickler BioNTech übernimmt Produktionsstätte

Mainz (dpa) - Für die Herstellung eines möglichen Corona-Impfstoffs übernimmt das Mainzer Unternehmen Biontech von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis dessen Produktionsstätte in Marburg. Biontech plant unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung in dem Werk bereits im ersten Halbjahr 2021 bis zu 250 Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs herstellen zu können. Der Vertrag wurde am Mittwochabend unterzeichnet.

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17. September 2020: Vertrauen in den Staat stark gestiegen

Berlin (dpa) - Das Vertrauen der Menschen in Deutschland in die politischen Institutionen ist stark gestiegen. Der Anteil der Bürger, die den Staat als fähig zur Erfüllung seiner Aufgaben ansehen, wuchs im Vergleich zum vergangenen Jahr um 22 Prozentpunkte auf 56 Prozent. Das zeigt die neue Bürgerbefragung «Öffentlicher Dienst» des Beamtenbunds dbb. Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach machte hauptsächlich ein überwiegend positiv beurteiltes Handeln von Staat und öffentlichem Dienst in der Corona-Krise für die Trends verantwortlich.

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16. September 2020:

16. September 2020: Kommission erwartet mehrere Impfstoffe

Berlin (dpa) - Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut geht davon aus, dass es in Deutschland mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neue Coronavirus geben wird. «Angesichts der großen Zahl von potenziellen Sars-CoV-2-Impfstoffkandidaten ist es wahrscheinlich, dass am Ende mehrere Impfstoffe in Deutschland zugelassen werden», sagte die Vize-Vorsitzende der Kommission, Sabine Wicker, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe insbesondere für bestimmte Bevölkerungsgruppen geeignet wären - zum Beispiel für Ältere. Die Bundesregierung erwartet, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus in Deutschland für Teile der Bevölkerung in den ersten Monaten des nächsten Jahres zur Verfügung steht, für die breite Masse aber voraussichtlich erst Mitte des Jahres.

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15. September 2020: Corona könnte Zahl der Einbrüche auf Allzeittief drücken

Berlin (dpa) - Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland könnte nach Beobachtung der Versicherungsbranche wegen der Corona-Pandemie auf ein Allzeittief sinken. «Die Entwicklung des ersten Halbjahrs deutet darauf hin, dass wir die niedrigsten Einbruchzahlen seit Beginn unserer Statistik 1981 sehen werden», teilte Jörg Asmussen, Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), mit.

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14. September 2020: Corona beschleunigt Abkehr vom Bargeld

München (dpa) - Die Corona-Krise beschleunigt nach einer Verbraucherstudie die allmähliche Abkehr der Europäer vom Bargeld. Demnach bezahlen in zehn europäischen Ländern im Schnitt nur noch 36 Prozent der Verbraucher am liebsten bar, wie die Finanzexperten der Unternehmensberatung PwC Strategy& in ihrer am Montag veröffentlichten Untersuchung schreiben. Vor einem Jahr waren es mit 43 Prozent noch deutlich mehr. Allerdings gibt es nach wie vor sehr große Unterschiede innerhalb Europas: In Deutschland zahlen 56 Prozent am liebsten bar, in Schweden nur noch 15 Prozent.

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13. September 2020: Patientenschützer: Bundestag bei Impfstrategie einbeziehen

Berlin (dpa) - Bei Festlegungen für die Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffes sollte aus Sicht von Patientenschützern der Bundestag einbezogen werden. Es sei klar, dass ein Impfstoff nicht sofort für alle zur Verfügung stehen werde, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. „Also bedarf es einer Priorisierung, die nicht allein Beamten oder Wissenschaftlern überlassen werden darf.“ Um Transparenz und Verteilungsgerechtigkeit zu schaffen, solle der Bundestag ethische Leitlinien festlegen. „Nur die Abgeordneten verfügen hier über die demokratische Legitimation.“ Das Parlament sollte dafür sorgen, dass Pflegebedürftige, ihre Angehörigen sowie pflegerisches und medizinisches Personal eine Priorität erhielten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits darauf verwiesen, dass die Impfkommission Vorschläge erarbeite, bei denen einiges schon absehbar sei. «Zunächst werden diejenigen geimpft, die beruflich bedingt einem Risiko ausgesetzt sind – Pflegende, Ärztinnen und Ärzte. Und dann kommen Risikogruppen wie Hochbetagte oder Menschen mit Vorerkrankungen», sagte er Focus Online (Freitag). Er sei optimistisch, dass nach einigen Monaten genügend für alle vorhanden sein könnte - wenn es dann einen Impfstoff gebe. Spahn bekräftigte: „Es wird keine verpflichtende Impfung geben.“

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12. September 2020: Respektvolle Debattenkultur angemahnt

Hannover (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Corona-Krise eine respektvolle Debattenkultur angemahnt. Zudem forderte er Kritiker auf, sich nicht in ihre WhatsApp- oder Facebook-Blase zurückzuziehen. Kontroverse Diskussionen seien nötig, die Frage aber sei, wie diese Debatten geführt werden, sagte Spahn am Freitag bei einem Gesundheitsforum in Hannover. Wichtig sei, einen gemeinsamen Nenner zu finden, in der Sache zu streiten und aufeinander acht zu geben. Den Ton der Debatte sollten nicht Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen wie in Berlin vorgeben. „In der Pandemie wünsche ich mir auch, dass wir Deutschen wahrnehmen, was wir zusammen erreicht haben“, sagte Spahn. Dass Deutschland im Vergleich zu Nachbarländern in der Pandemie vergleichbar gut dastehe, sei auch dem Gesundheitssystem zu verdanken und dem Einsatz der Bürgerinnen und Bürger. Es müsse auch ein Stolz für das Erreichte entwickelt werden und am Zusammenhalt festgehalten werden.

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11.09.2020:

11. September 2020: Keimfreie Rolltreppen

München (dpa) - Die Stadtwerke München und die Münchner Verkehrsgesellschaft testen keimfreie Rolltreppen. Sechs Rolltreppen im U-Bahnhof Marienplatz werden derzeit mit einer speziellen UV-Desinfektion ausgestattet. Das Ganze funktioniert so: Im  verschlossenen Bereich werden die Handläufe mit UV-Licht bestrahlt. Das soll innerhalb von Sekunden die Mikroorganismen zerstören.

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10. September 2020: Pauschale Reisewarnung endet

Berlin (dpa) - Die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des Schengen-Raums wird am 30. September enden. Danach soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen für Pauschalreisen kostenlos zu stornieren.

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9. September 2020: Gastgewerbe im Krisenmodus

Berlin (dpa) - Allein zwischen März und Juni dieses Jahres verzeichnete das Gastgewerbe im Vergleich zu Vorjahr beim Umsatz Einbußen in Höhe von 17,6 Milliarden Euro, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Dienstag in Berlin  mitteilte. «Unsere Betriebe waren die ersten, die von den Folgen des Coronavirus betroffen waren und wir werden in all unseren Betriebsformen auch diejenigen sein, die zuletzt wieder ans Netz gehen dürfen», sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Er hoffe aber auf unbürokratische  Lösungen. «Wichtig wird sein, dass die Kommunen weiterhin großzügig sind bei der Genehmigung von Außenflächen oder von Windschutz, Wintergärten oder Pavillons sowie im Umgang mit Wärmestrahlern, um die Außengastronomiesaison zu verlängern.»

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8. Septeber 2020:

8. September 2020: Merkel berät über Zukunft der Autoindustrie

Berlin (dpa) - Mitten in der Corona-Krise berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Autoindustrie über die schwierige Lage der deutschen Schlüsselbranche und zentrale Zukunftsfragen. Schwerpunkte einer Videokonferenz am Abend sollen strategische Fragen sein wie Digitalisierung, Vernetzung und autonomes Fahren. Allerdings belastet die Corona-Krise die Autoindustrie, die Nachfrage ist zurückgegangen. Viele Firmen, vor allem Zulieferer, kämpfen mit großen Problemen. Deswegen sind vor den Beratungen Forderungen nach einer stärkeren Unterstützung aufgekommen. Die Autoindustrie beschäftigt direkt mehr als 800 000 Menschen in Deutschland.

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7. September 2020:

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7. September 2020: Auszahlung des Corona-Kinderbonus startet 

Berlin (dpa) - Von diesem Montag an erhalten die Eltern von rund 18 Millionen Kindern in Deutschland 300 Euro extra pro Kind. Das Geld muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird es automatisch. Voraussetzung: Ein Kind muss mindestens einen Monat im Jahr 2020 Kindergeld bezogen haben. Fast zwei von drei Empfängern wollen den einmaligen Kinderbonus ganz oder teilweise direkt wieder ausgeben. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

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6. September 2020:

6. September 2020: Bundesregierung hilft Textilindustrie in Entwicklungsländern

Berlin (dpa) - Als Teil eines weltweiten Corona-Sofortprogramms hat Entwicklungsminister Gerd Müller Hilfen für die Textilindustrie in sieben besonders betroffenen Ländern angekündigt. Bangladesch, Indonesien, Kambodscha, Laos, Vietnam, Äthiopien und Madagaskar sollen 14,5 Millionen Euro zur Stabilisierung des Sektors erhalten. Damit werde rund 2 Millionen Menschen geholfen, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). «Globale Lieferketten sind zusammengebrochen. Millionen Menschen haben über Nacht ihre Arbeit verloren», sagte Müller zur Begründung.

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5. September 2020: 5000 neue Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Berlin (dpa) - Bund und Länder wollen als Konsequenz aus der anhaltenden Corona-Pandemie bis Ende 2022 mindestens 5000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen. In einem ersten Schritt solle es bis zum 31. Dezember 2021 mindestens 1500 Stellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal und Verwaltungsmitarbeiter geben. Neben den neuen Stellen geht es um eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter und -behörden. Die 375 Gesundheitsämter in Deutschland spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle.

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4. September 2020: Verkürzung der Quarantänezeit?

Berlin (dpa) - Gesundheitspolitiker aus mehreren Fraktionen haben sich dafür ausgesprochen, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen. «Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen», sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der «Welt». «Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der Test noch ein positives Ergebnis ausweist.» Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte für eine Verkürzung plädiert, um die Akzeptanz der Maßnahmen in der Gesellschaft zu erhalten. Menschen mit Verdacht auf eine Infektion sollten sich nur noch fünf statt 14 Tage isolieren müssen. Mit diesem Vorschlag gehe er «bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie», sagte er am Dienstag in seinem NDR-Podcast.

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3. September 2020: Experten erwarten 100.000 Privatpleiten

Hamburg (dpa) - Die privaten Insolvenzen werden nach den Erwartungen des Informationsdienstleisters Crifbürgel in den nächsten Monaten deutlich zunehmen. Bereits jetzt gelten rund 6,8 Millionen Verbraucher in Deutschland als überschuldet. Hinzu kommen Soloselbstständige und Honorarkräfte aus unterschiedlichsten Branchen, die von einem Tag auf den anderen ihr komplettes Einkommen verloren haben und unerwartet in eine finanzielle Schieflage geraten sind. Crifbürgel geht im laufenden Jahr von 85.000 und im nächsten Jahr von 100.000 privaten Insolvenzen aus.

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2. September 2020: Hoffnung für Millionen Covid-Infizierte

Biochemiker und Virologen von Goethe-Universität und Universitätsklinikum Frankfurt haben erstmals ein Gesamtbild der Kommunikation einer Zelle erstellt, die von SARS-CoV-2-Viren befallen ist. Dabei gelang es den Wissenschaftlern in Zellkultur-Experimenten, die Virusvermehrung mit einer Reihe klinisch erprobter Krebs-Medikamenten zu stoppen. Es sind zwar weitere Tests mit Menschen erforderlich. Der Vorteil ist aber, dass zugelassene Medikamente einen großen Entwicklungsvorsprung haben, so dass man auf Grundlage der Ergebnisse und weniger weiterer Experimente sehr schnell mit klinischen Studien beginnen könnte.

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1. September 2020: Zeichen der Entspannung am Arbeitsmarkt

Nürnberg (dpa) - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August erneut gestiegen - allerdings wie im Vormonat in saisonüblicher Höhe. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2,95 Millionen Menschen ohne Job, 45.000 mehr als im Juli und 636.000 mehr als vor einem Jahr. Wie schon im Juli habe es keinen zusätzlichen coronabedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegeben, sagte der Vorstandschef der Bundesagentur, Detlef Scheele, am Dienstag in Nürnberg. In Kurzarbeit waren im Juni nach vorläufigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 5,36 Millionen Menschen in Deutschland. Inzwischen geht nach dem massiven Anstieg im März und April die Zahl der Beschäftigten weiter zurück, für die Unternehmen Kurzarbeit anmelden.

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31. August 2020: Corona-Warn-App mit 18 Millionen Downloads

Die Anzahl der App-Downloads in den zwei größten App-Stores wird im laufenden Jahr voraussichtlich 2,75 Milliarden betragen, ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das berichtet der Digitalverband Bitkom. „Die wichtigste App des Jahres 2020 ist mit inzwischen fast 18 Millionen Downloads die Corona Warn-App“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

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30. August 2020: Steinmeier: „Angriff auf das Herz unserer Demokratie“

Berlin (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verurteilte aufs Schärfste, dass Demonstranten am Samstagnachmittag auf den Stufen des Reichstagsgebäudes, dem Sitz des Deutschen Bundestages, protestiert hatten, nachdem sie Sicherheitsbarrieren niedergerissen hatten. «Reichsflaggen und rechtsextreme Pöbeleien vor dem Deutschen Bundestag sind ein unerträglicher Angriff auf das Herz unserer Demokratie. Das werden wir niemals hinnehmen», erklärte Steinmeier am Sonntag.

«Unsere Demokratie lebt», betonte Steinmeier. Wer sich über die Corona-Maßnahmen ärgere oder ihre Notwendigkeit anzweifele, könne das tun, auch öffentlich, auch in Demonstrationen. «Mein Verständnis endet da, wo Demonstranten sich vor den Karren von Demokratiefeinden und politischen Hetzern spannen lassen.» Steinmeier dankte den Polizistinnen und Polizisten, «die in schwieriger Lage äußerst besonnen gehandelt haben».

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29. August 2020: Proteste gegen Corona-Politik – Polizei löst Demo in Berlin auf

Berlin (dpa) - Aus Protest gegen die Auflagen zum Schutz vor der Corona-Pandemie haben sich in Berlin laut Polizei rund 18.000 Menschen versammelt. Die Polizei ließ einen geplanten Demonstrationszug durchs Stadtzentrum am Samstagmittag aber nicht starten, weil die Mindestabstände zum Infektionsschutz nicht eingehalten wurden und die Demonstranten überwiegend keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen.

Eigentlich wollten die Berliner Behörden die Versammlungen verbieten, sie unterlagen jedoch vor Gerichten. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin gegen die Verbotsverfügung der Polizei wurde in der Nacht zum Samstag bekannt.

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28. August 2020: Bundesliga bis Ende Oktober in leeren Arenen

Berlin (dpa) - Die Fußball-Bundesliga wird bis mindestens Ende Oktober vor weitgehend leeren Zuschauerrängen spielen müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich am Donnerstag darauf, dass eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien in den kommenden beiden Monaten einen Vorschlag für den Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten soll. Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.

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27. August 2020: Bußgeld für Verstoß gegen Maskenpflicht: mindestens 50 Euro

Berlin (dpa) - Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht etwa in Bussen, Bahnen und Geschäften wird in Deutschland künftig ein Bußgeld von mindestens 50 Euro fällig. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten von 15 der 16 Bundesländer verständigt. Sachsen-Anhalt wird die Regelung allerding als einziges Bundesland nicht mittragen.

Zudem sollen Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr beenden können. Diskutiert wird auch, ob die Tests kostenfrei bleiben sollen.

Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden. Eine Länder-Arbeitsgruppe soll bis Ende Oktober Regelungen für einen einheitlichen Umgang mit Publikum bei bundesweiten Sportveranstaltungen vorschlagen.

Digitalisierung in Schulen soll voran getrieben werden. Der Bund will die Länder mit einem Sofortprogramm von weiteren 500 Millionen Euro unterstützen.

Vom Bund vorgeschlagene einheitliche Obergrenzen für Teilnehmer an privaten Feiern haben Bund und Länder nicht vereinbart.

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RKI erwartet Impfstoff gegen Coronavirus bis Anfang 2021

Berlin (dpa) - Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnet damit, dass es zum Beginn des kommenden Jahres einen oder mehrere Impfstoffe gegen das neue Coronavirus gibt. Es sei allerdings damit zu rechnen, dass nicht von Anfang an genügend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen werde. Deshalb solle die Ständige Impfkommission ein Konzept erarbeiten, wie die Bestände mit dem bestmöglichen Nutzen eingesetzt werden könnten.

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26. August 2020: Immobilienpreise steigen trotz Corona-Krise

Wiesbaden (dpa) - Wohnungen und Häuser in Deutschland haben sich trotz der Corona-Krise weiter verteuert. Im zweiten Quartal stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Schnitt um 1,4 Prozent gemessen am ersten Jahresviertel, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Zum Vorjahreszeitraum stand ein Plus von 5,6 Prozent. Damit bewegten sich die Zuwächse im Bereich der vorhergehenden Quartale, erklärten die Wiesbadener Statistiker. Offenbar haben die immensen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dem Immobilienboom bislang kaum etwas anhaben könne. Vor allem in Großstädten, aber auch auf dem Land gab es kräftige Aufschläge.

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25. August 2020: Corona-Krise reißt Löcher in Staatskasse

Wiesbaden (dpa) - Die Corona-Krise hat ein tiefes Loch in die deutschen Staatsfinanzen gerissen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen gaben im ersten Halbjahr 51,6 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im März und April hatten in Folge der Pandemie Teile der deutschen Wirtschaft faktisch stillgestanden.

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24. August 2020: Mediziner starten Experiment zu Großveranstaltungen

Leipzig/Halle (dpa) - Mit einem aufwendigen Check-in hat die Universitätsmedizin Halle am Samstag ein Konzertexperiment zu Großveranstaltungen in der Corona-Pandemie begonnen. Bei allen freiwilligen Teilnehmern wurde vor dem Betreten der Arena Leipzig Fieber gemessen. Die Menschen wurden zudem mit sogenannten Contact Tracern ausgestattet, mit denen ihre Laufwege nachvollzogen werden sollten. Popstar Tim Bendzko („Keine Maschine“) spielte vor 1500 Probanden drei Konzerte in verschiedenen Szenarien.

Mit dem Experiment wollen die Forscher herausfinden, wie Großveranstaltungen trotz Corona möglich sein können. Ziel der Datensammlung ist ein mathematisches Modell, mit dem sich das Risiko eines Corona-Ausbruchs in einer Veranstaltungshalle abschätzen lässt. Ergebnisse sollen laut Studienleitung im Herbst vorliegen.

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23. August 2020: Chef der Wirtschaftsweisen: Zweiter Lockdown wäre Katastrophe

Berlin (dpa) - Ein zweiter Lockdown in der Corona-Krise wäre aus Sicht des Chefs der «Wirtschaftsweisen», Lars Feld, katastrophal für die Wirtschaft. Feld sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wenn sich eine Beschleunigung zeigen sollte und die Infektionen weiter um sich greifen, dann droht ein zweiter Lockdown. Das wäre wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe. Es besteht dann die Gefahr einer dauerhaften Abschwächung des Wachstums.» Feld ist Professor für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Universität Freiburg und seit März 2020 Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Experten werden umgangssprachlich auch als «Wirtschaftsweise» bezeichnet.

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22. August 2020: 2000 Neuinfektionen überschritten

Berlin (dpa) - Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat die Schwelle von 2.000 überschritten und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 2.034 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Datenstand 22. August, 0 Uhr), wie es am Samstagmorgen vom Robert Koch-Institut (RKI) hieß. Höher lag der Wert zuletzt am 25. April mit 2055 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.

Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg bei den Fallzahlen nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens stieg. Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt. Bundesweit gebe es eine große Anzahl kleinerer Ausbruchsgeschehen, die beispielsweise mit größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis in Verbindung stehen, heißt es im Lagebericht von Freitag (21. August). Hinzu komme, dass Corona-Fälle zu einem großen Anteil unter Reiserückkehrern, insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, identifiziert werden.

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21. August 2020: Studie: Homeoffice schützt das  Klima

Berlin (dpa) - Telefon und Videokonferenz statt tägliche Autofahrten ins Büro: Wenn mehr Menschen öfter im Homeoffice arbeiten, spart das einer Greenpeace-Studie zufolge ordentlich Treibhausgase. Der CO2-Ausstoß im Verkehr könnte um 5,4 Millionen Tonnen pro Jahr sinken, wenn zwei von fünf Arbeitnehmern an zwei Tagen pro Woche von zu Hause aus arbeiten, ergab eine Studie des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) im Auftrag der Umweltschutz-Organisation. Zum Vergleich: Im gesamten Verkehrsbereich in Deutschland entstanden im vergangenen Jahr 166 Millionen Tonnen CO2. In der Studie geht es nur um den täglichen Pendelverkehr, nicht die Treibhausgase, die zusätzlich bei Dienstreisen entstehen.

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20. August 2020: Steuereinnahmen erholen sich nach Corona-Einbruch

Berlin (dpa) - Nach dem coronabedingten starken Einbruch haben sich die Steuereinnahmen des Staates im Juli wieder etwas erholt. Sie lagen nur noch 0,3 Prozent unter den Werten von Juli 2019, berichtete das Finanzministerium. Grund sei unter anderem, dass viele im Frühjahr gestundete Steuerzahlungen nun fällig wurden. Die Corona-Krise belaste das Steueraufkommen aber weiterhin. So sei die Lohnsteuer unter anderem durch Kurzarbeit erheblich zurückgegangen. Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung mit einem Steuerminus von fast zehn Prozent. Nicht enthalten in der Rechnung sind reine Gemeindesteuern. Zuletzt habe es vorsichtige Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung gegeben, heißt es. Die Industrieproduktion ziehe an, auch im Außenhandel laufe es wieder besser. Der Arbeitsmarkt erhole sich trotz hoher Kurzarbeits-Zahlen ebenfalls.

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19. August 2020: Neuinfektionen – Höchster Wert seit Mai

München/Berlin (dpa) - Das Robert Koch-Institut hat die höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit mehr als drei Monaten registriert. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 1510 neue Corona-Infektionen. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen hervor. Höher lag die Zahl zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen lag Anfang April bei mehr als 6000, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl wieder an.

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18. August 2020: Kurzarbeit hat sich in Pandemie bewährt

Wiesbaden (dpa) - Die Corona-Krise hat dank der Kurzarbeit bislang vergleichsweise geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Deutschland gehabt. Zwar waren im zweiten Quartal in Deutschland laut Statistischem Bundesamt noch 44,7 Millionen Menschen erwerbstätig, das waren 1,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Bruttoinlandsprodukt ist im selben Zeitraum jedoch viel stärker eingebrochen: um 11,7 Prozent. Weit stärker als die Erwerbstätigenzahl sank auch die insgesamt geleistete Arbeitszeit. Sie verringerte sich laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vor allem wegen der intensiv genutzten Kurzarbeit um 10,0 Prozent.

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17. August 2020: Hohe Dunkelziffer bei Infektionen

Kupferzell (dpa) - Bei einer Antikörperstudie zum Corona-Hotspot im süddeutschen Kupferzell hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine hohe Dunkelziffer nicht über Tests erfasster Infektionen ermittelt. Danach gab es in der 6000-Einwohner-Gemeinde fast vier Mal (3,9) so viele Infizierte wie bisher bekannt waren, so Forscher des RKI. Bei 7,7 Prozent der 2203 getesteten Erwachsenen seien Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Selbst ein solcher im Bundesvergleich relativ hoher Wert reiche aber nicht aus, um eine befürchtete „zweite Welle“ zu verhindern, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade. In seiner Studie „Corona Monitoring lokal“ untersucht das RKI neben Kupferzell auch das Infektionsgeschehen an drei weiteren Hotspots. Insgesamt sollen die Daten von 8000 Menschen erhoben werden.

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16. August 2020: Merkel: Notlagen in der Welt können sich verschärfen

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor der Verschärfung humanitärer Notlagen in der Welt gewarnt. «Wir müssen davon ausgehen, dass sowohl die Pandemie als auch der Klimawandel die Situation für viele Menschen in der Welt verändern wird», sagte die Kanzlerin in ihrer am Samstag veröffentlichen wöchentlichen Videobotschaft. Deshalb sei es umso wichtiger, als Land schnell humanitäre Hilfe bereitzustellen. Als Beispiel nannte sie  den Einsatz der Bundeswehr und der Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks im Libanon. Mit Blick auf den Welttag der humanitären Hilfe am Mittwoch (19. August) betonte Merkel aber auch, wie wichtig es sei, den Schutz der Helferinnen und Helfer vor Ort sicherzustellen.

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15. August 2020: Überschüssige Masken für andere Länder 

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will derzeit in Deutschland nicht benötigte Corona-Schutzmasken an andere Staaten abgeben. Geplant ist, dafür der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte. Die aktuelle Pandemie-Situation hierzulande ermögliche es, einen Teil der derzeit überschüssigen Masken in eine nationale Reserve zu geben - und einen geringen Teil Ländern zur Verfügung zu stellen, die wegen ihrer Corona-Situation gerade dringend Masken benötigten. Dies sei auch ein Akt der Solidarität.

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14. August 2020: Bayern meldet fast 1400 positive Reisende

Von den insgesamt 107.376 Corona-Tests, die bisher an den bayerischen Teststationen von Reiserückkehrern gemacht wurden, waren 1389 positiv. Das hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) dem BR mitgeteilt. Allerdings hatte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwochnachmittag einräumen müssen, dass zahlreiche Getestete noch nicht über das Ergebnis informiert worden waren. Demnach seien Zehntausende der Befunde noch nicht übermittelt worden, auch etwa 900 Corona-positive. Diese sollten im Laufe des Donnerstags nun alle informiert werden.

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13. August 2020: Schulgipfel im Kanzleramt

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und mehrere Kultusminister aus den Ländern beraten an diesem Donnerstag im Kanzleramt über die Lage an den Schulen unter Corona-Bedingungen. Bei dem Gespräch am späten Nachmittag gehe es um einen «informellen Austausch» zu den Herausforderungen, vor denen die Schulen in Zeiten der Pandemie stünden, hatte Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt. Diskutiert wurde in den vergangenen Tagen vor allem über die Frage, wie streng die Hygieneregeln an den Schulen sein sollten, um viele Ansteckungen und erneute Schließungen zu vermeiden.

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12. August 2020: Besorgniserregend: Meiste Neuinfektionen seit Mai.

Berlin (dpa) - Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfek.tionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen. «Das ist ohne Zweifel besorgniserregend», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Deutschlandfunk. «Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben.»

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11. August 2020: Im Gastgewerbe sehen 60 Prozent ihre Existenz bedroht

Berlin (dpa) - Etwa 60 Prozent der Betreiber von Gaststätten und Hotels in Deutschland sehen die Corona-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter 7200 Gastronomen und Hoteliers. Demnach gaben 59,6 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sie kämpften wegen der Folgen der Seuche ums wirtschaftliche Überleben. Für den Zeitraum Januar bis Juli nannten die Befragten im Durchschnitt einen Umsatzverlust von 60,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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10. August 2020: Paul-Ehrlich-Institut: Corona-Impfungen ab Jahresende

Berlin (dpa) - Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zeigt sich mit Blick auf die Suche nach einem Corona-Impfstoff weiter zuversichtlich. «Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv», sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt.

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09. August 2020: Ärzteverband warnt vor wachsender Nachlässigkeit

Berlin (dpa) - Der Ärzteverband Marburger Bund warnt vor wachsender Nachlässigkeit in der Corona-Pandemie in Deutschland. Mediziner sehen mit Sorge, dass sich zu viele Menschen inzwischen riskant verhalten. „Wir sehen schon einen kontinuierlichen Anstieg der Infektionszahlen – er ist flach, aber er ist da», sagte die Vorsitzende Susanne Johna. Gleichzeitig scheine die Bereitschaft zum Einhalten der Schutzregeln bei einem kleineren Teil der Bevölkerung abzunehmen. «Man muss also von einem Trend sprechen, der uns klarmacht, dass es so nicht weitergehen kann.» Abstand, Hygiene und die Maskenpflicht müssten wieder konsequenter eingehalten werden. Vielleicht müsse man manche Menschen auch wieder damit konfrontieren, dass die Covid-19-Erkrankung weiter gefährlich sei.

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08. August 2020: Start für Corona-Testpflicht

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in Deutschland seit heute eine Testpflicht für alle Urlauber, die aus Ländern mit vielen Infizierten zurückkommen. Wer kein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Ankunft in Deutschland testen lassen.  Dies ist bis zu drei Tage nach der Einreise kostenlos möglich, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn festlegt. Die Tests sollen direkt an Flughäfen zu machen sein oder später in anderen Testzentren und Praxen. Freiwillig können sich schon seit vergangenem Samstag alle Urlauber kostenlos testen lassen.

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07. August 2020: Rekordplus beim Export

Wiesbaden (dpa) – Die deutsche Wirtschaft erholt sich von der Corona-Krise. Im Juni stiegen die Exporte kräftig um 14,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das war der stärkste Anstieg im Vormonatsvergleich seit Beginn der Zeitreihe 1990. Für das Gesamtjahr rechnen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) allerdings mit einem Rückgang der Ausfuhren um 15 Prozent.

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06. August 2020: Konzept steht, aber Fan-Rückkehr bleibt ungewiss

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga hat ihre Hausaufgaben gemacht, auch die Bundesregierung verteilte vorsichtiges Lob. Doch die Rückkehr der Fans in die Stadien bleibt ein Streitthema mit vielen Beteiligten und ungewissem Ausgang. Es komme «entscheidend darauf an», wie die am Dienstag von den 36 Clubs verabschiedeten Regelungen gemeinsam mit den Behörden vor Ort umgesetzt werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Die DFL-Mitgliederversammlung hatte mehrheitlich, aber nicht einstimmig für den Fall der Fan-Rückkehr ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis zum 31. Oktober beschlossen. Bis zum Jahresende sollen zudem keine Gästetickets verteilt werden und Maßnahmen getroffen werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten möglich macht. Am ehesten scheint das über personalisierte Tickets zu realisieren sein.

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05. August 2020: Coronakrise halbiert bei Kindern die Zeit für die Schule

München, 5. August 2020 - Die Zeit, in der sich Kinder täglich mit der Schule beschäftigt haben, hat sich während der Corona-Zeit halbiert. Sie sank von 7,4 auf 3,6 Stunden pro Tag. Das geht aus einer ifo-Umfrage unter 1099 Eltern in Deutschland hervor, die im Juni durchgeführt wurde. Demnach haben 38 Prozent der Schülerinnen und Schüler höchstens zwei Stunden am Tag gelernt, 74 Prozent höchstens vier Stunden. Gleichzeitig ist die Zeit mit Fernsehen, Computerspielen und dem Handy von 4,0 auf 5,2 Stunden gestiegen. „Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass wir unter Beachtung der Schutzmaßnahmen wieder zum normalen Schulunterricht zurückkehren. Wo Schließungen unvermeidlich sind, sollten die Schulen direkt auf Online-Unterricht umstellen“, sagt Ludger Wößmann, der Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik.

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4. August 2020: Corona-Warn-App kommt in fünf weiteren Sprachen

Berlin (dpa) - Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. „Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung“, sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär. Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden.

Zu den bisherigen technischen Problemen sagte die Politikerin, bei so großen IT-Projekten werde es immer Nachbesserungen geben müssen. Es habe Beeinträchtigungen bei der Hintergrundaktualisierung der App gegeben. Deshalb empfehlen wir, die App einmal täglich zu öffnen." Dadurch werde sichergestellt, dass alle Warnmeldungen angezeigt würden.

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3. August 2020: Bund hilft Künstlern und erweitert Kunstsammlung

Berlin (dpa) - Der Bund erweitert seine Kunstsammlung, um Künstlern in der Corona-Krise zu helfen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, dafür sei der diesjährige Ankaufsetat der Sammlung zeitgenössischer Kunst innerhalb des Programms Neustart Kultur um 2,5 Millionen auf drei Millionen Euro erhöht worden. „Mit der kurzfristigen Erhöhung des Ankaufbudgets ermöglichen wir über die Kunstsammlung des Bundes einen raschen und wirkungsvollen Impuls zur Belebung der Kunstproduktion in der aktuell schwierigen Situation“, sagte sie.

Mit dem Geld sollen den Angaben zufolge noch in diesem Jahr etwa 150 Kunstwerke für die Sammlung gekauft werden. Eine unabhängige Ankaufkommission solle sowohl auf Kunstmessen als auch bei Künstlern direkt und in Galerien entsprechende Werke aussuchen. Von der breiten Streuung der Ankäufe sollten vor allem kleinere Galerien profitieren und durch den Direkterwerb in Ateliers Künstler „ermutigt und unterstützt werden“.

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2. August 2020: Minister Altmaier für Härte bei Corona-Verstößen

Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plädiert für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. „Wer andere absichtlich gefährdet, muss damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen hat“, sagte der CDU-Politiker. „Wir dürfen den gerade beginnenden Aufschwung nicht dadurch gefährden, dass wir einen erneuten Anstieg der Infektionen hinnehmen.“ Trotz steigender Infektionszahlen demonstrierten am Samstag in Berlin bis zu 20.000 Menschen für ein Ende aller Corona-Auflagen. Bereits während der Kundgebungen wurden die Hygiene-Regeln nicht eingehalten, deswegen wurden sie von der Polizei beendet. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn übte scharfe Kritik an dem Berliner Protestzug. „Ja, Demonstrationen müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. Aber nicht so“, schrieb der CDU-Politiker auf Twitter. Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken dienten dem Schutz aller.

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1. August 2020: Start für kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrende

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus über die Sommerreisezeit laufen auf breiter Front freiwillige Tests bei Urlaubsrückkehrern an. Seit Samstagmorgen können sich alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief dazu auf, die neuen Testmöglichkeiten zu nutzen. „Wer von einer Reise zurückkommt, sollte sich testen lassen – freiwillig und kostenlos.“

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31. Juli 2020: Handel bittet um mehr Disziplin

Berlin/Wiesbaden (dpa) - Angesichts wieder steigender Infektionen hat der deutsche Einzelhandel Verbraucher aufgefordert, die Corona-Regeln wieder disziplinierter einzuhalten. Bei einem zweiten Lockdown seien viele Handelsunternehmen nicht mehr zu retten, warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser. Die Corona-Krise werde den Handelsunternehmen abseits des Lebensmittelhandels voraussichtlich Umsatzeinbußen von 40 Milliarden Euro bescheren, fürchtet der HDE. Dies könne 50.000 Handelsstandorte in Deutschland die Existenz kosten, sagte Sanktjohanser.

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30. Juli 2020: Deutsche Konjunktur bricht dramatisch ein

Wiesbaden (dpa) - Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im zweiten Quartal in Folge der Corona-Krise erheblich eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte gegenüber dem Vorquartal um 10,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte.

Dagegen stieg die Zahl der Arbeitslosen von Juni auf Juli nur in saisonüblicher Höhe. Im Juli waren 2,91 Millionen Menschen ohne Job, 57.000 mehr als im Juni. Und die Zahl der Menschen in Kurzarbeit ging deutlich zurück. Im Mai hatte sie noch bei 6,7 Millionen gelegen, die höchste jemals ermittelte Zahl in der Bundesrepublik.

 

29. Juli 2020: Corona-Infektionszahlen wieder gestiegen

Berlin (dpa) - Nach einem Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) die Bevölkerung zum Einhalten der Verhaltensregeln aufgefordert. In den vergangenen sieben Tagen gab es deutschlandweit 3.773 neu registrierte Virusinfektionen.

Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, bekräftigte Lothar Wieler, Präsident des RKI. Das RKI ist in Fragen der Pandemie in Deutschland die führende Behörde. Es gelte nun zu verhindern, dass sich das Virus wieder rasant und unkontrolliert ausbreite. „Das schaffen wir nur gemeinsam“, sagte Wieler. Menschen seien nachlässig geworden. Es bestehe die Sorge, dass sich eine Trendumkehr andeuten könne. Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, könne man nicht wissen – aber es könnte sein, betonte Wieler.

Unterdessen haben das Wissenschaftliche Institut der Krankenkasse AOK (Wido), die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und die Technischen Universität Berlin Ergebnisse einer Studie zur Sterblichkeit der Corona-Patienten in Deutschland veröffentlicht. Demnach hat gut ein Fünftel der Corona-Patienten, die im Frühjahr in deutschen Kliniken aufgenommen wurden, nicht überlebt. Besonders hoch war die Sterblichkeit mit 53 Prozent bei Patienten, die beatmet wurden. Von den Krankenhauspatienten, die nicht beamtet wurden, starben 16 Prozent.

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28. Juli 2020: Pflichttests für Reisende aus Risikogebieten

Berlin (dpa) - Urlauber, die aus Corona-Risikogebieten nach Deutschland einreisen, müssen sich künftig nach ihrer Rückkehr auf das Virus testen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte eine entsprechende Testpflicht an, die voraussichtlich kommende Woche in Kraft treten soll. Die Tests sollen für alle kostenfrei sein. Welche Staaten als Risikogebiete  gelten, legt die Bundesregierung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Liste fest.

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27. Juli 2020: Corona-Krise treibt Digitalisierung voran

Gütersloh (dpa) - Die Corona-Krise treibt nach Einschätzung von IT-Experten die Digitalisierung voran. Ein Großteil der Experten (85 Prozent) sieht einen langfristigen Trend zu Video-Konferenzen sowie zu Homeoffice (84). Das ist das Ergebnis einer Befragung der Bertelsmann Stiftung aus Gütersloh in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München. Dazu wurden im April 211 Experten für Digitalisierung, Technologie und Künstliche Intelligenz aus mehreren Branchen online befragt.

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26. Juli 2020: Konjunktur auf Erholungskurs

Nürnberg (dpa) - Die Konjunktur in Deutschland ist nach Auffassung von Volkswirten führender Finanzinstitute nach dem Corona-Einbruch auf Erholungskurs. «Die Frühindikatoren stimmen optimistisch», sagte Marc Schattenberg von der Deutschen Bank in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das zweite Quartal, in das der Höhepunkt der Corona-Krise fiel, sei überraschend robust verlaufen.

Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe sagte mit Blick auf jüngste Indikatoren: «Die Rezession ist vorbei.» Die deutsche Wirtschaft liege nicht mehr auf der Intensivstation. Die Lage bleibe aber kritisch, Rückschläge seien nicht auszuschließen.

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25. Juli 2020: Corona-Tests für alle Urlauber

Berlin (dpa) - Alle Reisenden sollen sich nach ihrer Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das soll an Flughäfen und Seehäfen geschehen, aber auch in ihren Heimatorten. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gesundheitsminister von Bund und Bundesländern am Freitag bei einer Schaltkonferenz.

Menschen, die aus Staaten mit hohem Infektionsrisiko nach Deutschland zurückkommen, sogenannten Risikogebieten, sollen sich dort testen lassen. Wer keinen negativen Test hat, muss - wie bisher schon - für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind in den vergangenen Tagen gestiegen. Zuletzt meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 781 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

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24. Juli 2020: Maske und Abstand werden zur Gewohnheit

Köln (dpa) - Für die überwiegende Mehrheit der Wahlberechtigten sind Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mittlerweile zur Gewohnheit geworden. Knapp 80 Prozent der Befragten gaben im «Deutschlandtrend» im ARD-«Morgenmagazin» an, sich an das Abstand halten und das Tragen einer Maske gewöhnt zu haben. 19 Prozent sagten demnach aus, dass ihnen dies noch schwer falle. Zwei Prozent der Befragten meinten, die Maßnahmen beträfen sie nicht oder sie hielten sie nicht ein.

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23. Juli 2020: Deutsche shoppen wieder mehr

Nürnberg (dpa) - Seit dem 1. Juli gilt in Deutschland eine niedrigere Mehrwertsteuer. Der reguläre Satz sank von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte von 7 auf 5. Das Ziel: Den Konsum zu stärken und der Konjunktur in der Corona-Pandemie neuen Schub zu geben. Die Absenkung der Mehrwertsteuer hat nach Auffassung der Konsumforscher des Nürnberger Unternehmens GfK zufolge erhebliche Kaufanreize zur Folge. «Die Anschaffungsneigung ist sehr stark angestiegen», sagte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl bei der Vorstellung der Konsumklima-Studie für den Monat Juli. Die Verbraucher beabsichtigen offenbar, geplante größere Anschaffungen vorzuziehen, was dem Konsum in diesem Jahr hilft», sagte Bürkl.

Neben dem Konsumklima scheint zudem die Einkommenserwartung der Deutschen wieder besser zu werden – auch wenn die Erwartungen noch deutlich hinter dem Vorjahr zurückfallen. Nach Einschätzung der GfK hat dies auch mit der erwarteten Auszahlung eines Kinderbonus zu tun. Insgesamt hätten die staatlichen Hilfen eine enorme abfedernde Wirkung. Auch den kürzlich erreichten Kompromiss auf EU-Ebene wertete Bürkl als starkes Zeichen dafür, dass die öffentliche Hand zur Hilfe bereit ist.

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22. Juli 2020: Erholung am Arbeitsmarkt bis 2022

Nürnberg (dpa) - Der deutsche Arbeitsmarkt wird bis zu drei Jahre brauchen, um sich von der Corona-Krise zu erholen. «Bis wir wieder auf Normalmaß sind, das wird sicherlich bis 2022 oder 2023 dauern», sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, Detlef Scheele, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Aber wir glauben, dass das wieder gelingen kann.» Aktuell sind in Deutschland 2,85 Millionen Menschen ohne Job, fast 640 000 davon als Folge der Pandemie.

Die jetzige Krise sei virusbedingt und kaum konjunkturell oder strukturell verursacht. Deswegen sei es möglich, dass eine Erholung eintrete, wenn grundlegende Faktoren sich in die richtige Richtung bewegten. «Zur Zeit gehen wir von einem Abschwung aus, der vorrangig durch die Auswirkungen der Pandemie begründet ist. Der Arbeitsmarkt war ja in guter Verfassung», sagte Scheele.

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21. Juli 2020: Neue deutsch-chinesische Studie zu Antikörpern

Essen/Wuhan (dpa) - Corona-Patienten haben einer Studie zufolge in vielen Fällen dauerhaft so viele Antikörper, dass eine erneute Infektion mit dem Virus vermutlich abgewehrt werden kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie an 327 Covid-19-Patienten im chinesischen Wuhan, die zu den weltweit ersten infizierten Menschen gehören. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.

An der Studie des deutsch-chinesischen Gemeinschaftslabors in Wuhan waren neben chinesischen Experten auch drei Virologen aus Essen beteiligt. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen in den nächsten Tagen einem Fachmagazin zur Begutachtung vorgelegt werden.

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20. Juli 2020: Mehr Gelder für Corona-Forschung

Berlin (dpa) - Das Bundesforschungsministerium hat die Fördergelder zur Erforschung des Coronavirus erhöht. Die ursprünglich vorgesehenen Mittel von 15 Millionen Euro seien verdreifacht worden, teilte Ministerin Anja Karliczek am Montag in Berlin mit. Mit nun 45 Millionen Euro sollen knapp 90 «herausragende Projekte» gefördert werden. Genannt wurden Untersuchungen zur Wirksamkeit der Behandlung von Covid-19-Patienten mit Blutplasma von Menschen, die eine Infektion bereits überstanden haben, die Erforschung des Einflusses genetischer Faktoren wie der Blutgruppe auf den Schweregrad der Erkrankung sowie Studien zu ethischen, rechtlichen und sozialen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Pandemie.

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19. Juli 2020: Weniger Einnahmen bei der Lkw-Maut

Berlin (dpa) - Die Corona-Krise führt zu weniger Einnahmen für den Staat bei der Lkw-Maut. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte, sank im ersten Halbjahr der Mautumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 148 Millionen Euro auf rund 3,59 Milliarden Euro. Hintergrund ist ein Rückgang der Lkw-Fahrleistung angesichts der Corona-Beschränkungen. LKW ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht fuhren auf mautpflichtigen Straßen etwa 4,5 Prozent weniger Strecke als im Vorjahreszeitraum. Die Lkw-Maut gilt auf Autobahnen und Bundesstraßen. Die Einnahmen werden für diese Bundesfernstraßen verwendet, etwa für Reparaturen.

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17. Juli 2020: Corona-Einschränkungen nur noch eng begrenzt

Berlin (dpa) - Der Deutsche Städtetag hat den Beschluss von Bund und Ländern begrüßt, künftig zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie zu reagieren. «Notwendige Schutzmaßnahmen und vor allem Bewegungseinschränkungen müssen aber zeitlich und räumlich sehr eng begrenzt werden», sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «In jedem Fall bedeuten sie für die Bürgerinnen und Bürger Einschnitte in ihr tägliches Leben und schränken Grundrechte ein. Deshalb ist es gut, wenn wir möglichst ortsgenau, flexibel und wirksam handeln können, um Infektionsketten zu unterbrechen.»

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16. Juli 2020: Beschäftigte in Deutschland mögen Homeoffice

Konstanz (dpa) - Ein Großteil der Beschäftigen in Deutschland wünscht sich laut einer Studie der Universität Konstanz auch über die Corona-Krise hinaus die Möglichkeit zum Arbeiten im Homeoffice. 56 Prozent der Befragten möchten in Zukunft zumindest teilweise von Zuhause aus arbeiten, schreiben die Autoren um den Wirtschaftswissenschaftler Florian Kunze. „Das Wunschmodell ist bei vielen Befragten eine ausbalancierte Mischung aus Homeoffice und Präsenztätigkeit.“ Erste Konsequenzen in diese Richtung hat der Weltkonzern Siemens gezogen. 140.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Hälfte der weltweit Beschäftigten, sollen künftig an zwei bis drei Tagen in der Woche im Homeoffice arbeiten, beschloss der Vorstand. Einen Anspruch auf Homeoffice gibt es aber nicht.

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15. Juli 2020: Steinmeier lädt zur „digitalen Abschlussfeier 2020“ ein

Berlin (dpa) - Als Trostpflaster für die coronabedingt ausgefallenen Partys und Bälle für Schulabgänger lädt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur „digitalen Abschlussfeier 2020“ ein. Auf der Internetseite „www.abschlussfeier-2020.de„ wenden sich Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender sowie mehr als 70 Prominente an die rund 1,9 Millionen Schulabgänger in diesem Jahr, die wegen der Pandemie weitgehend aufs Feiern verzichten mussten. Von diesem Mittwoch an veröffentlichen sie dort Fotos aus der eigenen Schulzeit und kurze Videos mit Ratschlägen für den neuen Lebensabschnitt. „Die Schule liegt jetzt hinter Euch. Seid neugierig auf das, was kommt“, rät Steinmeier den Absolventen und Absolventinnen. Manches werde schwieriger nach Corona. „Aber ich will Euch Mut machen: Euer Wissen, Euer Können, Eure Neugier, Euer Engagement, all das wird gebraucht.“ Unter dem Hashtag „#abschlussfeier2020“ können Jugendliche eigene Beiträge auf sozialen Medien posten.

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14. Juli 2020: Deutscher Impfstoffentwickler schon sehr weit

Mainz (dpa) - Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat der Firma Biontech aus Mainz und dem amerikanischen Konzern Pfizer ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für zwei mögliche Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus genehmigt. Dabei handelt es sich um die am weitesten entwickelten Varianten eines möglichen RNA-Impfstoffs mit Namen «BNT 162b1» und «BNTb2». Für die USA hatten Biontech und Pfizer zuletzt schon erste Ergebnisse zu einem Wirkstoffkandidaten vorgelegt, konkret zu «BNT 162b1». Diese nannten die Unternehmen «ermutigend», auch mehrere Experten hatten von positiven Ergebnissen gesprochen.

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13.Juli 2020: Umfrage: Deutsche befürchten Corona-Ausbreitung durch Urlaubsreisen

Berlin (dpa) - Die Mehrheit der Bürger in Deutschland befürchtet, dass die Urlaubsreisen im Sommer die Zahl der Corona-Infektionen wieder steigen lassen. 69 Prozent glauben, dass die Infektionszahlen in Deutschland sich dadurch deutlich erhöhen werden, wie aus dem am Freitag veröffentlichten aktuellen ZDF-«Politbarometer» hervorgeht. 28 Prozent gaben an, das nicht zu glauben.

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12. Juli 2020: Altmaier nennt Kriterium für Maskenpflicht-Lockerung

Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat ein Kriterium für ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel genannt: den Rückgang der täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf unter 100. „Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird“, sagte der Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken.“ Das Robert-Koch-Institut meldete am Samstag 378 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

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11. Juli 2020: Ausweitung von Corona-Tests zeigt Wirkung

Berlin (dpa) - Die Neuregelungen zur Ausweitung von Corona-Tests zeigen nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Wirkung. „Wir testen viel, wir testen im Zweifel lieber auch zu viel, aber wir testen immer mit System“, so Spahn. Innerhalb von vier Wochen sei die Zahl der Tests bundesweit um mehr als die Hälfte gestiegen. In der vergangenen Woche wurden demnach knapp 500.000 Patienten getestet – rund 175.000 mehr als vor einem Monat. „So konnten Infektionsketten nach lokalen Ausbrüchen des Virus schnell unterbrochen werden.“

Hintergrund ist eine Testverordnung, die am 9. Juni in Kraft getreten ist. Sie ermöglicht eine Ausweitung von Tests auf Kassenkosten auch ohne Krankheitsanzeichen, wenn Gesundheitsämter dies veranlassen. Damit können bei Corona-Fällen Reihentests und vorsorgliche Tests in Kitas, Schulen oder Pflegeheimen gemacht werden. Grundsätzlich getestet werden sollen alle Patienten, die in Kliniken aufgenommen werden. Die Testverordnung wurde laut Bundesgesundheitsministerium etwa auch bei den jüngsten Corona-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben angewendet.

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10. Juli 2020: Steinmeier: Produktion von Schutzausrüstung in Europa verstärken

Lübeck (dpa) - Deutschlands Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier hat sich dafür ausgesprochen, wieder mehr medizinische Schutzausrüstung in Europa zu produzieren. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie störungsanfällig internationale Lieferketten sein könnten, sagte Steinmeier am Donnerstag bei einem Besuch beim Medizintechnikhersteller Dräger in Lübeck. Deutschland könne sich glücklich schätzen, einen Medizintechnikhersteller von Weltruf im eigenen Land zu haben, der auch schnell auf die Pandemie regiert habe, sagte der Bundespräsident. Dräger hatte seine Produktionskapazitäten am Stammsitz Lübeck erheblich ausgeweitet, nachdem das Unternehmen im März einen Großauftrag der Bundesregierung über 10.000 Beatmungsgeräte erhalten hatte.

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9. Juli 2020: Hoffnung für deutschen Export in Corona-Krise

Wiesbaden (dpa) - Der dramatische Einbruch der deutschen Exporte in der Corona-Krise hat sich im Mai fortgesetzt, dennoch gibt es Hoffnung. Der Wert der Warenausfuhren sank im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 29,7 Prozent auf 80,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vormonat April, der bislang den Tiefpunkt markiert hatte, stiegen die Exporte aber um 9,0 Prozent. Im April hatte es innerhalb eines Jahres einen Rückgang von 31,1 Prozent gegeben.

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8. Juli 2020: Bremer Kunsthalle zeigt Quarantäne-Kunst

Bremen (dpa) - In der Corona-Krise haben Menschen weltweit berühmte Kunstwerke nachgestellt und auf sozialen Medien wie Instagram veröffentlicht. Die Kunsthalle in der norddeutschen Stadt Bremen zeigt von diesem Mittwoch an 77 solcher Fotos in der Ausstellung «Und jetzt Du! Kunstwerke in Quarantäne nachgestellt». Die Bilder wurden nach einem Aufruf des Museums eingereicht und stellen Gemälde, Skulpturen, zeitgenössische Installationen und Arbeiten auf Papier aus unterschiedlichen Jahrhunderten nach. Nachgestellt wurden Werke etwa von Albrecht Dürer, Caspar David Friedrich, Claude Monet, Paula Modersohn-Becker und Pipilotti Rist.

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7. Juli 2020: Breite Mehrheit gegen Abschaffung der Maskenpflicht

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einer Abschaffung der coronabedingten Maskenpflicht in Geschäften eine klare Absage erteilt. Sie hat dabei breite Unterstützung aus den Parteien und den Ländern. «Überall dort, wo im öffentlichen Leben der Mindestabstand nicht gewährleistet sein kann, sind Masken ein wichtiges und aus heutiger Sicht auch weiter unverzichtbares Mittel», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Dies sei nötig, um die Infektionszahlen niedrig zu halten und um die Mitmenschen und sich selbst zu schützen. «Also: Ob im Bus, in der U-Bahn oder im Einzelhandel soll es bei der Pflicht bleiben, Masken zu tragen.»

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6. Juli 2020: Bundeswehr-Hunde werden auf Erkennen von Corona-Infektion trainiert

Ulmen/Hannover (dpa) - Diensthunde der Bundeswehr sollen das Erschnüffeln einer Coronavirus-Infektion erlernen. Die Streitkräfte und die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover testen diese Möglichkeit in einem Projekt, an dem zehn Vierbeiner der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Vulkaneifel teilnehmen. Beteiligt sind Schäferhunde, Spaniel und Retriever, wie die Dienststelle der Streitkräfte mitteilte. Spürhunde können an der molekularen Zusammensetzung eines Geruchs nicht nur Sprengstoffe oder Drogen wahrnehmen, sondern auch verschiedene Krebserkrankungen und die drohende Unterzuckerung von Diabetikern riechen. Auf dieser Grundlage ist auch die Idee für das Corona-Projekt entstanden. «Mit einer Trefferquote von derzeit etwa 80 Prozent sind die Forscher in Ulmen auf dem besten Weg, das Projekt erfolgreich weiterzuführen», erklärte die mitten im Wald liegende Diensthundeschule. In wenigen Wochen sollen belastbare Ergebnisse vorliegen.

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5. Juli 2020: Das Fahrrad ein Gewinner der Corona-Krise

Berlin (dpa) - Der Fahrrad-Boom in der Corona-Krise hält unvermindert an. «Der Mai war der stärkste Monat, den die Branche jemals erlebt hat», sagt David Eisenberger vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Bei Einstiegsrädern und E-Bikes seien einzelne Modelle sogar vergriffen, sagt der Verbandssprecher. Spürbaren Mangel gebe es auch bei Kinderrädern. «Es wird mit Hochdruck nachproduziert.» Der Grund für den Boom: Vor allem in den Städten meiden viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr und stiegen auf das Fahrrad um. Der Trend zum Urlaub im eigenen Land tut ein Übriges.

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4. Juli 2020: Merkel: Wir alle schulden den Älteren Dank

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei den älteren Menschen in Deutschland für ihr Durchhaltevermögen in der Corona-Pandemie bedankt. „Ich weiß, dass für Sie der Alltag, der ohnehin oft schwierig und einsam ist, noch schwieriger und einsamer wurde“, sagte die Christdemokratin in ihrer wöchentlichen Videobotschaft am Samstag. „Trotz all dieser Härten habe ich bei vielen Älteren nicht Zorn, sondern häufig Verständnis für unsere Politik der notwendigen Kontaktbeschränkungen gefunden. Dafür danke ich sehr.“ Merkel verwies unter anderem auf viele neugegründete Initiativen, bei denen jüngere Menschen Älteren helfen.

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3. Juli 2020: Maas: Pandemien müssen Teil internationaler Sicherheitspolitik werden

New York (dpa) - Pandemien und andere Gesundheitsrisiken sollen nach dem Willen von Außenminister Heiko Maas mehr ins Zentrum der weltweiten Sicherheitspolitik rücken. Es brauche ein umfangreicheres Verständnis der Begriffe Frieden und Sicherheit, sagte Maas bei einer virtuellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Donnerstag. Beim Verfassen der UN-Charta vor 75 Jahren sei vor allem in Militär-Kategorien gedacht worden. «Heute wissen wir, dass ein Virus tödlicher sein kann als eine Schusswaffe, dass ein Cyber-Angriff mehr Schaden anrichten kann als ein Soldat und dass der Klimawandel mehr Menschen bedroht als die meisten konventionellen Waffen.» Die Corona-Krise sei global, sie erfordere deshalb auch globales Handeln. 

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2. Juli 2020: Spahn fordert Lieferfähigkeit von Remdesivir

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert vom Hersteller des Corona-Medikaments Remdesivir trotz eines Großeinkaufs der USA weiterhin Lieferfähigkeit. Er erwarte von der Pharmafirma Gilead Sciences, «dass Deutschland und Europa versorgt werden, wenn es um ein solches Medikament geht», sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin». Den Bedarf für die kommenden Wochen sieht Spahn ohnehin gesichert. In der Zentralapotheke des Bundes gebe es entsprechende Reserven. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen.

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1. Juli 2020: EU hebt Einreisestopp für 14 Länder auf

Brüssel (dpa) - Die EU-Staaten haben entschieden, dass ab dem 1. Juli 2020 Menschen aus 14 Ländern wieder einreisen dürfen. Dabei handelt es ich um Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Montenegro, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay auf der Liste. Zusätzlich wird China genannt - das Land muss aber noch zusagen, dass auch EU-Bürger dort einreisen dürfen. Die Liste soll alle zwei Wochen überarbeitet werden.

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30. Juni 2020: Daten zu Covid-Impfstoff bald erwartet

Mainz (dpa) - Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt unter anderem durch eine Investition von Singapurs Staatsfonds Temasek frisches Geld. Insgesamt bringe eine Privatplatzierung von Aktien bei Temasek und anderen Investoren 250 Millionen US-Dollar (222 Mio Euro), teilte Biontech am Montag in Mainz mit. Wie viele andere Unternehmen sucht auch Biontech nach einem Impfstoff gegen die Lungenerkrankung Covid-19. Die Mainzer hatten Ende April als erstes Unternehmen in Deutschland vom Paul-Ehrlich-Institut die Genehmigung erhalten, einen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen. Erste Ergebnisse werden Ende Juni oder Anfang Juli erwartet.

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29. Juni 2020: Erstes Flughafen-Corona-Testzentrum öffnet in Frankfurt

Frankfurt/Main (dpa) - Auch wenn Reisebeschränkungen bereits gefallen sind, muss gerade auf internationalen Strecken in Drittländer häufig ein negativer Coronatest kurz vor dem geplanten Abflug nachgewiesen werden. Am Frankfurter Flughafen öffnet nun das erste Corona-Testzentrum an einem Flughafen in Deutschland. Das Biotechnologie-Unternehmen Centogene startet das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport und Lufthansa. Das Testzentrum wird am Montag vorgestellt. Dabei wird erläutert, wie die «Walk-through-Tests» funktionieren, die zur «neuen Normalität» bei Flugreisen in Zeiten der Corona-Pandemie beitragen sollen.

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28. Juni 2020: Weitere Milliarden für den Impfstoff

Brüssel/New York (dpa) - Beim internationalen Spendenmarathon für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sind neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten am Samstag bei einer virtuellen Geberkonferenz zusammen knapp 5,3 Milliarden Euro zu. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Geberkonferenz zusammen mit der New Yorker Nichtregierungsorganisation Global Citizen organisiert. Zum Abschluss fand am Abend ein großes Online-Konzert mit Stars wie Coldplay und Miley Cyrus statt.

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27. Juni 2020: Maas: Grenzschließungen in Europa nicht mehr ohne Abstimmung

Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas schließt nicht aus, dass einzelne Grenzen in Europa bei einem drastischen Anstieg der Corona-Infektionen wieder geschlossen werden müssen. Er betont aber, dass dies nicht wieder ohne Abstimmung passieren dürfe. «Es ist nicht auszuschließen, dass man Grenzen wieder dicht machen muss, wenn das Infektionsgeschehen in einer bestimmten Region der EU deutlich höher ist als in einer anderen», sagte der SPD-Politiker in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das müsse dann allerdings gesamteuropäisch koordiniert werden.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten viele EU-Mitgliedstaaten - auch Deutschland - Grenzen im Alleingang geschlossen. Inzwischen sind fast alle Grenzen in der Europäischen Union und im grenzkontrollfreien Schengen-Raum wieder offen. Einzige Ausnahmen sind Norwegen und Finnland, die ihre Grenzen erst Mitte Juli wieder öffnen wollen.

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26. Juni 2020: Umfrage: Urlaub zu Hause oder in Deutschland

Berlin (dpa) – Die meisten Deutschen planen keine Sommerreise oder bleiben in Deutschland,  wie der am Donnerstagabend vorab veröffentlichte neue Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin zeigt. Von denjenigen, die sich mit Blick auf den Sommerurlaub schon festgelegt haben, gibt mehr als die Hälfte (51 Prozent) an, zu Hause zu bleiben. Ein gutes Drittel (35 Prozent) plant, eine Urlaubsreise innerhalb Deutschlands anzutreten. 17 Prozent haben demnach vor, ins europäische Ausland zu reisen. Lediglich 2 Prozent können sich vorstellen, ihren Urlaub außerhalb von Europa zu verbringen.

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25. Juni 2020: Corona-Warn-App fängt an zu wirken

Berlin (dpa) - Die Corona-Warn-App des Bundes wird inzwischen von rund 15 Prozent der Menschen in Deutschland verwendet. Am Mittwoch lag die offizielle Downloadzahl bei 12,6 Millionen, teilte das Robert Koch-Institut auf Twitter mit. Nach Einschätzung von Experten ist ab einer Nutzungsquote von 15 Prozent mit einem spürbaren Effekt bei der Eindämmung der Pandemie zu rechnen. Die Schwelle von 15 Prozent wurde bei 83,2 Millionen Einwohnern in Deutschland bei 12,48 Millionen Downloads überschritten.

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24. Juni 2020: Regionaler Lockdown in zwei Landkreisen in Nordrhein-Westfalen  

Düsseldorf (dpa) - Nach dem massiven Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb von Tönnies ist das öffentliche Leben in zwei Landkreisen von Nordrhein-Westfalen wieder eingeschränkt. Um Mitternacht traten im Landkreis Gütersloh und im Nachbarkreis Warendorf erneut strenge Auflagen in Kraft. Betroffen sind insgesamt rund 640.000 Einwohner. Das Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh gilt als Ausgangspunkt des Ausbruchs, auch im Raum Warendorf wohnen viele Tönnies-Mitarbeiter. Die Vorschriften für die neuen Einschränkungen gelten zunächst für eine Woche bis zum 30. Juni.

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23. Juni 2020: „Night of Light“ wirbt für Veranstalter in Corona-Krise

Berlin (dpa) - Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche am Montagabend auf ihre Lage in der Corona-Krise hingewiesen. Dafür wurden in zahlreichen Städten wichtige Bauwerke in rotes Licht getaucht. «Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen», hieß es zur Begründung. Deutschlandweit wurden zahlreiche Gebäude angestrahlt, in Berlin das  Brandenburger Tor.

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22. Juni 2020: Auto und Urlaub werden Gewinner der Corona-Krise sein

Hamburg (dpa) - Nach dem Ende des Corona-Lockdowns erwartet der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski (79) eine Reisewelle auf den deutschen Straßen und Autobahnen. „Eine Explosion des Autotourismus kündigt sich an“, sagte Opaschowski der Deutschen Presse-Agentur. Der Urlaub mit dem eigenen Fahrzeug werde zur neuen Normalität, weil Flugreisen und Kreuzfahrten weniger möglich und wünschenswert seien. Zudem drohten Abstandsgebote und Maskenpflicht zum „Atmosphärekiller“ im Flug-, Kreuzfahrt- und teilweise auch beim Bahntourismus zu werden.

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21. Juni 2020: Bundesbankpräsident: „Es geht wieder aufwärts“

Frankfurt/Main (dpa) - In der Corona-Krise sieht Bundesbankpräsident Jens Weidmann die deutsche Wirtschaft auf einem guten Weg. «Wir haben in den vergangenen Monaten den schärfsten Wirtschaftseinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik erlebt», sagte Weidmann der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Die gute Nachricht ist: Der Tiefpunkt dürfte mittlerweile hinter uns liegen, und es geht wieder aufwärts.» Weidmann sagte, auf den deutlichen Einbruch der deutschen Wirtschaft folge aber nur eine «vergleichsweise allmähliche Erholung».

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20. Juni 2020: Merkel: „Diese App verdient Ihr Vertrauen“

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft in ihrem neuen Podcast die Bürgerinnen und Bürger zur Nutzung der Corona-Warn-App auf. Die App könne zum „Begleiter und Beschützer“ werden und bei der Unterbrechung von Infektionsketten helfen. Seit Dienstag ist die kostenlose Corona-Warn-App zum Download in den App-Stores von Google und Apple verfügbar. Sie freue sich darüber, dass schon in dieser ersten Woche Millionen Menschen die App heruntergeladen haben, so Merkel.

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19. Juni 2020: Blutgruppe beeinflusst Schwere von Covid-19-Verlauf

Boston/Kiel (dpa) - Während eine Covid-19-Erkrankung bei manchen Menschen zu Atemversagen bis hin zum Tod führt, spüren andere kaum Symptome. Die Ursachen für die sehr unterschiedlichen Verläufe sind noch weitgehend unklar, doch ein wichtiger Faktor könnte die Blutgruppe sein, wie ein internationales Forscherteam im «New England Journal of Medicine» berichtet. Demnach haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr für eine ernste Covid-19-Erkrankung. Das Team um den Molekularbiologen Andre Franke von der Universitätsklinik Kiel hatte seine Ergebnisse bereits zuvor als sogenanntes Preprint veröffentlicht - also ohne Begutachtung durch unabhängige Wissenschaftler. Nun ist die Studie in einem renommierten Fachjournal erschienen.

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18. Juni 2020: Zweite Genehmigung für Corona-Impfstoffstudie erteilt

Langen (dpa) - Das Tübinger Unternehmen CureVac darf nun mit klinischen Tests seines Impfstoffkandidaten beginnen. Die Genehmigung dafür sei erteilt, hieß es am Mittwoch vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen. Noch im Juni sollen im Rahmen der Phase-1-Studie erste Probanden geimpft werden. Nach der Mainzer Firma Biontech ist CureVac das zweite Unternehmen in Deutschland, das einen Impfstoff testen darf. Weltweit laufen nach PEI-Angaben 130 Impfstoffprojekte, zehn Kandidaten befinden sich bereits in klinischer Prüfung, zwei in den fortgeschrittenen Phasen 2 und 3.

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18. Juni 2020: Erneut großer Corona-Ausbruch in Fleischfabrik  

Rheda-Wiedenbrück/Berlin (dpa) - Mit mindestens 657 Infizierten gibt es erneut einen folgenreichen Corona-Ausbruch in einer deutschen Fleischfabrik. Die Produktion in dem Schlachtbetrieb in Westfalen wurde vorübergehend eingestellt, der Kreis Gütersloh schließt Schulen und Kitas und stellt gut 7000 Menschen unter Quarantäne.

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17. Juni 2020: Studie: Kinder wohl keine Treiber der Ausbreitung

Stuttgart (dpa) - Kinder stecken sich einer Studie aus Baden-Württemberg zufolge wohl seltener mit dem Coronavirus an als ihre Eltern. Sie seien daher nicht als Treiber der Infektionswelle anzusehen, sagte Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik am Universitätsklinikum Ulm, zum Ergebnis der Untersuchung, die am Dienstag in Stuttgart vorgestellt wurde. Die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Virus spielt eine entscheidende Rolle bei der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen.

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16. Juni 2020: Corona-Warn-App steht zum Download bereit

Berlin (dpa) - Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht zum Download bereit. Sie kann im Google Play Store (http://dpaq.de/KwuPk) für Android-Smartphones und im App Store von Apple (http://dpaq.de/27C0T) für iPhones heruntergeladen werden. Die App hat die Aufgabe, Personen frühzeitig zu warnen, die mit Infizierten in Kontakt standen, und soll dabei helfen, die Infektionsketten zu erkennen und zu durchbrechen. Sie schützt die Anwender aber nicht davor, selbst mit dem Virus infiziert zu werden.

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15. Juni 2020: Über 300 Millionen Impfdosen bestellt

Berlin (dpa) - Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben mit einem Hersteller einen Vertrag über mindestens 300 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Profitieren sollen alle EU-Staaten, die dabei sein wollen. Der Vertragspartner AstraZeneca nannte sogar eine Größenordnung von «bis zu 400 Millionen Dosen». Das Pharmaunternehmen hatte zuvor schon ähnliche Vereinbarungen unter anderem mit Großbritannien, den USA und Indien über insgesamt 1,7 Milliarden Impfdosen abgeschlossen. Dabei geht es um den an der britischen Universität Oxford entwickelten Covid-19-Impfstoff AZD1222. Er soll in den kommenden Monaten in einer Studie, die im Mai begonnen hat, an insgesamt gut 10.000 Erwachsenen geprüft werden.

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14. Juni 2020: Corona-Grenzkontrollen enden

Berlin (dpa) - Die in der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen der deutschen EU-Binnengrenzen enden um Mitternacht in der Nacht auf Montag (15. Juni). Die Mitte März verhängten Kontrollen werden bereits seit dem vergangenen Mittwoch zurückgefahren. Damit dürfen Personen aus Deutschlands Nachbarländern wieder ohne besonderen Grund einreisen. Die Kontrollen für Ausländer, die mit dem Flugzeug aus Spanien kommen, enden allerdings erst am 21. Juni.

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13. Juni 2020: Hilfsfonds für internationale Kulturinstitutionen

Berlin (dpa) - Mit einem deutschen Hilfsfonds sollen internationale Kulturinstitutionen in Corona-Zeiten unterstützt werden. Dafür haben sich Institutionen für internationale Kulturzusammenarbeit auf Initiative von Goethe-Institut und Auswärtigem Amt zusammengeschlossen. Der Fonds richte sich „an Organisationen im Ausland, deren Engagement eine große Bedeutung für künstlerische Freiheit und eine pluralistische Gesellschaft hat“, hieß es in einer Mitteilung.

Kurzfristig sollen Projekte gefördert werden, die vor allem der Existenzsicherung der Institutionen dienen. Das Auswärtige Amt hat zunächst drei Millionen Euro Grundfinanzierung bereit gestellt, das Goethe-Institut soll die Vergabe der Mittel koordinieren. Mit dabei sind auch das Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), die deutsche Unesco-Kommission, die S. Fischer Stiftung, die Stiftung Mercator, die Robert Bosch Stiftung und die Siemens Stiftung. Weitere Institutionen sollen folgen. Gefördert werden mit bis zu 25.000 Euro Einrichtungen jenseits der Europäischen Union, in denen es keine anderweitigen Fördermöglichkeiten gibt.

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Alles, was ihr über die Coronakrise in Deutschland und die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus wissen müsst:
www.deutschland.de/de/corona-virus-deutschland-ueberblick

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12. Juni 2020: Corona beflügelt den Gartenboom

Berlin/Offenbach/Köln (dpa) - In der Corona-Zeit hat das mehr oder weniger große Stück Grün für viele Menschen eine ganz neue Bedeutung bekommen. «Alle wollen plötzlich gärtnern. Gärtnern ist das neue Kochen», sagt etwa die Berliner Gartenbloggerin Carolin Engwert (Foto). «Vor Corona hatte mein Blog rund 30.000 Leser pro Monat, jetzt sind es 120.000 Leser», erzählt sie. Kleingärten seien bundesweit seit Beginn der Corona-Krise besonders gefragt, heißt es auch beim Bundesverband der Kleingärtner. Es gebe mindestens eine Verdopplung der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr. In Berlin, Hamburg oder München habe sich die Nachfrage teilweise sogar vervierfacht.

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11. Juni 2020: Reisewarnung für mehr als 160 Länder bis Ende August verlängert

Berlin (dpa) - Deutschland hat seine Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert. In der vergangenen Woche hatte das Bundeskabinett beschlossen, die Reisewarnung für 31 europäische Länder aufzuheben. Dazu zählen die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Für 29 Länder erfolgt die Aufhebung am 15. Juni, für Spanien und Norwegen erst später, weil dort noch Einreisesperren gelten. Für die anderen mehr als 160 Länder gilt die Reisewarnung nun zunächst bis zum 31. August. Dazu zählen auch Hauptreiseländer der Deutschen, allen voran die Türkei als drittbeliebtestes Urlaubsland.

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Alles, was ihr über die Coronakrise in Deutschland und die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus wissen müsst:
www.deutschland.de/de/corona-virus-deutschland-ueberblick

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10. Juni 2020: Handwerk steigert Umsätze trotz Corona-Krise

Wiesbaden (dpa) - Die Handwerker in Deutschland haben trotz Corona-Krise im ersten Quartal insgesamt gute Geschäfte gemacht. Die Erlöse aus den sieben Gewerbegruppen stiegen in Summe um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Nur das Handwerk für den privaten Bedarf, zu der zum Beispiel Friseurinnen und Friseure zählen, beendete das Quartal mit einem Umsatzminus von 3,2 Prozent. Das Statistische Bundesamt teilt die handwerklichen Tätigkeiten in sieben Gruppen auf: Bau, Ausbau, Handwerke für den gewerblichen Bedarf, Kraftfahrzeuggewerbe, Lebensmittelgewerbe, Gesundheitsgewerbe und Handwerke für den privaten Bedarf.

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09. Juni 2020: Beispielloser Exporteinbruch von mehr als 30 Prozent

Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das war der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950.

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08. Juni 2020: Spahn: Corona-Warn-App wird nächste Woche vorgestellt

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Corona-Warn-App in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. «Diese Zeit brauchten wir für die Entwicklung, weil wir hohe Anforderungen stellen: Die App muss auf allen Endgeräten genutzt werden können und soll beispielsweise auch dann messen, wenn man mit dem Handy Musik hört», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post». Spahn betonte, die App müsse auch strenge Vorgaben beim Datenschutz und bei der Energieeffizienz erfüllen. «Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden», sagte Spahn weiter. «Das Virus einzudämmen, ist ein Teamspiel. Jeder, der die App herunterlädt, hilft dabei.» Die Bundesregierung will mit der sogenannten Tracing-App die Infektionsketten des Coronavirus besser erkennen und dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark ansteigt. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und dieser Status in der App erfasst, sollen die anderen Anwender darüber informiert werden, dass sie sich in der Vergangenheit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

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07. Juni 2020: Merkel: Maßnahmen sind teils langfristig

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Maßnahmen zur Abfederung der Corona-Folgen als Mischung aus klassischem Konjunkturpaket und auf viele Jahre ausgerichtetem Zukunftspaket bezeichnet. Das klassische Konjunkturpaket entfalte seine Wirkung in den Jahren 2020 und 2021. Das länger angelegte Zukunftspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro sei notwendig, weil sich durch den Klimawandel und die Digitalisierung die Art des Wirtschaftens grundlegend ändere, sagte die Politikerin in ihrem Podcast am Wochenende.

Die Spitzen der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten sich auf ein Maßnahmenpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro geeinigt. Merkel nannte als Beispiele für die auf die Zukunft ausgerichteten Maßnahmen die Wasserstoffstrategie des Bundes, eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien und Gebäudesanierungen sowie einen Wandel in der Mobilität. Außerdem würden die Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung verstärkt.

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06. Juni 2020: Bundesrat billigt Hilfen für Eltern 

Berlin (dpa) - Berufstätige Eltern, die wegen der Kinderbetreuung in der Corona-Krise nicht arbeiten können, bekommen länger Geld vom Staat. Der Bundesrat billigte ein entsprechendes Gesetz aus dem Bundestag. Der Lohnersatz wird von bisher 6 auf bis zu 20 Wochen verlängert. Jedes Elternteil bekommt Anspruch auf 10 Wochen Entschädigung, Alleinerziehende auf 20 Wochen. Der Staat zahlt 67 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens aber 2016 Euro im Monat.

Mit dem gleichen Gesetz stimmte die Länderkammer auch Entlastungen für Restaurants und Arbeitnehmer in Kurzarbeit zu. Die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie sinkt ab Juli für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent. Außerdem bleiben Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld größtenteils steuerfrei.

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05. Juni 2020: Seehofer will Grenzkontrollen Mitte Juni aufheben

Berlin (dpa) - Die deutschen Grenzkontrollen zu anderen europäischen Staaten sollen nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer Mitte des Monats wegfallen. Einen entsprechenden Vorschlag werde er nächste Woche Mittwoch dem Bundeskabinett vorlegen, sagte der CSU-Politiker am Freitag in Berlin nach Video-Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Auch ein Großteil der anderen EU-Staaten wolle die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen Mitte des Monats aufheben. Ein kleinerer Teil der Staaten werde dies Ende Juni tun.

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04. Juni 2020: Umfrage: Mehrheit für normalen Schul- und Kitabetrieb nach den Ferien

Mainz (dpa) - Die Mehrheit der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge für die vollständige Öffnung von Schulen und Kitas nach den Sommerferien. 58 Prozent der Befragten sprachen sich in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für eine komplette Öffnung der Schulen und Kitas in Deutschland nach den Sommerferien aus, wie der SWR als Auftraggeber der Umfrage am Mittwoch in Mainz mitteilte. Rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) sagten dagegen, der Kita- und Schulbetrieb sollte weiterhin nur teilweise erfolgen.

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03. Juni 2020: Immer weniger Corona-Patienten auf Intensivstationen

Berlin (dpa) – Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung ist über die vergangenen Wochen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Laut dem DIVI-Intensivregister wurden Stand Dienstag 689 an Covid-19 erkrankte Menschen auf Intensivstationen betreut, etwa die Hälfte von ihnen wurde beatmet. Mitte April waren es zeitweise noch mehr als 2900 Patienten gewesen. Die Zahl der Neuinfektionen verharrt weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 213 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet.

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02. Juni 2020: Umfrage: Mehrheit für Masken und Impfungen

Berlin (dpa) - Eine klare Mehrheit der Menschen in Deutschland spricht sich für die Maskenpflicht aus. 49 Prozent sagen, die Vorgabe solle in der jetzigen Form beibehalten werden. 13 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten  für eine Ausweitung auf weitere Bereiche. Jeder zweite Deutsche würde sich der Umfrage zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Jeder Vierte würde dies vielleicht tun. Jeder Fünfte der 2056 Befragten lehnt eine Impfung ab.

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1. Juni 2020: Code der Corona-Warn-App öffentlich

Berlin (dpa) - Die Entwickler der Corona-Warn-App des Bundes haben den kompletten Programmcode der mit Spannung erwarteten Anwendung offengelegt. „Über Pfingsten haben wir alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwickler-Plattform GitHub publiziert“, erklärten Sprecher der Deutschen Telekom und der SAP AG. Damit seien alle Codes der vollständigen App für die Experten-Community einsehbar.

Damit lösen die beiden Konzerne ihr Versprechen ein, die Tracing-App möglichst transparent zu entwickeln. In dem Open-Source-Projekt hätten sich bislang über 65.000 freiwillige Software-Experten die bereits veröffentlichten Quellcodes angesehen und eigene Vorschläge für Verbesserungen gemacht. „Dieses Engagement ist herausragend und das klare Zeugnis einer lebendigen Software-Engineering-Kultur in Deutschland“, heißt es in der Erklärung.

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31. Mai 2020: Milliardenschweres Konjunkturprogramm geplant

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will der rezessionsgeplagten Wirtschaft in der Corona-Krise mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm auf die Beine helfen. Das Volumen könnte bei 75 bis 80 Milliarden Euro liegen, berichtet die „Bild am Sonntag“  unter Berufung auf Regierungskreise. Allerdings sind die Details umstritten. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) drängt vor allem auf drei Maßnahmen: die Verlängerung des Kurzarbeitergelds von einem auf zwei Jahre, einen einmaligen Familienbonus von 300 Euro pro Kind sowie ein Rettungspaket für die Kommunen mit Altschulden-Erstattung und Ausgleich der eingebrochenen Gewerbesteuereinnahmen. Bisher hat die Pandemie den Staat nach einer Berechnung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) 287,5 Milliarden Euro gekostet.

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30. Mai 2020: Viele wollen auf Sommerurlaub verzichten

Berlin (dpa) – Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland will laut dem ZDF-Politbarometer in diesem Jahr nicht in Urlaub fahren. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise gaben 37 Prozent der Befragten an, keinen Urlaub zu machen. Etwas weniger als ein Drittel (31 Prozent) möchte in den Urlaub fahren, will diesen aber in Deutschland verbringen. Nur gut jeder Zehnte (13 Prozent) plant den Sommerurlaub im europäischen Ausland. 18 Prozent sind noch unentschieden.

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29. Mai 2020: Umfrage: Große Mehrheit findet Corona-Maßnahmen richtig

Köln (dpa) - Die im März beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bewerten einer repräsentativen Umfrage zufolge fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) rückblickend als richtig. Für 15 Prozent der Befragten gingen sie zu weit, wie aus der  Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) hervorgeht. Für neun Prozent der Befragten gingen die Maßnahmen demnach nicht weit genug. Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen halten den Angaben zufolge 58 Prozent der Deutschen für richtig. Jeder Vierte (25 Prozent) gab dagegen an, die Lockerungen gingen zu weit. Für 15 Prozent gingen sie nicht weit genug.

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28. Mai 2020: Kräftiger Wirtschaftsaufschwung in 2021

München (dpa) - Das Ifo-Institut erwartet 2020 einen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung um 6,6 Prozent. Das sagen die Münchner Wirtschaftswissenschaftler in ihrer am Donnerstag aktualisierten Konjunkturprognose voraus. 2021 könnte die Wirtschaft dann von niedrigem Niveau aus um 10,2 Prozent wachsen. Damit rechnen die Ifo-Forscher in diesem Jahr mit einem deutlich gravierenderen Einbruch als während der Finanzkrise 2009. Damals war die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent geschrumpft.

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27. Mai 2020: Bund und Länder verlängern Kontaktbeschränkungen bis Jahresmitte

Berlin (dpa) - Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich alle Menschen in Deutschland bei Treffen im Freien mindestens bis zur Jahresmitte weiter stark zurückhalten. Die Kontaktbeschränkungen werden bis zum 29. Juni verlängert, wie Bund und Länder am Dienstagabend vereinbart haben. Schon ab dem 6. Juni können allerdings die Länder weitere Lockerungen gestatten - etwa, dass sich künftig maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

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26. Mai 2020: Wirtschaftminister Altmaier verteidigt Lufthansa-Rettungspaket

Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat das Rettungspaket für die Lufthansa gegen Kritik verteidigt, der Staat hätte sich im Gegenzug für Hilfen über neun Milliarden Euro mehr Mitsprache bei der Airline sichern müssen. Man könne mit dem Paket weit mehr als 100 000 Arbeitsplätze sichern, sagte der CDU-Politiker. Zudem würde ein wichtiges Unternehmen erhalten, das weltweit tätig sei und für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft eine „herausragende Rolle“ spiele.  Die EU-Kommission und der Lufthansa-Aufsichtsrat müssen der Einigung zwischen Unternehmen und Bundesregierung noch zustimmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte im CDU-Präsidium einen „harten Kampf“ an, weil Brüssel die milliardenschwere Rettung nur unter hohen Auflagen genehmigen wolle.

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25. Mai 2020: Deutlich weniger Teilnehmer bei Demos gegen Corona-Regeln

Berlin (dpa) - In zahlreichen deutschen Städten haben am Wochenende wieder Menschen gegen die in der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen demonstriert. Allerdings kamen meist deutlich weniger Teilnehmer als erwartet. In Berlin waren die Versammlungen verteilt über diverse Orte zumeist kleinteilig - der große Ansturm blieb aus. In Hamburg kamen rund 750 Menschen zu einer Veranstaltung unter dem Titel «Mahnwache für das Grundgesetz». In Köln (Foto) versammelten sich etwa 250 Demonstranten zu einer Menschenkette. Die in München groß angekündigte Demonstration gegen die Corona-Politik fiel buchstäblich ins Wasser. Kurz vor dem offiziellen Beginn der Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese fegte ein Gewittersturm über das Gelände, so dass sich die Veranstalter dazu entschlossen, ihre Protestaktion abzusagen.

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24. Mai 2020: Urlaubsreisen bald wieder möglich

Berlin (dpa) - Der Corona-Hotspot Spanien will im Juli seine Grenzen für ausländische Touristen öffnen. «Ab Juli wird der Empfang ausländischer Touristen unter sicheren Bedingungen wiederaufgenommen werden», sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag. Noch kurz vor der Bekanntgabe aus Spanien hatte Tui-Vorstandschef Fritz Joussen gesagt, er wolle schon im Juni den Flugverkehr nach Mallorca aufnehmen. Dazu habe die Balearen-Regierung zuvor die Initiative für ein Pilotprojekt mit Tui ergriffen. «Sobald es grünes Licht gibt, sind wir startbereit», sagte er mit Blick auf die aktuelle Ankündigung aus Madrid. Auch in andere Länder will Tui schon bald wieder Reisende bringen. Österreich, Griechenland, Zypern, Kroatien und Bulgarien seien sehr gut vorbereitet, sagte der Tui-Chef der Düsseldorfer «Rheinischen Post». Mit der Türkei befinde man sich in Gesprächen. Zuletzt hatte es bei den Beratungen innerhalb der Europäischen Union zum Abbau der Reisebeschränkungen vor den Sommerferien erste Fortschritte gegeben. Außenminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich nach Videokonferenzen mit den Nachbar- und Urlaubsländern der Deutschen zuversichtlich, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni zumindest für die EU aufgehoben werden kann.

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23. Mai 2020: Thüringen will Corona-Beschränkungen beenden

Erfurt (dpa) - Das Land Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören An deren Stelle sollen nur noch lokale Maßnahmen treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch.

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22. Mai 2020: Bundesregierung und Lufthansa vor Lösung?

Berlin (dpa) - Die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Lufthansa über ein milliardenschweres Rettungspaket dauern an. Es wird erwartet, dass am (heutigen) Freitag der maßgebliche Ausschuss des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zusammenkommt, um der Lufthansa dann ein offizielles Angebot über Stützungsmaßnahmen für die angeschlagene Airline zu unterbreiten. Danach müssen sich die Gremien der Lufthansa damit befassen und entscheiden. Auch die EU-Kommission muss zustimmen.

Bundesregierung und Unternehmen hatten deutlich gemacht, sie erwarteten in Kürze eine Entscheidung. Ein Rettungsplan des Bundes sieht Steuergelder von insgesamt neun Milliarden Euro vor, um die Lufthansa durch die schwere Krise zu bringen. Der Bund will sich mit 20 Prozent direkt an der Airline beteiligen. Dies läge unter der sogenannten Sperrminorität, mit der wichtige Entscheidungen blockiert werden könnten. Einige Fragen zum Rettungsplan aber sind noch offen.

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21. Mai 2020: Regierung will Impfstoff-Hersteller vor Übernahmen schützen

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will deutsche Unternehmen, die Arzneimittel und Impfstoffe herstellen, besser vor Übernahmen von Investoren aus Ländern außerhalb der EU schützen. Dazu wird die Außenwirtschaftsverordnung verschärft. Damit kann die Regierung bei geplanten Übernahmen von Firmen im Gesundheitssektor früher und genauer hinschauen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte in Berlin: Die aktuelle Corona-Krise zeigt, wie wichtig medizinisches Know-how und eigene Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa in Krisensituationen sein können."

Maas fordert Abstand zu Extremisten auf Anti-Corona-Demos  

Berlin (dpa) - Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die Bürger davor gewarnt, sich auf Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen von Extremisten vereinnahmen zu lassen. „Wenn radikale Extremisten und Antisemiten Demonstrationen benutzen, um zu hetzen und zu spalten, dann sollte jeder deutlich mehr als nur 1,5 Meter Abstand halten“, sagte Maas der „Welt“ angesichts weiterer geplanter Demos am Wochenende. „Wer ohne Maske, ohne Mindestabstand und ohne jede Rücksicht auf andere Verschwörungstheorien in die Welt schreit, der verwechselt Mut mit blinder Wut und Freiheit mit blankem Egoismus.“

Merkel warnt vor „hohem Preis“ wirtschaftlicher Abschottung

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat vor wirtschaftlicher Abschottung in der Corona-Krise gewarnt. „Die Antwort auf die Pandemie kann mit Sicherheit nicht sein, alle internationalen Lieferketten jetzt zu renationalisieren", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin. „Dann würden alle einen sehr hohen Preis zahlen.“ Sie äußerte sich nach einer Videokonferenz mit den Vorsitzenden der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Weltbank.

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20. Mai 2020: Berliner Flughafen Tegel kann im Juni schließen

Berlin (dpa) - In der Corona-Krise geht der wichtigste Flughafen der deutschen Hauptstadt voraussichtlich vom Netz: Der Berliner Flughafen Tegel kann am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen. Das beschlossen der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg am Mittwoch in einer Gesellschafterversammlung, wie eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen sagte. Der entsprechende Antrag bei der Luftfahrtbehörde ist schon gestellt. Erholen sich die Passagierzahlen in den nächsten Wochen nicht deutlich, geht der Flughafen in eine zweimonatige Betriebspause. Zuletzt flogen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld nur etwa 2000 Passagiere pro Tag. Der Flughafen Schönefeld an der südöstlichen Stadtgrenze in Brandenburg bleibt in Betreib.

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19. Mai 2020: Auto-Anmeldungen in der EU fallen auf ein Viertel

Brüssel (dpa) - Die Corona-Pandemie hat den weltweiten Autoabsatz drastisch einbrechen lassen. Allein in der Europäischen Union (EU) wurden im April lediglich 270.682 Pkw neu zugelassen und damit 76,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der zuständige Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Dem deutschen Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge waren die Rückgänge vor allem in Italien, Spanien und dem nicht mehr zur EU gehörenden Großbritannien dramatisch. Mit Rückgängen zwischen 97 und 98 Prozent kam der Absatz im April in diesen Ländern «nahezu vollständig zum Erliegen».

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18. Mai 2020: Außenminister Maas: Urlaub, der sich wie Urlaub anfühlt

Berlin (dpa) - Vor der Beratung mit Kollegen aus beliebten Urlaubsländern dämpft Deutschlands Außenminister Heiko Maas die Erwartungen. «Der Urlaub wird dieses Jahr nicht so sein, wie der, den man aus der Vergangenheit kennt», sagte Maas am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Die Corona-Pandemie sei noch nicht überwunden und man müsse Sicherheitsvorkehrungen schaffen für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Er hoffe aber sehr, dass der Sommerurlaub im europäischen Ausland möglich sein werde und sich dann auch «wie Urlaub anfühlt». Maas will am Mittag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Die Minister wollen unter anderem über Einreisebestimmungen, Quarantäneregelungen und eine Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden sprechen, sagte Maas. Ziel sei es, aus der weltweiten Reisewarnung, die derzeit in Deutschland gelte, nur noch einen Reisehinweis zu machen. So könnten die Bürgerinnen und Bürger selbst beurteilen, ob und wohin sie verreisen möchten.

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17. Mai 2020: Bundesliga gestartet

Berlin (dpa) - Nach wochenlangen Debatten hat die Fußball-Bundesliga die Rückkehr geschafft. Zum Neustart fanden in der 1. und 2. Liga am Samstag in zehn Stadien „Geisterspiele“ vor leeren Rängen statt. Fast überall hielten sich die Akteure an die Vorgaben der Deutschen Fußball Liga für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs, strenge Beobachter verzeichneten nur kleinere Verstöße gegen die Hygiene-Regeln. Betreuer, Ordner und Medienvertreter mit Masken, viel Abstand auf den Ersatzbänken und oft nur gedämpfter Jubel mit Faustkontakt – so sieht die neue Realität aus.

Die Fans konnten das Geschehen nur am Fernseher verfolgen. Die von Polizei und einigen Politikern befürchteten Fan-Ansammlungen rund um die Arenen blieben aus, selbst beim Revierderby: Dortmund gewann die Partie zuhause gegen Schalke, die normalerweise mehr als 80 000 Menschen ins Stadion zieht, mit 4:0.

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16. Mai 2020: Langsame Rückkehr in die Innenstädte

Berlin/Köln (dpa) - Auch wenn mittlerweile fast alle Einzelhändler und viele Gastronomen in Deutschland wieder geöffnet haben, kehrt das gewohnte Leben doch nur langsam wieder in die Innenstädte zurück. „Die Kunden sind beim Einkaufen in diesen Tagen eher zurückhaltend unterwegs“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Deutschen Presse-Agentur.

Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. Demnach lagen die Besucherzahlen in wichtigen Einkaufsstraßen in München, Hamburg, Köln, Leipzig und Stuttgart auch in dieser Woche noch deutlich unter dem vor Corona normalen Niveau. Am belebtesten war noch die Hamburger Spitalerstraße, wo zwischen Montag und Donnerstag 53 Prozent der „normalen“ Passantenfrequenz erreicht wurden. Zum Vergleich: In der sonst gerade bei Touristen sehr beliebten Neuhauser Straße in München waren es nur 42 Prozent.

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15. Mai 2020: Einreise-Quarantäne wird gelockert

Berlin (dpa) - Die Bundesländer wollen in den nächsten Tagen ihre wegen der Corona-Pandemie eingeführten allgemeinen Quarantäne-Regeln für Einreisende aus den Nachbarstaaten aufheben. Das Bundesinnenministerium arbeite derzeit an einer neuen Musterverordnung für die Länder, hieß es am Freitag aus dem Ministerium. Die Bundesländer hätten sich am Donnerstag nach Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt darauf verständigt.  Derzeit gilt in vielen Bundesländern, dass jeder, der aus einem europäischen Nachbarland nach Deutschland einreist, für 14 Tage in Quarantäne gehen muss.

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14. Mai 2020: Steuerschätzer legen Prognose vor

Berlin (dpa) - Bund, Länder und Kommunen müssen wegen der Corona-Pandemie mit deutlich weniger Steuergeld auskommen. Wie schlimm es wird, sagen am Donnerstag die Steuerschätzer voraus. Erwartet wird, dass die Einnahmen des Staates zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2009 wieder deutlich sinken - möglicherweise sogar noch drastischer als damals. Berichten zufolge könnten Bund, Länder und Kommunen in diesem Jahr etwa 100 Milliarden Euro weniger einnehmen als bei der vorhergehenden Schätzung im November vorhergesagt.

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13. Mai 2020: EU-Kommission: Grenzen vorsichtig öffnen

Brüssel (dpa) - Ein vorsichtiges Öffnen der Binnengrenzen in Europa soll den Sommerurlaub nach Empfehlungen der EU-Kommission trotz Corona-Krise ermöglichen. Man schlage einen flexiblen Plan vor mit dem Ziel, die Kontrollen nach und nach aufzuheben, heißt es in einem Papier der Behörde. 

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat aufgrund der bisherigen Entwicklung der Infektionslage entschieden, das Grenzregime zum Ende dieser Woche wie folgt anzupassen:

An den Grenzen zu  Frankreich, Österreich  und der  Schweiz  wird er eine Verlängerung der vorläufigen Binnengrenzkontrollen ab dem 16. Mai 2020 zunächst bis zum 15. Juni 2020 anordnen. Dasselbe gilt für die luftseitigen Grenzen zu  Italien  und  Spanien.

In der  praktischen Ausgestaltung  der Kontrollen an den Landgrenzen wird es allerdings Lockerungen geben. Die Kontrollen erfolgen künftig nicht mehr systematisch, sondern flexibel und risikobasiert. 

Am Erfordernis eines triftigen Einreisegrundes wird im Grundsatz festgehalten, es wird aber zusätzliche Erleichterungen für Reisen aus familiären oder persönlichen Gründen geben.

An der Grenze zu  Luxemburg  enden die Binnengrenzkontrollen mit Ablauf des 15. Mai 2020. 

An der Grenze zu  Dänemark  ist der Bundesinnenminister bereit, die Grenzkontrollen ebenfalls einzustellen. Der Termin wird gemeinsam mit Dänemark festgelegt.

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12. Mai 2020: Corona-Reservekrankenhaus in Berlin fertiggestellt

Berlin (dpa) - Auf dem Berliner Messegelände ist innerhalb weniger Wochen ein Corona-Reservekrankenhaus entstanden. Zunächst rund 500 Infizierte und Covid-19-Patienten könnten isoliert und behandelt werden, falls die Berliner Kliniken im Lauf der Pandemie an ihre Grenzen stoßen sollten. «Denn die Bilder aus Italien, Spanien und New York haben uns gezeigt, dass gut aufgestellte Krankenhaussysteme überlastet werden können», teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci zur offiziellen Eröffnung des neuen Behandlungszentrums am Montag mit. Insgesamt könnten dort bis zu 1000 Reservebetten entstehen.

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11. Mai 2020: Studie zu Covid-Medikament kommt voran

Köln (dpa) - Eine Studie zum Medikament Remdesivir zur Bekämpfung der Corona-Erkankung kommt nach Angaben des Kölner Studienleiters voran. Die Studie sei «in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium», sagte der Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln, Gerd Fätkenheuer, dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Er leitet den deutschen Teil der Studie eines internationalen Konsortiums zur Erforschung von Remdesivir.

Das Medikament gilt als ein mögliches Mittel zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen. Die USA haben eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass er bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann. In Deutschland ist das Mittel innerhalb eines vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigten Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet.

Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

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10. Mai 2020: Kanzlerin Merkel will Kultur helfen

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Kulturbranche angesichts der wochenlangen Zwangspause wegen der Corona-Krise weitere Unterstützung zugesichert. Das Ziel sei, dass die breite und vielfältige kulturelle Landschaft auch nach Überwindung der Pandemie weiterexistieren könne, sagte sie in ihrer am Samstag verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft. Es sollten nun Konzepte entwickelt werden, wie mit Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen auch Theater, Konzerthäuser, Opern und andere Kulturstätten öffnen könnten. Aus dem Bundestag und der Branche kommen Rufe nach schnellen weiteren Hilfen. „Ich weiß, was wir alles vermissen und wie viele Bürgerinnen und Bürger darauf warten, endlich wieder live Ihre kulturellen Angebote erleben zu können“, sagte Merkel an die Kulturszene gerichtet. „Bis dahin versuchen wir, so gut wie es geht, Sie zu unterstützen durch unsere Hilfsprogramme – aber auch dadurch, dass wir sagen, wie wichtig Sie für uns sind.“

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9. Mai 2020: „Notbremsung“ in einzelnen Landkreisen

Berlin (dpa) - In der Lockerungsphase der Corona-Auflagen müssen die Behörden in drei Bundesländern bereits die Notbremse wegen zu hoher Infektionszahlen ziehen. In drei Kreisen in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein wurde der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Vor allem in einem Schlachtbetrieb im Münsterland hatten sich viele Menschen angesteckt. Mehrere vorgesehene Lockerungen im betroffenen Landkreis wurden verschoben. Die Mehrzahl der Landkreise in Deutschland ist aber weit entfernt von dem vereinbarten Grenzwert. 

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8. Mai 2020: Chinas Botschafter: Offen für Suche nach Corona-Herkunft

Berlin (dpa) - China ist nach den Worten seines Botschafters in Berlin, Wu Ken, offen für eine internationale Untersuchung der Herkunft des Corona-Virus Sars-CoV-2. «Wir unterstützen den Forschungsaustausch unter Wissenschaftlern», sagte Wu dem Magazin «Der Spiegel». Chinesische und US-Wissenschaftler arbeiteten bereits gemeinsam an Projekten zur Rückverfolgung des Virus. Wu verwahrte sich gegen Vorwürfe, China habe den Ausbruch der Epidemie zunächst vertuscht, gestand aber Kommunikationsmängel ein.

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7. Mai 2020: Bundesliga vor dem Neustart

Berlin (dpa) - Bund und Länder haben die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch. Damit erhält die Deutsche Fußball Liga als Dachorganisation der 36 Proficlubs der 1. und 2. Liga die lange erhoffte Genehmigung für Geisterspiele. Der Ligaverband hat den Termin auf den 16. Mai festgelegt.

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6. Mai 2020: Prognose: EU vor Rezession historischen Ausmaßes

Brüssel (dpa) - Die Wirtschaft der Eurozone könnte laut der EU-Frühjahrsprognose wegen der Corona-Krise dieses Jahr um 7,7 Prozent schrumpfen und sich auch im nächsten Jahr nicht vollständig erholen. Die EU-Kommission sprach am Mittwoch in Brüssel bei der Vorlage ihrer Prognose von einer Rezession historischen Ausmaßes. «Europa erlebt einen ökonomischen Schock, wie es ihn seit der großen Depression nicht mehr gegeben hat», sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni.

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5. Mai 2020: Deutschland gibt 525 Millionen Euro für Impfstoffentwicklung

Berlin (dpa) - Deutschland will 525 Millionen Euro für die internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus bereitstellen. Das sagte Kanzlerin Angela Merkel am Montag bei einer Online-Geberkonferenz, zu der die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen eingeladen hatte. Die Pandemie sei eine globale Herausforderung, die auch nur mit einer weltweiten Zusammenarbeit besiegt werden könne, sagte Merkel. Sie kritisierte, dass in dieser Zeit nicht alle zu einer multilateralen Zusammenarbeit bereit seien. «Es ist eine Stunde der Hoffnung», sagte Merkel. Und: «Deutschland wird sich tatkräftig einbringen.»

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4. Mai 2020: Weltweite Allianz für Corona-Impfstoff startet mit Geberkonferenz

Brüssel (dpa) - Im Kampf gegen das Coronavirus will eine weltweite Allianz an diesem Montag mindestens 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung für Impfstoffe, Arzneien und Tests sammeln. Ziel ist, die Gegenmittel schnellstmöglich auf den Markt zu bringen und dann preiswert weltweit zugänglich zu machen. Bei einer von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen organisierten Online-Konferenz soll auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen. Merkel hat bereits einen «deutlichen finanziellen Beitrag» aus Deutschland zu gesagt. Weltweit wird derzeit nach Angaben der EU-Kommission an mehr als 70 möglichen Impfstoffen geforscht. Mindestens drei werden inzwischen klinisch getestet.

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3. Mai 2020: Merkel ruft zu Zusammenarbeit für Corona-Impfstoff auf

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt für die Bewältigung der Corona-Krise auch auf mehr Tempo bei der Entwicklung eines Impfstoffes. In ihrer am Samstag veröffentlichen, wöchentlichen Videoansprache rief die deutsche Regierungschefin zu mehr internationaler Zusammenarbeit gegen die Pandemie auf. «Wir wissen, dass sie überall schwere Schäden auch unserem wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlichen Leben zufügt. Deshalb müssen wir mit Hochdruck und großer Konzentration daran arbeiten, dieses Virus einzudämmen und dann auch zu besiegen, indem wir einen Impfstoff entwickeln», sagte sie. Auf einer Geberkonferenz am 4. Mai, zu der die EU-Kommission eingeladen hat, werde sich Deutschland mit einem «deutlichen finanziellen Beitrag beteiligen». Es fehlten geschätzt acht Milliarden Euro für die Entwicklung eines Impfstoffes.

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2. Mai 2020: Sachsen-Anhalt lockert als erstes Bundesland Kontaktbeschränkungen

Magdeburg (dpa) - Sachsen-Anhalt lockert die seit sechs Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen. Von Montag an dürfen fünf Menschen zusammen unterwegs sein, auch wenn sie nicht in einem Haushalt leben, wie die Landesregierung am Samstag beschloss. Bisher war nur die Begleitung durch einen Menschen oder durch mehr Angehörige des eigenen Haushalts erlaubt. Hintergrund der Lockerungen sind die vergleichsweise geringen Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt.

Die Bundesregierung hatte nach einer Schaltkonferenz von Bund und Ländern am Donnerstag verkündet, dass die strengen Kontaktbeschränkungen aufrecht erhalten bleiben sollen.

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1. Mai 2020: Demos zum „Tag der Arbeit“: Protest nur digital

Berlin (dpa) - Mehr als zehn Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit, und die schlimmsten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise kommen womöglich erst noch: Mit einem vor allem im Internet organisierten Protest haben Gewerkschaften am 1. Mai vor Einschnitten zulasten von Beschäftigten gewarnt. #SolidarischNichtAlleine lautete das Motto, unter dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ganz digital mit Musik und Videoschalten – auch über den Dächern von Berlin – den „Tag der Arbeit“ beging.

Nur wenige DGB-Vertreter protestieren am Freitagmorgen mit einem großen Banner vor dem Brandenburger Tor. Die Polizei kündigte an, mögliche Demonstrationen und Menschenansammlungen am 1. Mai konsequent auflösen zu wollen. Der Tag stehe ganz im Zeichen des Infektionsschutzes, kündigte Berlins Innensenator Andreas Geisel an. Politische Versammlungen und Ansammlungen von mehr als 20 Menschen auch mit Abständen sind derzeit auf Grund der Corona-Einschränkungen nicht erlaubt.

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30.04.2020: Bund will Spielplätze wieder öffnen. Kontaktbeschränkungen werden verlängert

Berlin (dpa) - Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Pandemie sollen Kinder nach dem Willen der Bundesregierung bald wieder auf die Spielplätze dürfen. Über größere Öffnungsschritte - etwa bei Schulen, Kitas und Vereinssport - soll dagegen erst am 6. Mai entschieden werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder hervor, die am Donnerstagnachmittag begannen. Die bis zum 3. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen sollen nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun «sicherlich» erst einmal bis zum 10. Mai verlängert werden.

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29.04.2020: Bundesregierung verlängert Reisewarnung bis 14. Juni

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Ein entsprechender Vorschlag des Auswärtigen Amts wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett angenommen.

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28.04.2020: Ifo-Institut: Wirtschaft erst Ende 2021 wieder auf Vor-Corona-Niveau

München (dpa) - Die deutsche Wirtschaft dürfte sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts erst Ende nächsten Jahres wieder auf dem Vor-Krisen-Niveau bewegen. «Zurück zum Zustand vor Corona sind wir erst Ende 2021», sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturforschung, am Dienstag. Die einzelnen Branchen dürften sich nach einem Abbau der Beschränkungen aber in unterschiedlichem Tempo erholen. Nach Auswertung einer Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts dürfte die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr um 1,9 Prozent gesunken sein und dann im zweiten um 12,2 Prozent einbrechen. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 6,2 Prozent sinken.

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27.04.2020: Berliner Philharmoniker spielen Europa-Konzert in kleiner Besetzung

Berlin (dpa) - Das traditionelle Europa-Konzert der Berliner Philharmoniker am 1. Mai soll trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Das Orchester wird jedoch in kleiner Besetzung spielen. Eröffnet wird das Konzert aus der Berliner Philharmonie mit einem Grußwort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, wie das Orchester am Montag mitteilte. Auf dem Programm unter Leitung von Chefdirigent Kirill Petrenko steht unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 in einer Bearbeitung für Kammerorchester. Wegen der Abstandsregeln und Hygieneanforderungen haben die Philharmoniker das Programm an eine kammermusikalische Besetzung angepasst. Seit 1991 spielen die Philharmoniker zu ihrem Geburtstag am 1. Mai an einem besonderen historischen Ort. In diesem Jahr war das Konzert vor einer Europatournee in Tel Aviv und als Teil des Staatsbesuchs des Bundespräsidenten in Israel geplant. Wegen der Pandemie wurde der Besuch verschoben und die Tournee abgesagt.

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26.04.2020: Merkel zur EU-Präsidentschaft: Klima genau wie Gesundheit auf der Agenda

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel ist Befürchtungen entgegengetreten, dass in der Corona-Krise der Klimawandel von der Agenda der EU verdrängt werden könnte. Die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands werde wegen der Pandemie «anders ablaufen, als wir uns das vorgenommen hatten», sagte die deutsche Regierungschefin in ihrem Podcast. Klimafragen werde man «genauso auf der Tagesordnung haben wie die Gesundheitsfragen». Man müsse sehen, dass man für die «wirtschaftliche Ertüchtigung Europas» und den sozialen Zusammenhalt etwas tue, sagte die Kanzlerin, und «dass wir an die Zukunft denken - und das sind die Klima- und Umweltfragen». Am 1. Juli übernimmt Deutschland erstmals seit 13 Jahren wieder die EU-Ratspräsidentschaft. Themen sollten eigentlich vor allem Klimaschutz und Digitalisierung sein, der Brexit und die mittelfristige Finanzplanung der EU.

 

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25.04.2020: Solidarität mit afrikanischen Ländern im Kampf gegen Covid-19

Berlin (Auswärtiges Amt) - Deutschland steht vielen afrikanischen Ländern mit schnellen und konkreten Maßnahmen gegen die Pandemie zur Seite. Die Bundesregierung unterstützt einerseits globale und multilaterale Maßnahmen, wie die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten.  Andererseits werden gemeinsam mit afrikanischen Partnern auch auf der lokalen Ebene Projekte umgesetzt, nah an den Menschen. Dabei können viele bestehende Projekte an die neue Situation angepasst werden, damit schnell und unkompliziert Hilfe geleistet werden kann, nur einige Beispiele: 

 

  • In Zusammenarbeit  der GIZ und des Roten Kreuz Malawi werden in Malawi Isolationsstationen für Covid-19-Patienten in malawischen Krankenhäuser ausgebaut.
     
  • In Benin engagieren sich deutsche Expertinnen und Experten einer schnell einsetzbaren Expertengruppe dabei, beninisches Laborpersonal zu schulen. Zudem wurde medizinische Ausrüstung für das zentrale Labor in der Hauptstadt Cotonou zur Verfügung gestellt.
     
  • In Ghana wird das Kumasi Center for Collaborative Research in Tropical Research, ein medizinisches Forschungsinstitut, bei Modernisierungsarbeiten sowie der Beschaffung von medizinischen Verbrauchsmaterialien und Reagenzien unterstützt, um die Testkapazitäten zu erhöhen.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung für 2020 in Afrika bereits 363 Millionen Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.  

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24.04.2020 : Merkel: Beschlüsse über Lockerung von Corona-Auflagen erst am 6. Mai

Berlin (dpa) - Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) voraussichtlich erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen entscheiden. Die Auswirkungen der Geschäftsöffnungen könne man erst 14 Tage später abschätzen, sagte Merkel nach dem EU-Gipfel in Berlin. Andere Lockerungen träten noch später in Kraft. Bisher war erwartet worden, dass über weitergehende Schritte schon Ende April entschieden werden könnte.

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EU plant Billionen-Programm gegen Corona-Wirtschaftskrise

Berlin/Brüssel (dpa) – Die Regierungschefs der Staaten der Europäischen Union billigten am Donnerstag abend ein bereits verabredetes 500-Milliarden-Hilfspaket und die Gründung eines Wiederaufbaufonds, über den noch einmal 1000 Milliarden Euro Hilfen ausgegeben werden könnten. Die deutsche EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen wird bis Mitte Mai ein Modell ausarbeiten. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte ihr Nein zu einer gemeinschaftlichen Schulden. Sie sagte aber, dass Deutschland mehr in den EU-Haushalt einzahlen werde – zuletzt waren dies 13,4 Milliarden Euro mehr als Deutschland über EU-Programme zurückbekam.

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23.04.2020: Merkel stellt Bürger auf lange Zeit der Corona-Einschränkungen ein    

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger darauf eingestellt, dass die Beschränkungen in der Corona-Krise noch lang anhalten werden. «Ich verstehe, dass dieses Leben unter Corona-Bedingungen allen schon sehr, sehr lange vorkommt», sagte Merkel am Donnerstag in ihrer ersten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Bundestag. Niemand höre es gerne, aber es sei die Wahrheit: «Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern immer noch an ihrem Anfang. Wir werden noch lange mit diesem Virus leben müssen.»

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22.04.2020: Bundesregierung stellt mehr Geld für den EU-Haushalt in Aussicht    

Brüssel (dpa) - Die Bundesregierung hat mehr Geld für den nächsten EU-Haushalt in Aussicht gestellt. In den Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen gebe es eine neue Dynamik, und Deutschland sei bereit, «deutlich mehr Finanzmittel zur Verfügung zu stellen», sagte Europa-Staatsminister Michael Roth am Mittwoch vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel habe signalisiert, dass man bereit sei, «sich in noch stärkerem Maße zu engagieren». Vor dem EU-Gipfel am Donnerstag sagte der Politiker, für den Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise gelte wie schon in der Eurokrise: «Whatever it takes» - was immer nötig ist. «Ebensowichtig ist es, Solidarität zu üben.» Von Deutschland werde man sicher ganz besondere Anstrengungen erwarten können. Es könne Deutschland nicht egal sein, ob die Menschen in Spanien, Italien oder Frankreich arbeitslos werden, sagte Roth.

 

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21.04.2020: RKI: Ohne Impfstoff keine Rückkehr zur Normalität

Berlin (dpa) - Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag an die deutsche Bevölkerung appelliert, weiter die Anti-Corona-Empfehlungen einzuhalten. «Das Virus ist nicht weg», sagte RKI-Vize-Präsident Lars Schaade am Dienstag in Berlin. Ohne Impfstoff werde es keine Rückkehr zur Normalität geben. Die Situation sei immer noch ernst, auch wenn in Deutschland bei der Bekämpfung einiges erreicht worden sei. Schaade rief die Menschen dazu auf, weiter den Empfehlungen zu folgen: Etwa möglichst viel zu Hause zu bleiben, Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten und zusätzlich, etwa in Geschäften oder im öffentlichen Nahverkehr, eine Maske über Mund und Nase zu tragen.

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20.04.2020: Merkel kritisiert «Öffnungsdiskussionsorgien» - Rückfallrisiko erhöht    

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus außergewöhnlich scharf kritisiert. Am Montag machte Merkel in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums deutlich, wie unzufrieden sie sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu «Öffnungsdiskussionsorgien» geführt habe. Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark.

 

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19.04.2020: Bundesfinanzminister will Gastronomie gezielt helfen

Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stellt den von der anhaltenden Schließung in der Corona-Pandemie besonders betroffenen Hoteliers und Restaurantbetreibern finanzielle Unterstützung in Aussicht. „Natürlich schauen wir genau, ob und wo wir gezielt weitere Hilfen benötigen. Wir haben vor allem jene Branchen im Blick, für die es noch nicht so schnell wieder losgeht. Das Hotel- und Gaststättengewerbe gehört sicherlich dazu“, sagte Scholz der „Welt am Sonntag“. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnte, den gut 223.000 Betrieben der Branche gingen bis Ende April rund 10 Milliarden Euro Umsatz verloren. Ohne zusätzliche staatliche Unterstützung stehe jeder dritte Betrieb vor der Insolvenz.

 

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18.04.2020: Erstes Bundesland führt Maskenpflicht ein

Dresden (dpa) - Das ostdeutsche Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef. Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Maskenpflicht „die richtige Antwort“, so Kretschmer. Von Montag an sollen in Sachsen einige Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert werden.

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Gottesdienste sollen trotz Corona wieder möglich werden  

Berlin (dpa) - Gottesdienste sollen in Deutschland bei Einhaltung von Hygiene-Regeln zum Schutz vor Corona schrittweise wieder möglich werden. Dazu soll in den kommenden Tagen ein Konzept erarbeitet werden. Dieses solle dann Grundlage sein für spätere Beschlüsse, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums nach einem Gespräch mit Repräsentanten der katholischen und evangelischen Kirche, der orthodoxen Christen, des Zentralrats der Juden sowie des Koordinationsrats der Muslime. Sachsen will nun schon ab Montag wieder unter bestimmten Bedingungen öffentliche Gottesdienste erlauben. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sagte im Anschluss, der gefundene Konsens bestehe darin, dass Gottesdienste unter Einhaltung hygienischer Regelungen und Mindestabstände möglichst bald nach dem 30. April wieder erlaubt werden sollten.

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17.04.2020: Deutschland fordert mehr Hilfen für ärmste Länder

Berlin (dpa) - Vor der Frühjahrstagung der Weltbank hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in der Corona-Krise weitere Hilfen für die am wenigsten entwickelten Staaten gefordert. Zugleich begrüßte er die Entscheidung führender Wirtschaftsnationen vom Mittwoch, den Schuldendienst für solche Ländern auszusetzen. „Ich erwarte, dass sich auch die Weltbank an dem Schuldenmoratorium beteiligt“, erklärte Müller vor dem Weltbank-Treffen an diesem Freitag, an dem er als deutscher Gouverneur bei der Weltbank per Video teilnehmen wird.

„Globale Lieferketten brechen bereits zusammen. Millionen von Menschen stehen ohne Arbeit und Einkommen vor dem Nichts, was zu Hunger, Unruhen und Gewalt führen kann“, erklärte Müller. Müller nannte mehrere Forderungen: „Mit der Schuldenstundung gewinnen wir kostbare Zeit, aber ich befürchte, dass viele Länder weit mehr Hilfe brauchen. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass wir in einem zweiten Schritt für die ärmsten 47 Länder, die sogenannten Least Developed Countries, einen Schuldenerlass vorbereiten.“ Diese Länder müssten sich verpflichten, eingesparte Zinsen in Gesundheit und soziale Sicherung zu investieren.

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16.04.2020: Die Risiken der Lockerungen 

Berlin (dpa) - Deutschland habe einen «zerbrechlichen Zwischenerfolg» im Kampf gegen die Pandemie erreicht, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch im Zuge der Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Maßnahmen. Sie machte deutlich: Schon vermeintlich kleine Änderungen der sogenannten Reproduktionszahl können erhebliche Folgen haben. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

Bei einem Reproduktionswert von 2 - ein Coronavirus-Infizierter steckt im Durchschnitt zwei weitere Menschen an - würden aus 500 Fällen nach nur zehn Ansteckungsrunden mehr als eine Million Fälle. Schon eine Veränderung von 1,1 auf 1,2 kann bedeuten, dass die Intensivversorgung Monate früher an ihre Kapazitätsgrenzen kommt. Derzeit kommt nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) etwa jeder sechste Infizierte (16 Prozent) wegen schwerer Symptome ins Krankenhaus.

Um eine Epidemie auf natürliche Weise - also ohne Impfstoff - auslaufen zu lassen, müsste der Reproduktionswert über längere Zeit hinweg bei unter 1 liegen, ein Infizierter also im Mittel weniger als einen anderen anstecken. Das gilt nicht nur in Deutschland als derzeit kaum erreichbar - zumal bei fortschreitenden Lockerungen.

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15.04.2020: Schulstart, Großveranstaltungen, Geschäfte – so geht es weiter

Berlin (dpa) - Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.

Eine Einigung gab es in dem Gespräch auch im Hinblick auf Großveranstaltungen. Sie sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden. Betroffen seien auch Fußballspiele. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen demnach von den Länder getroffen werden.

Geplant ist auch die Öffnung von Geschäften bis zu einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern. Die Länder können das unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen genehmigen.

Die seit Wochen geltenden harten Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus sollten grundsätzlich bis zum 3. Mai verlängert werden.

 

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15.04.2020: Rückholaktion vor dem Abschluss 

Berlin (dpa) - Gut vier Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung sind mehr als 230 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt erfuhr, muss jetzt nur noch eine „mittlere vierstellige Zahl“ Reisender ausgeflogen werden, die meisten davon aus Südafrika, Argentinien und Peru. Die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik dürfte damit in wenigen Tagen abgeschlossen sein. Danach werden sich die Botschaften aber weiter um Einzelfälle kümmern.

Außenminister Heiko Maas hatte die Rückholaktion Mitte März gestartet, um zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften Reisende aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Das Auswärtige Amt hat dafür auch selbst Flugzeuge gechartert und mit 245 Sonderflügen 62 000 Passagiere transportiert. Darunter waren auch 5000 EU-Bürger und 2000 Bürger aus Staaten außerhalb der Europäischen Union.

 

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14.04.2020: Breiter Ruf nach Öko-Konjunkturpaket

Berlin (dpa) - Nach der Corona-Krise muss sich die Wirtschaft erholen - aber bitte nachhaltig: Das fordern Politiker, Unternehmenschefs, Gewerkschaften, Verbände und Experten aus ganz Europa. Am Dienstag veröffentlichten sie einen Aufruf, den auch die deutsche Bundesumweltministerin Svenja Schulze unterzeichnet hat. «Nach der Krise wird die Zeit des Wiederaufbaus kommen», heißt es darin. Die massiven Investitionen und die Pläne für Aufschwung auf allen Ebenen müssten Klimaschutz und den Erhalt der Ökosysteme zum zentralen Teil der Wirtschaftspolitik machen. Gestartet hatte die Initiative der Vorsitzende des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, Pascal Canfin. Schulze sagte, schon jetzt biete sich die Chance, ein neues Wohlstandsmodell zu entwickeln.

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13.04.2020: Leopoldina: Schulen so bald wie möglich wieder öffnen

Halle (dpa) - Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen sobald wie möglich Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise wieder zu öffnen. In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler heißt es unter anderem, dass es dafür aber eine Voraussetzung sei, dass die Infektionen auf niedrigem Niveau stabilisiert seien und die bekannten Hygieneregeln eingehalten würden. Zudem sprechen sich die Experten für eine Masken-Pflicht etwa in Bussen und Bahnen aus. Der Stellungnahme zufolge könnten auch weitere Teile des öffentlichen Lebens schrittweise unter bestimmten Voraussetzungen wieder normalisiert werden, zunächst etwa der Einzelhandel, das Gastgewerbe und Behörden. Aber auch private und dienstliche Reisen sowie gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen könnten wieder stattfinden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie der Leopoldina als „sehr wichtig“ für das weitere Vorgehen bezeichnet. Merkel will an diesem Mittwoch (15. April) mit den Ministerpräsidenten in einer Schaltkonferenz die Lage in der Corona-Krise nach den Ostertagen bewerten.

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13.04.2020: CDU-Chefin dringt auf einheitliches Vorgehen bei Corona-Lockerungen

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer pocht auf ein möglichst einheitliches Vorgehen bei einem schrittweisen Ausstieg aus den harten Corona-Beschränkungen nach den Osterferien. „Es ist wichtig, dass wir möglichst einheitliche Regelungen haben. Alles andere wirft zusätzliche Fragen auf“, sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es gebe auch innerhalb der Ministerpräsidentenkonferenz die feste Vereinbarung, „gemeinsam mit der Bundesregierung ein gutes Gesamtpaket auch vorstellen zu können, mit dem man möglicherweise - das hängt von der Entwicklung der Zahlen über Ostern ab - erste Schritte gehen kann“.

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12.04.2020: Maas: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft wird Corona-Präsidentschaft

Berlin (dpa) - Der Kampf gegen das Coronavirus wird nach Worten von Außenminister Heiko Maas das bestimmende Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden. "Wir werden sie zu einer 'Corona-Präsidentschaft' machen, um Corona und seine Folgen zu überwinden", schreibt der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung Welt. "Es gilt, Lehren aus der Krise zu ziehen, zum Beispiel, indem wir den EU-Katastrophenschutz und die gemeinsame Beschaffung und Produktion von lebenswichtigen Medizingütern verbessern." Maas schreibt weiter: "Sobald wir über den Berg sind, wird eine der ersten Aufgaben darin bestehen, die Beschränkungen für freies Reisen und den Binnenmarkt schrittweise und koordiniert zurückzuführen." Deutschland übernimmt in der zweiten Jahreshälfte die EU-Ratspräsidentschaft.

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11.04.2020: Steinmeier mahnt zu Geduld

Berlin (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürgerinnen und Bürger an Ostern zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise gemahnt. In einer Fernsehansprache äußerte sich das Staatsoberhaupt am Samstag optimistisch: Wir können und wir werden auch in dieser Lage wachsen. Steinmeier sagte, es sei gut, dass der Staat jetzt kraftvoll handelt - in einer Krise, für die es kein Drehbuch gab. Zugleich appellierte er an die Menschen in Deutschland: Ich bitte Sie alle auch weiterhin um Vertrauen, denn die Regierenden in Bund und Ländern wissen um ihre riesige Verantwortung. Es war das erste Mal, dass ein Bundespräsident in dieser Form auf ein aktuelles Ereignis eingeht. Normalerweise hält er solche Ansprachen nur jedes Jahr an Weihnachten.

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11.04.2020: Maas spricht sich für Stärkung der WHO aus

Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation als Konsequenz aus der Coronakrise ausgesprochen. „Die WHO spielt eine unverzichtbare Rolle in dieser Pandemie. Wir müssen sie jetzt stärken, unterstützen und sie dann für die Zukunft noch besser als bisher aufstellen“, so Maas. „Manöverkritik ist immer zulässig, aber sie muss konstruktiv sein.“

Inzwischen hat sich auch der UN-Sicherheitsrat erstmals mit der Krise befasst. Maas begrüßte das: „Wir können diese Krise nur gemeinsam und solidarisch bewältigen. Dafür brauchen wir starke Vereinte Nationen und einen starken Sicherheitsrat“, sagte er. Maas forderte den Sicherheitsrat auf, sich die Forderung des UN-Generalsekretärs António Guterres nach einer weltweiten Waffenruhe zu eigen zu machen.

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11.04.2020: Deutsche zufrieden mit Krisenmanagement

Berlin (dpa) - Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge zufrieden mit dem bisherigen Krisenmanagement der Bundesregierung in der Coronakrise. In einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bewerteten 66 Prozent das Agieren des Kabinetts unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krise eher positiv. Vor zwei Wochen waren es noch 54 Prozent. Der Anteil der Unzufriedenen ist in diesem Zeitraum von 38 auf 27 Prozent gesunken.

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10.04.2020: Neue Quarantänepflicht – Bundespolizei informiert am Flughafen

Frankfurt (dpa) - Die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ist seit dem frühen Freitagmorgen im Einsatz, um Rückreisende über die neue Quarantänepflicht zu informieren. „Als Amtshilfe für das Gesundheitsamt händigen wir seit null Uhr allen einreisenden Passagieren ein Infoblatt aus“, sagte der Sprecher der Flughafen-Bundespolizei, Reza Ahmari. „Darauf steht, dass sie sich direkt in häusliche Quarantäne begeben und bei ihrem örtlichen Gesundheitsamt melden müssen.“

Am Karfreitag seien an Deutschlands größtem Airport mehrere Tausend Reisende betroffen, 80 Prozent davon stünden im Zusammenhang mit den Rückholaktionen des Auswärtigen Amts. Wer aus dem Ausland nach Deutschland einreist, muss als Schutz vor dem Coronavirus künftig zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Die Vereinbarung von Bund und Ländern ist seit diesem Freitag in Kraft und gilt vorerst bis zum 19. April. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Personen, die weniger als 24 Stunden im Ausland waren oder für bestimmte Saisonarbeiter.

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10.04.2020: Karfreitags-Gottesdienst im Autokino

Düsseldorf (dpa) - Streng getrennt und doch gemeinsam: In einem Autokino haben mehrere Hundert Christen in Düsseldorf trotz der Corona-Krise einen Karfreitags-Gottesdienst besucht. Nach Angaben des Kinobetreibers waren Besucher in rund 400 Autos auf den Parkplatz an der Messe der Landeshauptstadt gekommen. Per Autoradio konnten sie die ökumenische Feier verfolgen.

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10.04.2020: Wirtschaft für Fahrplan aus dem Corona-Stillstand

Berlin (dpa) - Unternehmensverbände dringen auf ein baldiges Ende des Stillstands in großen Teilen des Geschäftslebens. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert von der Bundesregierung eine Exit-Strategie nach Ostern. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) regt einen gemeinsamen Fahrplan von Politik und Wirtschaft in Richtung Normalität an.

„Fest steht, dass viele Unternehmen um ihr Überleben kämpfen“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Freitag mit Blick auf die nach Ostern anstehenden Entscheidungen von Bund und Ländern über Dauer und mögliches Ende der Ladenschließungen und anderer Einschränkungen. „Ein Signal, wie der Einstieg in eine schrittweise Normalisierung ausfallen könnte, wird für die Planungen und die Existenz der Unternehmen jetzt immer wichtiger.“

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09.04.2020: Bauernverband „erleichtert“ über Einreise von Erntehelfern

München (dpa) - Der Deutsche Bauernverband begrüßt die Einreise von ausländischen Erntehelfern inmitten der Coronavirus-Krise. „Wir sind erleichtert: Durch diese Regelung bleiben unsere Betriebe arbeitsfähig“, sagte Präsident Joachim Rukwied am Donnerstag dem „Bayerischen Rundfunk“. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten sich darauf geeinigt, 80 000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen. Die Helfer werden unter anderem dringend für die Spargelernte gebraucht. Am Donnerstag sollen erste Flüge in Düsseldorf und Berlin landen. Rukwied hofft zwar, dass auch Erntehelfer aus Deutschland zum Einsatz kommen können. Allerdings hätten die ausländischen Saisonkräfte mehr Erfahrung: „Ohne die wäre es nicht gegangen.“

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08.04.2020: RKI-Chef: „Positiver Trend“ durch Corona-Maßnahmen erkennbar

Berlin (dpa) - Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich zuversichtlich über die Wirkung der in Deutschland geltenden Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus geäußert. „Es ist auf jeden Fall ein positiver Trend und den bringen wir natürlich zusammen mit den Maßnahmen“, sagte Wieler in einem Interview des Radiosenders „Deutschlandfunk“ am Mittwoch. „Das heißt also: Die Maßnahmen, die von den politischen Entscheidern eingeführt wurden, diese Maßnahmen helfen.“ Er betonte jedoch Entwarnung könne noch nicht gegeben werden. Aktuell liegt die Reproduktionszahl laut Wieler bei 1,3, ein Infizierter steckt also im Schnitt 1,3 gesunde Menschen an. Diese Zahl soll unter 1,0 gedrückt werden. Das Virus wird dann langsam eingedämmt. Für eine Lockerung der Maßnahmen sei aber nicht nur die Reproduktionszahl relevant, sondern auch der Anteil immuner Menschen in der Bevölkerung sowie die Kapazitäten des Gesundheitssystems, erklärte Wieler.

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07.04.2020: Ethikrat für Debatte über Lockerung der Corona-Beschränkungen 

Berlin (dpa) - Der Deutsche Ethikrat hält eine Debatte über die Strategie zur Lockerung der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise für geboten. Der Vorsitzende des beratenden Gremiums, der Theologe Peter Dabrock, äußerte am Dienstag in Berlin die Befürchtung, dass andernfalls das nötige Vertrauen der Bevölkerung Schaden nehmen könnte. 
Wichtig für Lockerungen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind auch weitere Erkenntnisse über die Ausbreitung der Pandemie. Diese erhofft sich das Robert Koch-Institut (RKI) jetzt aus der Auswertung der Daten von Fitness-Armbändern und Computeruhren. Dafür veröffentlichte das RKI die App «Corona-Datenspende», die auf Daten aus den Geräten zugreifen kann. 

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06.04.2020:

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06.04.2020: Deutschland hat bisher 198 Corona-Patienten aus der EU aufgenommen

Berlin (dpa) - Deutschland hat seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie 198 schwerkranke Patienten aus anderen EU-Staaten zur Behandlung aufgenommen. Derzeit gebe es noch Zusagen für 58 Behandlungsplätze, die nicht in Anspruch genommen worden seien, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Es seien 130 Patienten aus Frankreich, 44 Erkrankte aus Italien und 24 weitere aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht worden.

«Von der italienischen Seite ist es im Moment so, dass ein leichter Rückgang der Zahl der Corona-Intensivpatienten zu beobachten ist. Daher wird aus Italien zunächst kein weiterer Transfer nach Deutschland geplant», sagte der Sprecher. Die Bundesländer seien zu weiterer Hilfe bereit. Auch die Luftwaffe hat sich mehrfach mit dem Spezialflugzeug Airbus A310 MedEvac beteiligt.

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06.04.2020: Umfrage: Viele Bürger in Corona-Krise besorgt bei Geldfragen

Berlin (dpa) - Angesichts der Corona-Krise machen sich laut einer Umfrage viele Bürger Gedanken wegen möglicher finanzieller Nachteile. Wucherpreise für vielleicht einmal knappe Waren wie Hygieneartikel besorgen 38 Prozent sehr oder eher stark, wie die Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ergab. Ein Drittel (33 Prozent) befürchtet stark, dass die private Altersvorsorge an Wert verliert. Die größte Unsicherheit gibt es darüber, wegen fehlender Klinik- oder Arztkapazitäten nicht ausreichend behandelt werden zu können. Dies besorgt 43 Prozent der Befragten stark.

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06.04.2020:

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05.04.2020: Frühlingswetter – Bundesregierung ruft dazu auf, Kontaktverbote einzuhalten 

Berlin (dpa) – Angesichts des Frühlingswetters warnt die Bundesregierung die Bürger, im Kampf gegen das Coronavirus auch über Ostern unbedingt die Kontaktverbote einzuhalten. „Wir müssen weiter alles tun, um eine zu schnelle Ausbreitung in Deutschland zu vermeiden. Das gilt leider auch für die Ostertage so bitter das für viele Familien und Freundeskreise ist“, sagte Außenminister Heiko Maas der Deutschen Presse-Agentur. Er fügte mahnend hinzu, ein Blick über die Grenzen zeige noch viel dramatischer als in Deutschland, wie tödlich das Coronavirus sei.

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05.04.2020: Kanzleramtsminister: Zeit mit höchsten Infektionszahlen noch vor uns

Berlin (dpa) - Kanzleramtsminister Helge Braun hat mit Blick auf die Corona-Pandemie betont, dass der Höhepunkt der Krise in Deutschland noch bevorstehe. Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, „uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten“, sagte Braun der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns.“ Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine Verdoppelung alle drei Tage gegeben. Damit das Gesundheitswesen nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich mehr als zehn Tagen nötig, so Braun. „Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage.“

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05.04.2020: Von der Leyen fordert Marshall-Plan für Europa

Berlin (dpa) – Europa müsse mehr Geld für die Zeit nach der Corona-Krise in die Hand nehmen, so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. „Wir brauchen einen Marshall-Plan für Europa“, schreibt sie in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. Von der Leyen spricht sich darin für massive Investitionen in den EU-Haushalt aus. Der Haushalt sei in allen Mitgliedsstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden.

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04.04.2020: Bayern nimmt Corona-Patienten auf und richtet Hilfskrankenhäuser ein

München (dpa) - Bayern will in der Corona-Krise zehn schwerkranke Covid-19-Patienten aus der französischen Hauptstadt Paris zur Behandlung aufnehmen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag bei Twitter mit. Er habe der französischen Botschafterin Unterstützung zugesagt. „In der Not helfen Freunde“, schrieb Söder. „Europa muss zusammenstehen.“ Seit vergangenen Sonntag hat Bayern bereits zehn Corona-Patienten aus Italien zur medizinischen Versorgung aufgenommen und ist dabei, 26 Hilfskrankenhäuser einzurichten. Deutsche Krankenhäuser haben inzwischen mehr als 100 mit dem Coronavirus infizierte Patienten aus EU-Partnerländern aufgenommen.

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04.04.2020: Müller fordert in Corona-Krise „Weltkrisenstab“

Berlin (dpa) - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) dringt auf einen globaleren Ansatz bei der Coronavirus-Bekämpfung. Im Magazin Spiegel sprach er sich für die Schaffung eines „Weltkrisenstabes“ aus. Diese neue Einrichtung könnte UN-Generalsekretär António Guterres leiten. Jetzt schlage „die Stunde der Vereinten Nationen“, sagte Müller. Guterres müsse internationale Hilfsorganisationen in enger Abstimmung mit Institutionen wie Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) koordinieren. Die Pandemie sei ein „globaler Weckruf zur Zusammenarbeit“.

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03.04.2020:

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03.04.2020: Paketmengen inzwischen auf „Vorweihnachtsniveau“

Bonn (dpa) - Der Paket-Dienstleister DHL meldet nach einigen Wochen Corona-Krise mittlerweile steigende Paketzahlen. Zu Beginn der Einschränkungen hatte sich zunächst kein nennenswerter Effekt bemerkbar gemacht. Man sehe nun «eine täglich steigende Zahl von Sendungen, deren Menge mittlerweile sehr spürbar über der des Vorjahres zu dieser Zeit liegt», sagte ein Post-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Über Ostern werde die Menge voraussichtlich weiter steigen. «Der sehr plötzliche Anstieg auf nunmehr schon Vorweihnachtsniveau pro Tag in unserem Netzwerk zeigt uns, dass gerade auch kleine Händler verstärkt auf DHL setzen, um ihre Waren auch bei Schließung der Ladenlokale an den Konsumenten zu bringen», sagte Post-&-Paket-Vorstand Tobias Meyer.

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03.04.2020: Maas sagt: Nationales Handeln Grundlage für internationale Hilfe

Berlin (dpa) - Für Bundesaußenminister Heiko Maas stehen nationales und europäisches Handeln in der Coronakrise in keinem Widerspruch zueinander. „Wir müssen national handlungsfähig bleiben, um uns international gegenseitig zu helfen“, sagte der SPD-Politiker am Freitag im ARD-“Morgenmagazin“. „Natürlich müssen wir dafür sorgen, dass die Probleme, die wir in Deutschland haben mit Blick auf das Coronavirus, gelöst werden.“

Zugleich betonte Maas die Wichtigkeit europäischer Solidarität - auch auf wirtschaftlicher Ebene: „Die deutsche Wirtschaft ist eine Exportwirtschaft. Wir sind darauf angewiesen, dass die Situation in anderen Ländern gut ist.“ Die Coronakrise werde in Deutschland Arbeitsplätze kosten. „Aber wenn wir sie international nicht lösen, wird es eine zweite Welle geben, die Arbeitsplätze kostet: Wenn nämlich um uns herum die Länder in Europa immer größere Probleme haben und vor die Hunde gehen würden“, sagte Maas. „Das müssen wir verhindern und das können wir nur gemeinsam in Europa.“

Er verwies in diesem Zusammenhang etwa auf die Möglichkeit, über den Eurorettungsschirm ESM Corona-Folgen in den einzelnen Ländern finanziell abzufedern.

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03.04.2020: Kanzleramt strebt rasche Stichproben mit Anti-Körper-Tests an

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will im Kampf gegen das Coronavirus sofort nach Vorliegen eines zuverlässigen Antikörpertests repräsentative Stichproben in der Bevölkerung machen lassen. Das kündigte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Donnerstagabend im Fernsehen an. Ziel sei ein Überblick, wie groß der Anteil der Menschen in der Bevölkerung ist, die Antikörper gegen das Virus haben. Einen Test auf Antikörper im Blut gebe es schon, er sei „aber noch nicht so genau, wie wir ihn brauchen“, sagte Braun.

Der derzeit vorliegende Test könne „den fatalen Fehler machen, dass er einem suggeriert, man sei schon immun und es stimmt am Ende gar nicht“. Sobald dies behoben ist, solle „eine große Serie von Menschen, die glauben, sie hätten nie etwas mit Corona zu tun gehabt“, freiwillig getestet werden. Dies werde zeigen, wie viele Menschen die Erkrankung „still“ durchmachten und wie groß die Infizierten-Dunkelziffer sei.

 

02.04.2020:

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02.04.2020: Bundespräsident Steinmeier ruft zu Hilfsbereitschaft auf - das Beste in uns zeigen

Berlin (dpa) - Deutschlands Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger in der Corona-Krise zur Hilfsbereitschaft im Alltag aufgerufen. Zeigen wir einander doch das Beste in uns - zeigen wir Mitmenschlichkeit, zeigen wir Solidarität, sagte er am Donnerstag in einer neuen Videobotschaft. Wenn wir das miteinander schaffen, dann zerfällt unsere Gesellschaft nicht in dieser Krise, sondern im Gegenteil: Dann wächst sie enger zusammen.

Wir sind vielleicht zur Isolation verdammt - aber nicht zur Untätigkeit, sagte der Bundespräsident weiter. Jeder und jede könne helfen. Dies könne ein Einkauf für ältere Nachbarn sein, ein Anruf bei der Familie, eine Gute-Nacht-Geschichte für die Enkel übers Telefon oder Briefe an Verwandte in Pflegeheimen, die man jetzt nicht besuchen dürfe.

Wir können auch unseren Lieblingsläden, die derzeit geschlossen bleiben müssen, Gutscheine abkaufen oder in unseren Lieblingsrestaurants Essen zum Mitnehmen bestellen. Und man könne das Geld für gekaufte Eintrittskarten nicht zurückfordern, um in ihrer Existenz bedrohte Kulturschaffende zu unterstützen, sagte Steinmeier in seiner Ansprache. Ihr Text wurde auf seiner Internetseite auch in englischer, türkischer, russischer und arabischer Sprache veröffentlicht.

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02.04.2020: Bundeswehr: 15.000 Soldaten ab Freitag einsatzbereit zur Amtshilfe

Berlin (dpa) - Zur Bewältigung der Corona-Krise hält die Bundeswehr von diesem Freitag an 15.000 Soldaten bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen. Die Männer und Frauen seien dann unterschiedlich schnell - beispielsweise binnen 12 bis 72 Stunden - abmarschbereit, sagte ein Sprecher der Bundeswehr am Donnerstag. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz eingestellt.

Auch die Bundeswehr leidet nach ihren Worten unter der Knappheit von Schutzausrüstung. „Wir haben auch Vorräte für eine gewisse kurze Frist“, sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. „Ansonsten leiden wir natürlich wie alle im Moment darunter, dass wir noch nicht in einem ausreichenden Maße etwa Schutzmasken nachführen können, dass das Fachpersonal eben auch knapp ist.“

Hilfsgesuche aus den Ländern seien deshalb „immer eine schwierige Abwägung“, weil das entsprechende Material und Personal dann in den eigenen Krankenhäusern fehle, erklärte die Ministerin. Die Bundeswehr hatte etwa vor knapp zwei Wochen damit begonnen, Ausrüstung wie Schutzmasken und Kittel nach Heinsberg in Nordrhein-Westfalen zu liefern. Der von der Corona-Krise besonders stark betroffene Kreis hatte zuvor um Hilfe gebeten.

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02.04.2020:

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02.04.2020: Merkel: Derzeit keine Aussage möglich zum Ende der Beschränkungen

Berlin (dpa) - In der Corona-Krise stellt Bundeskanzlerin Angela Merkel kein Ende der Einschränkungen in Aussicht. „Ich kann zu dieser Frage, wie lange das noch dauern wird, keine Aussagen machen zum jetzigen Zeitpunkt“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch nach telefonischen Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Länder hätten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gemeinsam beschlossen und wollten sie auch gemeinsam beenden, wenn es so weit sei.

Die Behandlung schwerer Covid-19-Fälle auf der Intensivstation liege im Durchschnitt bei deutlich über zwei Wochen und dauere damit länger als erwartet. Deshalb müsse es dazu kommen, dass sich die Zahl der Erkrankten erst alle „12, 13, 14 Tage“ verdopple, sagte Merkel. «Wir wollen eine Überforderung vermeiden», sagte sie mit Blick auf das Gesundheitssystem. „Deshalb können wir immer nur von Schritt zu Schritt, von Datum zu Datum vorgehen.“ Die Lage solle am Dienstag nach Ostern erneut bewertet werden.

„Ich glaube, die Menschen im Lande – darauf hoffe ich, und darauf stütze ich auch meine Erwartungen - verstehen das und wollen nicht, dass wir da in eine schwierige Lage kommen. Gerade für die Gruppen, die wir besonders beschützen müssen – nämlich die Älteren, die Behinderten, die Vorerkrankten“, sagte Merkel. „Und dieses Verständnis, dafür danke ich. Das zeichnet unsere Gesellschaft aus. Der Artikel 1 unseres Grundgesetzes heißt ´Die Würde des Menschen ist unantastbar´, und das wird gelebt im Augenblick, und dafür bin ich sehr dankbar, und so müssen wir uns auch weiter verhalten.“

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02.04.2020:  An deutschen Flughäfen fliegt fast niemand mehr

Berlin/Frankfurt (dpa) - An den größeren deutschen Flughäfen gibt es wegen der Corona-Krise kaum noch Starts und Landungen. In der letzten März-Woche (23.-29.3.) ist die Zahl der abgefertigten Passagiere auf nur noch knapp 206 000 gesunken, wie der Flughafenverband ADV am Donnerstag berichtete. Das entspricht noch 5 Prozent des Wertes aus dem Vorjahr. Deutlich geringer fiel der Rückgang bei der Fracht aus, deren Volumen in der genannten Woche nur um 20,4 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

Zur öffentlichen Daseinsvorsorge würden dennoch alle Flughäfen im Betrieb gehalten, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Dringend benötigte Krankentransporte sowie Fracht- und Rückholflüge könnten weiterhin problemlos abgewickelt werden. Beisel mahnte bei der Bundesregierung finanzielle Unterstützung an: „Ein Flughafenbetrieb ohne Einnahmen lässt sich nicht lange durchhalten. Liquiditätshilfen und Kostenübernahmen sind dringend erforderlich.“

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01.04.2020: Von der Leyen kündigt europäischen Plan für Kurzarbeitergeld an

Brüssel (dpa) - In der Corona-Krise könnten die EU-Staaten für Kurzarbeiterhilfen demnächst Geld aus Brüssel bekommen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch eine Initiative namens «Sure» an, die am Donnerstag vorgestellt werden soll. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht es nicht um Zuschüsse an die nationalen Arbeitslosenversicherungen, die üblicherweise durch Sozialabgaben von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert werden. Eric Mamer, den Chefsprecher der EU-Kommission, sprach vielmehr von «Hilfe zur Finanzierung nationaler Kurzarbeiterprogramme». Zur Finanzierung des europäischen Programms könnten nach dpa-Informationen Instrumente der in der Euro-Schulden-Krise aufgelegten Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität EFSF genutzt werden. Die EFSF wurde 2010 als Vorläufer des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM gegründet und konnte eigene Anleihen ausgeben, für die die Eurostaaten anteilig haften.

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01.04.2020: Corona-Krise macht Wettervorhersagen unsicherer

Genf (dpa) - Weil der Flugverkehr wegen der Corona-Krise weitgehend eingestellt ist, werden Wettervorhersagen und Klimabeobachtungen schwieriger. Für die Wettermodelle fehlen Daten, die normalerweise von Sensoren an Flugzeugen stammen. «Wenn noch weniger Wetterdaten von Flugzeugen geliefert werden und dies über einen längeren Zeitraum, dürfte die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen abnehmen», sagte Lars Peter Riishojgaard, Fachgruppenleiter bei der Weltwetterorganisation (WMO), am Mittwoch in Genf.

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31.03.2020: Luft wegen Corona-Ausgangssperren in deutschen Städten sauberer

Brüssel (dpa) - Die Luftverschmutzung in deutschen Städten hat im Zuge der Corona-Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich von Satellitenbildern aus den vergangenen Tagen mit jenen ein Jahr zuvor, die die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit EPHA am Montag veröffentlichte. Das ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen für Gesundheits- und Umweltschutz.

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31.03.2020: Masken statt Kostüme: Theaterwerkstätten stellen um

Berlin (dpa) - Mehrere Theaterwerkstätten helfen in der Corona-Krise und fertigen während der Bühnenschließung einfache Schutzmasken. Erste Aufträge hat zum Beispiel der Berliner Bühnenservice, der normalerweise für Opernhäuser und das Staatsballett arbeitet. Rund 300 Masken seien für ein Alten- und Pflegeheim genäht worden, sagte Geschäftsführer Rolf D. Suhl der Deutschen Presse-Agentur. Rund 300 weitere sollen für ein zweites Heim entstehen. Auch Arztpraxen, Apotheken und eine Klinikgesellschaft hätten angefragt.

Die Masken werden aus kochfestem Baumwollstoff genäht. Ähnliche Initiativen gibt es auch in anderen deutschen Städten, etwa Mainz und Leipzig. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, fallen seit Längerem die Vorstellungen an Theatern aus. Am Berliner Maxim Gorki Theater nähen 15 Mitarbeiter nun Masken für Mund und Nase, auch am Deutschen Theater in der Hauptstadt gibt es solche Pläne. Am Theater an der Parkaue sind sechs Mitarbeiter damit beschäftigt. „Die Kollegen freuen sich, dass sie einen Beitrag leisten können“, sagte Sprecher Julius Dürrwald.

Stoffmasken schützen vor allem andere Menschen vor möglicherweise infektiösen Tröpfchen.

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30.03.2020:

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02.04.2020: Merkel: Derzeit keine Aussage möglich zum Ende der Beschränkungen

Berlin (dpa) - In der Corona-Krise stellt Bundeskanzlerin Angela Merkel kein Ende der Einschränkungen in Aussicht. „Ich kann zu dieser Frage, wie lange das noch dauern wird, keine Aussagen machen zum jetzigen Zeitpunkt“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch nach telefonischen Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Länder hätten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gemeinsam beschlossen und wollten sie auch gemeinsam beenden, wenn es so weit sei.

Die Behandlung schwerer Covid-19-Fälle auf der Intensivstation liege im Durchschnitt bei deutlich über zwei Wochen und dauere damit länger als erwartet. Deshalb müsse es dazu kommen, dass sich die Zahl der Erkrankten erst alle „12, 13, 14 Tage“ verdopple, sagte Merkel. «Wir wollen eine Überforderung vermeiden», sagte sie mit Blick auf das Gesundheitssystem. „Deshalb können wir immer nur von Schritt zu Schritt, von Datum zu Datum vorgehen.“ Die Lage solle am Dienstag nach Ostern erneut bewertet werden.

„Ich glaube, die Menschen im Lande – darauf hoffe ich, und darauf stütze ich auch meine Erwartungen - verstehen das und wollen nicht, dass wir da in eine schwierige Lage kommen. Gerade für die Gruppen, die wir besonders beschützen müssen – nämlich die Älteren, die Behinderten, die Vorerkrankten“, sagte Merkel. „Und dieses Verständnis, dafür danke ich. Das zeichnet unsere Gesellschaft aus. Der Artikel 1 unseres Grundgesetzes heißt ´Die Würde des Menschen ist unantastbar´, und das wird gelebt im Augenblick, und dafür bin ich sehr dankbar, und so müssen wir uns auch weiter verhalten.“

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02.04.2020:  An deutschen Flughäfen fliegt fast niemand mehr

Berlin/Frankfurt (dpa) - An den größeren deutschen Flughäfen gibt es wegen der Corona-Krise kaum noch Starts und Landungen. In der letzten März-Woche (23.-29.3.) ist die Zahl der abgefertigten Passagiere auf nur noch knapp 206 000 gesunken, wie der Flughafenverband ADV am Donnerstag berichtete. Das entspricht noch 5 Prozent des Wertes aus dem Vorjahr. Deutlich geringer fiel der Rückgang bei der Fracht aus, deren Volumen in der genannten Woche nur um 20,4 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

Zur öffentlichen Daseinsvorsorge würden dennoch alle Flughäfen im Betrieb gehalten, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Dringend benötigte Krankentransporte sowie Fracht- und Rückholflüge könnten weiterhin problemlos abgewickelt werden. Beisel mahnte bei der Bundesregierung finanzielle Unterstützung an: „Ein Flughafenbetrieb ohne Einnahmen lässt sich nicht lange durchhalten. Liquiditätshilfen und Kostenübernahmen sind dringend erforderlich.“

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01.04.2020: Von der Leyen kündigt europäischen Plan für Kurzarbeitergeld an

Brüssel (dpa) - In der Corona-Krise könnten die EU-Staaten für Kurzarbeiterhilfen demnächst Geld aus Brüssel bekommen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch eine Initiative namens «Sure» an, die am Donnerstag vorgestellt werden soll. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht es nicht um Zuschüsse an die nationalen Arbeitslosenversicherungen, die üblicherweise durch Sozialabgaben von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert werden. Eric Mamer, den Chefsprecher der EU-Kommission, sprach vielmehr von «Hilfe zur Finanzierung nationaler Kurzarbeiterprogramme». Zur Finanzierung des europäischen Programms könnten nach dpa-Informationen Instrumente der in der Euro-Schulden-Krise aufgelegten Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität EFSF genutzt werden. Die EFSF wurde 2010 als Vorläufer des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM gegründet und konnte eigene Anleihen ausgeben, für die die Eurostaaten anteilig haften.

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01.04.2020: Corona-Krise macht Wettervorhersagen unsicherer

Genf (dpa) - Weil der Flugverkehr wegen der Corona-Krise weitgehend eingestellt ist, werden Wettervorhersagen und Klimabeobachtungen schwieriger. Für die Wettermodelle fehlen Daten, die normalerweise von Sensoren an Flugzeugen stammen. «Wenn noch weniger Wetterdaten von Flugzeugen geliefert werden und dies über einen längeren Zeitraum, dürfte die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen abnehmen», sagte Lars Peter Riishojgaard, Fachgruppenleiter bei der Weltwetterorganisation (WMO), am Mittwoch in Genf.

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31.03.2020: Luft wegen Corona-Ausgangssperren in deutschen Städten sauberer

Brüssel (dpa) - Die Luftverschmutzung in deutschen Städten hat im Zuge der Corona-Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich von Satellitenbildern aus den vergangenen Tagen mit jenen ein Jahr zuvor, die die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit EPHA am Montag veröffentlichte. Das ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen für Gesundheits- und Umweltschutz.

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31.03.2020: Masken statt Kostüme: Theaterwerkstätten stellen um

Berlin (dpa) - Mehrere Theaterwerkstätten helfen in der Corona-Krise und fertigen während der Bühnenschließung einfache Schutzmasken. Erste Aufträge hat zum Beispiel der Berliner Bühnenservice, der normalerweise für Opernhäuser und das Staatsballett arbeitet. Rund 300 Masken seien für ein Alten- und Pflegeheim genäht worden, sagte Geschäftsführer Rolf D. Suhl der Deutschen Presse-Agentur. Rund 300 weitere sollen für ein zweites Heim entstehen. Auch Arztpraxen, Apotheken und eine Klinikgesellschaft hätten angefragt.

Die Masken werden aus kochfestem Baumwollstoff genäht. Ähnliche Initiativen gibt es auch in anderen deutschen Städten, etwa Mainz und Leipzig. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, fallen seit Längerem die Vorstellungen an Theatern aus. Am Berliner Maxim Gorki Theater nähen 15 Mitarbeiter nun Masken für Mund und Nase, auch am Deutschen Theater in der Hauptstadt gibt es solche Pläne. Am Theater an der Parkaue sind sechs Mitarbeiter damit beschäftigt. „Die Kollegen freuen sich, dass sie einen Beitrag leisten können“, sagte Sprecher Julius Dürrwald.

Stoffmasken schützen vor allem andere Menschen vor möglicherweise infektiösen Tröpfchen.

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30.03.2020: Ökonomen warnen vor Rezession, zeigen aber auch Zuversicht

Berlin/Wiesbaden (dpa) - Die «Wirtschaftsweisen» halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die massiven Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. Das Gremium ist ein in Deutschland wichtiger Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem am Montag vorgelegten Sondergutachten der Fachleute. Wie schlimm es genau kommt, sei derzeit wegen großer Unsicherheiten unklar. «Entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung dürfte sein, ob es gelingt, die Ausbreitung des Corona-Virus effektiv zu bekämpfen, sodass die verschiedenen Einschränkungen sozialer und wirtschaftlicher Aktivitäten schnell aufgehoben werden können», schreiben die Ökonomen in ihrem Gutachten. Der Sachverständigenrat als Beratergremium der Bundesregierung legt drei denkbare Szenarien zugrunde. «In allen drei Szenarien beendet die Ausbreitung des Corona-Virus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt, sodass eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland nicht zu vermeiden sein wird.» Als derzeit wahrscheinlichste Entwicklung sehen die Ökonomen eine Normalisierung der wirtschaftlichen Lage über den Sommer, so dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) unter dem Strich in diesem Jahr um 2,8 Prozent schrumpft. In den beiden ungünstigeren Szenarien wäre aus Sicht der Wirtschaftsweisen ein tieferer Einbruch 2020 denkbar, dem unter Umständen eine nur sehr schleppende Erholung 2021 folgt

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30.03.2020: Bundesregierung nimmt bei Rückholflügen gestrandete EU-Bürger mit

Mit einer beispiellosen Rückholaktion bringt die Bundesregierung weltweit gestrandete Reisende nach Hause. Auch hier denkt die Bundesregierung europäisch: Auf fast allen Rückholflügen wurden auch durch das Coronavirus gestrandete europäische Bürgerinnen und Bürger mitgenommen. Auf jedem von der Bundesregierung gecharterten Flug reisen im Durchschnitt 17 EU-Bürger mit. Insgesamt kamen so schon 1.750 nichtdeutsche EU-Staatsbürger nach Hause. Auch mit weiteren Drittstaaten wird kooperiert. Dabei sprechen sich die EU-Botschaften im Ausland eng ab und koordinieren gemeinsam mit der örtlichen EU-Delegation die Ausreise. In den vergangenen Tagen stand der deutsche Außenminister Heiko Maas mit seinen europäischen Amtskollegen in besonders engem Kontakt, um die Ausreise europäisch voranzubringen und um freie Kapazitäten noch besser zu nutzen.

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29.03.2020: Keine schnelle Normalisierung in Sicht – Sorge ums Gesundheitssystem

Berlin (dpa) - In der Corona-Krise gibt es auch in Deutschland Sorgen, ob die Kapazitäten zur Versorgung schwerkranker Patienten ausreichen. „Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Es sei nicht auszuschließen, dass es mehr Patienten als Beatmungsplätze gebe. „Ob es so kommt, ist Spekulation“, sagte Wieler.

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29.03.2020: Regierung will schnelleren Nachschub an Schutzmasken und -kitteln

Um den Mangel an Schutzmasken und -kitteln einzudämmen, versucht die Bundesregierung den Ankauf zu beschleunigen. Dafür hat sie ein Verfahren gestartet, in dem Lieferverträge ohne weitere Verhandlungen über den Kaufpreis zustande kommen. Zuerst hatte die Zeitung Welt am Sonntag darüber berichtet. Das sogenannte Open-House-Verfahren sieht vor, dass Anbieter mindestens 25.000 OP-Masken, Schutzkittel oder FFP2-Mundschutze anbieten können und der Bund diese zu einem von ihm selbst festgelegten Preis kauft – das ist einfacher und schneller als das sonst geltende Vergaberecht mit Ausschreibungen.

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29.03.2020: Wirtschaft: Corona-Hilfen erreichen Mittelstand nicht

Handwerk und Reisebranche beklagen eine Förderlücke. „In dieser Extremlage brauchen neben den kleinen Betrieben auch solche mit mehr als zehn Mitarbeitern Soforthilfen“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. Ähnlich äußerte sich der Deutsche Reiseverband: „Die Bundesregierung muss dringend Maßnahmen für mittelständische Unternehmen bewilligen“, forderte Präsident Norbert Fiebig. Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellte weiteren staatlichen Anschub für die Zeit nach der Krise in Aussicht.

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29.03.2020: Bundeswehr zieht Soldaten aus dem Irak wegen Corona teilweise ab

Berlin (dpa) - Wegen der Coronavirus-Pandemie zieht die Bundeswehr einen Teil der im Irak eingesetzten Soldaten zurück nach Deutschland ab. Es sei mit der Verlegung von deutschen Soldaten begonnen worden, die für den Grundbetrieb derzeit nicht zwingend erforderlich seien, teilte das Einsatzführungskommando am Sonntag den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die ersten Soldaten seien am Sonntag in Deutschland gelandet.

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28.03.2020: Kanzleramtschef: Keine Lockerungen der Maßnahmen bis 20. April

Berlin (dpa) - Kanzleramtschef Helge Braun hat betont, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben wird. „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen. Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen“, sagte Braun der Zeitung Tagesspiegel. Wenn in den nächsten Tagen der Erfolg der Maßnahmen quantitativ zu messen sei und man wisse, „wie sehr wir den Infektionsanstieg verlangsamt haben, dann werden wir auf dieser Grundlage rechtzeitig vor dem 20. April eine Strategie für die Zeit danach erarbeiten“. Oberstes Ziel sei es, das Gesundheitswesen nicht zu überfordern.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Samstag mit einer persönlichen Botschaft aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten. Der Mensch sei „nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder“, sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt, in ihrem Wochenend-Podcast. Klar sei aber: „Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält.“ Noch gebe es keinen Grund, die Regeln zu lockern. „Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig.“

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28.03.2020: Bundeswehr fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland

Berlin (dpa) - Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Corona-Krise bringt die Luftwaffe Patienten zur Behandlung nach Deutschland. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, flog am Samstag von Köln nach Bergamo, um Patienten zur Intensivbehandlung nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Die Maschine kehrte am Mittag mit sechs schwer erkrankten Italienern an Bord nach Köln zurück, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur.

„In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunde­n zur Seite stehen“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zu dem Einsatz. „Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten.“

Sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich nimmt zudem die Berliner Charité auf, wie eine Sprecherin des Senats am Samstag mitteilte. Die Infizierten werden den Angaben zufolge per Flugzeug von der Uniklinik Straßburg nach Berlin gebracht, um im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt zu werden.

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27.03.2020: Bundesrat segnet Corona-Hilfen ab

Berlin (dpa) - Nach dem deutschen Parlament hat auch die Länderkammer, der Bundesrat, endgültig das milliardenschwere Hilfspaket gegen Folgen der Coronakrise für Unternehmen, Mieter, Selbstständige und Krankenhäuser beschlossen. Die ersten Gelder sollen damit noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen. Das Finanzministerium rechnet mit Kosten für die Hilfsprogramme von mehr als 122 Milliarden Euro. Zugleich kommen wohl 33,5 Milliarden Euro weniger Steuern rein. Deshalb plant Finanzminister Olaf Scholz eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro.

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27.03.2020: Fünf Billionen US-Dollar zur Stützung der Wirtschaft eingeplant

Brüssel/Berlin (dpa) - Die Europäische Union und die G20 der führenden Wirtschaftsmächte bereiten umfassende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen vor. Die Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen bei einem Videogipfel nach hartem Ringen, binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen Rettungsschirm mit Finanzhilfen für verschuldete Staaten auszuarbeiten. Zuvor hatten die Staats- und Regierungschefs der G20 ein gemeinsames Vorgehen in der Krise beschlossen. Insgesamt haben die Mitgliedstaaten und die EU zusammen schon fünf Billionen US-Dollar zur Stützung der Wirtschaft eingeplant.

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26.03.2020: Bosch entwickelt COVID-19-Schnelltest 

Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch hat einen Schnelltest zur Erkennung des Covid-19-Virus entwickelt. Die neue Methode bringt Ergebnisse innerhalb von zweieinhalb Stunden.  Üblicherweise müssen Patienten ein bis zwei Tage auf ein Ergebnis warten. Der neu entwickelte Test soll von April an in Deutschland erhältlich sein, weitere europäische und außereuropäische Märkte sollen folgen. „Der COVID-19-Schnelltest trägt dazu bei, die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen und Infektionsketten schneller zu durchbrechen“, sagte Bosch-CEO Dr. Volkmar Denner.

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26.03.2020: Bürger einverstanden mit Corona-Maßnahmen

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen das Coronavirus rechnen fast zwei Drittel der Deutschen mit weiteren Einschränkungen der persönlichen Freiheit. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur äußerten 64 Prozent die Erwartung, dass die beschlossenen Maßnahmen zur Vermeidung zwischenmenschlicher Kontakte noch einmal verschärft werden. Nur 20 Prozent glauben nicht daran, 16 Prozent machten keine Angaben. Die Akzeptanz der Maßnahmen ist der Umfrage zufolge riesig.

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25.03.2020: Klopapier und Nudeln: Nachfragexplosion im Handel

Wiesbaden/Köln (dpa) - Die Corona-Krise hat in Deutschland in den vergangenen Wochen die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Toilettenpapier, aber auch nach Nudeln und Dosentomaten regelrecht explodieren lassen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch veröffentlichte. Danach kauften die Verbraucher in der vergangenen Woche mehr als vier mal so viel Seife und mehr als drei mal so viel Toilettenpapier wie im Durchschnitt der vorangegangenen sechs Monate. Die Statistiker stützten sich auf eine Auswertung digital verfügbarer Kassendaten.

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25.03.2020: Bundestag unterstützt Corona-Hilfen

Berlin (dpa) - Angesichts der Bedrohung durch die Corona-Pandemie haben im deutschen Parlament alle Fraktion das Maßnahmenpaket der Bundesregierung für Gesundheitsschutz und finanzielle Hilfen unterstützt. Vizekanzler Olaf Scholz sagte am Mittwoch in der Generaldebatte zur Lockerung der Schuldenbremse und zum historisch einmaligen Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise: «Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind.» Scholz dankte Ärzten, Verkäufern, Busfahrern und anderen, die trotz des Infektionsrisikos das öffentliche Leben am Laufen halten: «Sie leisten Großes in diesen Tagen.» Die Schuldenbremse ist ein in der deutschen Verfassung geregelter Mechanismus, damit sich die Bundesrepublik nicht überschuldet. Die nun nötigen Ausgaben könnten Bund und Länder nicht aus dem laufenden Haushalt oder aus Rücklagen stemmen, betonte der Finanzminister. Deshalb brauche es einen Nachtragshaushalt und eine Nettokreditaufnahme von 156 Milliarden Euro. «Das ist eine gigantische Summe» - beinahe die Hälfte eines regulären jährlichen Bundeshaushalts. «Wir können uns das leisten», betonte Scholz.

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24.03.2020: Deutschland nimmt Corona-Patienten aus dem Ausland auf

Leipzig (dpa) - Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. Auch Nordrhein-Westfalen nimmt zehn Corona-Patienten aus dem besonders von dem Virus betroffenen Norditalien auf. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags.

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24.03.2020: Sportwelt erleichtert: IOC und Japan verlegen Tokio-Spiele auf 2021

Tokio (dpa) - Die Olympia-Macher von Tokio haben sich dem Druck in der Corona-Krise gebeugt und lassen die Sportwelt mit der Verschiebung der Sommerspiele auf 2021 aufatmen. In einer Telefonkonferenz fassten das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Gastgeber am Dienstag den längst unausweichlichen Beschluss, die Tokio-Spiele ins nächste Jahr zu verlegen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sei mit dem Vorschlag des IOC «hundertprozentig» einverstanden gewesen», sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Die Sommerspiele sollen auf «ein Datum nach 2020 verlegt werden», aber nicht später als im Sommer 2021 stattfinden, hieß es. «Die nunmehr schnelle und klare Entscheidung zur Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele ist ein richtiger und enorm wichtiger Schritt für den internationalen Sport und die gesamte Weltgemeinschaft», sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

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23.03.2020: Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ    

Berlin (dpa) - Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. «Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.

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23.03.2020: Merkel wartet auf Ergebnis des Corona-Tests

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Montag einem Test auf das neuartige Coronavirus unterzogen und wartet nun auf das Ergebnis. «Der Bundeskanzlerin geht es gut», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Merkel habe telefonisch zugeschaltet die Kabinettssitzung geleitet und mache ihre Arbeit vorläufig von Zuhause aus. «Jetzt warten wir das Ergebnis ab und sehen dann, was daraus folgt.» Grundlagen dafür seien die Empfehlungen der Ärzte und des Robert-Koch-Instituts.

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22.03.2020: Kanzlerin Merkel in häuslicher Quarantäne

Berlin (dpa) - Nach der Pressekonferenz von Kanzlerin Merkel in Berlin wurde bekannt, dass sie sich nun selbst in häusliche Quarantäne begeben muss. Sie sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, teilte ihr Sprecher Steffen Seibert mit. «Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen.»

Merkel hatte zuvor erneut einen dringenden Appell an die Bevölkerung gerichtet, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Familie auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. «Bitte ziehen Sie alle mit», sagte die Kanzlerin. «Zeigen Sie Vernunft und Herz.»

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22.03.2020: Drastische Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus

Berlin (dpa) - Bund und Länder wollen die Ausbreitung des Coronavirus mit weiteren und beispiellosen drastischen Beschränkungen verlangsamen. In der Öffentlichkeit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland für zunächst zwei Wochen verboten - ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Strafen. Restaurants müssen schließen, ausgenommen ist die Lieferung von Speisen für zu Hause. Friseurläden werden dicht gemacht. Auf diese neuen einschneidenden Maßnahmen einigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz am Sonntag.

Merkel und die Regierungschefs betonten: «Wir müssen alles dafür tun, um einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten.» Die Beschränkungen sollen eine mindestens zwei Wochen gelten. Eine Ausgangssperre, von der in den vergangenen Tagen immer wieder die Rede war, verhängt die Politik ausdrücklich nicht.

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22.03.2020: Supermärkte bauen wegen Corona um

München (dpa) - Abstandsmarkierungen am Boden, Schutzscheiben an den Kassen, bargeldloses Bezahlen sowie Desinfektionsmittel und Handschuhe für Mitarbeiter: Mit vielen Maßnahmen wollen die Supermärkte und Discounter eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen und zugleich ihre Kassierer vor einer Ansteckung schützen. Erweiterte Öffnungszeiten, wie sie beispielsweise die neuen Regelungen in Bayern ermöglichen, sind jedoch kaum Thema, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Supermarkt- und Discounterketten ergab - auch das, um die Mitarbeiter zu schonen.

In vielen Filialen würden derzeit Plexiglasscheiben an den Kassen installiert, teilten die jeweiligen Sprecher mit. Dieser Schutz soll die Kassiererinnen und Kassierer vor einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 bewahren. «Als eine von vielen Präventionsmaßnahmen werden kurzfristig zusätzliche Desinfektionsmittel sowie Einmalhandschuhe zum Schutz unserer Mitarbeiter zur Verfügung gestellt», erklärte ein Sprecher. Überall werde den Kunden zudem empfohlen, möglichst ohne Bargeld zu bezahlen, sondern mit Karte - damit es möglichst wenig direkten Kontakt zwischen Menschen gibt.

Damit auch Kunden geschützt werden, lassen die Ketten im Kassenbereich vieler Filialen Fußbodenmarkierungen verkleben, damit die Kunden Abstand halten.

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21.03.2020:  Arzt: Auch Jüngere sollen sich an Regeln halten

München (dpa) - Auf den Intensivstationen in Deutschland werden auch junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich bereits in Italien gezeigt - und „das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt“, sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. „Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation.“ Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar bereits die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt. „Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben“, warnte der Mediziner. „Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält.“

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21.03.2020: Mehr Menschen gehen auf Wochenmärkte

Berlin (dpa) - In Zeiten der Coronavirus-Krise gehen mehr Menschen auf Wochenmärkte. Das Interesse sei gestiegen, berichtete das Unternehmen Deutsche Marktgilde, das eigenen Angaben zufolge Märkte an 125 Standorten ausrichtet. Es gebe dazu allerdings keine konkreten Zahlen. Der Wochenmarkt sei eine Einkaufsmöglichkeit unter freiem Himmel und daher mit wenig Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr verbunden. Wegen der Corona-epidemie seien die Marktleitungen angewiesen worden, die Stände weiter auseinander zu stellen und Imbisse sollten keine Tische mehr aufstellen.

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20.03.2020: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen für Bayern     

München (dpa) - Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

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20.03.2020: Regierung holte rund 1500 Deutsche zurück

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat am Mittwoch mit den ersten sieben Charterflügen ihrer Rückholaktion wegen der Coronakrise rund 1500 Deutsche aus Tunesien, Ägypten, Marokko und Aserbaidschan nach Deutschland zurückgebracht. Am Donnerstag sollten nach Angaben des Auswärtigen Amtes zusätzlich von den Philippinen und der Dominikanischen Republik Maschinen mit deutschen Touristen starten, die dort gestrandet sind. Insgesamt sollen mehrere Zehntausend Menschen mit Sonderflügen ausgeflogen werden. Dafür sollen von Lufthansa, Condor und Tui für 50 Millionen Euro 30 bis 40 Maschinen gechartert werden. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte in der ARD, alle Sonderflüge zusammen einschließlich derer von Reiseveranstaltern hätten alleine am Mittwoch 7500 Passagiere transportiert. Die Aktion betrifft im Moment vor allem die Urlaubsländer in Nordafrika. «Wir werden übers Wochenende alleine aus Ägypten wahrscheinlich 20 000 Touristen zurückbringen», sagte der Außenminister.

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19.03.2020: Länderchefs drohen mit Ausgangssperre

Berlin (dpa) - In Deutschland wächst die Sorge, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus nicht schnell genug eindämmen lässt, weil die Bürger ihr Leben nicht konsequent ändern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) drohten am Donnerstag offen mit Ausgangssperren, falls sich die Menschen nicht an die dringend notwendigen Einschränkungen des sozialen Lebens halten.

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19.03.2020: Hopp macht Hoffnung auf Corona-Impfstoff im Herbst    

Berlin (dpa) - Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac kann nach Einschätzung seines Miteigentümers Dietmar Hopp möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern. «Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen», sagte der SAP-Gründer und Mäzen des Fußball-Bundesligisten Hoffenheim der «Bild»-Zeitung (Mittwoch). Weil der Druck enorm hoch sei, sollte es mit der Genehmigung durch die Behörden schneller gehen als in anderen Fällen. «Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern», sagte Hopp.

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18.03.2020: Kanzlerin Merkel hält eindringlichen Appell

Berlin (dpa) - Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen - so hat die Bundesregierung ihr Handeln in der Coronakrise immer wieder begründet. Kanzlerin Angela Merkel unternahm nun ebenfalls einen ungewöhnlichen Schritt und sprach am Mittwochabend in einer Fernsehansprache direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern. Kanzlerin Merkel rief alle Menschen in Deutschland in einem bislang einzigartigen Appell zur Solidarität und Disziplin angesichts der Bedrohung durch das Coronavirus auf. «Das ist eine historische Aufgabe, und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen», sagte sie. «Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als ihre Aufgabe begreifen», betonte Merkel. «Deswegen lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.» Seit dem Zweiten Weltkrieg habe es keine Herausforderung an unser Land mehr gegeben, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln angekommen wäre, betonte die Kanzlerin. Es gehe darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. «Und dabei müssen wir, das ist existenziell auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren.» Alle Menschen müssten voneinander Abstand halten und unnötige Begegnungen vermeiden.

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18.03.2020: RKI: Zehn Millionen Infizierte bei Nicht-Einhalten der Maßnahmen

Berlin (dpa) - Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in Deutschland gewarnt. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. «Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie.» Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Virus werde nur von Mensch zu Mensch übertragen. Inzwischen habe das RKI knapp 8200 bestätigte Fälle bundesweit gemeldet bekommen, gut 1000 mehr als am Vortag.

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17.03.2020: Von der Leyen will Einreisen in die EU auf Minimum beschränken

Brüssel/Paris (dpa) - Im Kampf gegen das Coronavirus will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Einreisen in die Europäische Union für 30 Tage auf ein Minimum beschränken. Ausgenommen würden neben allen EU-Bürgern und ihren Angehörigen Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten, sagte von der Leyen am Montag nach einer Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs sieben führender westlicher Industriestaaten (G7) in Brüssel. Auch Menschen, die wichtige Güter transportierten, und Pendler in Grenzregionen dürften weiter in die EU kommen. An diesem Dienstag soll der weitgehende Einreisestopp von den 27 Staats- und Regierungschefs bei einer Videokonferenz beschlossen werden.

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17.03.2020: Fußball-EM wegen Coronavirus um ein Jahr verschoben

Nyon (dpa) - Die Europäische Fußball-Union hat die EM 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben. Die Entscheidung traf das UEFA-Exekutivkomitee nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag.

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17.03.2020: Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus

Berlin (dpa) - Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Das sagte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

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17.03.2020: VW stoppt Produktion wegen Corona-Risiken

Wolfsburg (dpa) - Die Folgen der Coronavirus-Pandemie schlagen jetzt auch in Deutschland und Europa voll auf die Produktion von Volkswagen durch. Der weltgrößte Autokonzern muss nach ersten Unterbrechungen in China auf dem Heimatmarkt ebenfalls die Fertigung in vielen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Erregers vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle am Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es aus dem Betriebsrat in Wolfsburg. In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen Werken erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus gegeben, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

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16.03.2020: Deutschland beschließt drastische Einschränkungen

Berlin (dpa) - Bund und Länder wollen mit drastischen Einschränkungen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland bremsen. Eine Vielzahl von Geschäften soll geschlossen, Gottesdienste sowie Treffen in Vereinen verboten und Spielplätze gesperrt werden, wie aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervorgeht. Ziel sei es, soziale Kontakte im öffentlichen Bereich weiter einzuschränken. Die Maßnahmen sollen ab sofort gelten. Ausdrücklich nicht geschlossen werden sollen Supermärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen - aber auch Poststellen, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte oder der Großhandel. Für diese Bereiche soll vielmehr die Sonntagsverkaufsverbote bis auf weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden. Damit soll die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden. Geschlossen werden sollen dagegen Bars, Clubs, Diskotheken sowie Kneipen, Theater, Opern, Konzerthäuser und Museen - dies ist in einigen Ländern bereits der Fall oder angekündigt. Dicht machen sollen außerdem Messen, Ausstellungen, Kinos sowie Freizeit- und Tierparks, außerdem Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen sowie Bordelle.Auch der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen solle geschlossen werden. Auch Spielplätze sollen gesperrt werden.

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16.03.2020: Robert Koch-Institut: Bitte keine Corona-Partys

Berlin (dpa) - Der Club hat dicht, also steigt die Party zu Hause? Von solchen Überlegungen hat das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Coronavirus-Ausbreitung vehement abgeraten. Nach Hause einzuladen oder zu anderen Festen zu gehen, sei im Sinne der Eindämmungsbestrebungen nicht sinnvoll, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Montag in Berlin. «Ich sage das deshalb, weil es inzwischen offenbar bereits sogenannte Corona-Partys gibt, wenn die Clubs geschlossen wurden.» Er appellierte: «Bitte tun Sie das nicht. Bleiben Sie möglichst zu Hause, und schränken Sie ihr Gesellschaftsleben so weit wie möglich ein.» Dem Institut wurden inzwischen mehr als 4800 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2 gemeldet.

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16.03.2020: Diskussion um deutsche Impfstoff-Firma

Berlin/Tübingen (dpa) - In der Coronavirus-Krise gibt es zwischen Deutschland und den USA nach einem Zeitungsbericht Auseinandersetzungen um die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac. US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin.

Nach Angaben der Firma käme ein solcher Deal für sie nicht in Frage: „Wir wollen einen Impfstoff für die ganze Welt entwickeln und nicht für einzelne Staaten, sagte der Geschäftsführer Christof Hettich. Mehrheitseigner und SAP-Gründer Dietmar Hopp lehnte einen Verkauf ebenfalls ab. Die Bundesregierung signalisierte ebenfalls, dass sie einem mögliche Verkauf ablehnend gegenübersteht.

Forscher in Deutschland arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus. Klaus Cichutek, Präsident des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, schloss nicht aus, dass vielleicht schon im Jahr 2021 erste Bevölkerungsgruppen durch eine Impfung geschützt werden könnten.

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16.03.2020: Bayern ruft wegen Corona-Krise Katastrophenfall aus

München (dpa) - Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angekündigt, dass der Freistaat den Katastrophenfall ausrufen wird. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen sollen geöffnet bleiben. Bei der Lebensmittelversorgung werde man sogar noch weitere Einkaufsmöglichkeiten schaffen, die über das bisherige Ladenschlussgesetz hinausgingen, sagte Söder.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.

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15.03.2020: Strenge Kontrollen an mehreren deutschen Grenzen und Einreiseverbote

Berlin/Wien/Paris (dpa) - Die sich rapide ausbreitende Coronavirus-Pandemie legt zunehmend das öffentliche Leben in Deutschland lahm. Von Montag an werden Schulen und Kitas geschlossen sein, Kinder müssen dann zumeist zuhause betreut werden. Und wie andere Länder auch hat nun Deutschland beschlossen, an den Grenzen strenger zu kontrollieren. Viele Bundesländer untersagen außerdem größere Veranstaltungen und die Bahn will den Regionalverkehr reduzieren.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat umfassende Kontrollen und Einreiseverbote an den Grenzen zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und Luxemburg angekündigt. „Für Reisende ohne triftigen Reisegrund gilt, dass sie nicht mehr einreisen können“, sagte Seehofer am Sonntagabend in Berlin. Die Entscheidung werde am Montag, 16. März 2020, von 8 Uhr an greifen.

„Deutsche Staatsangehörige haben selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen“, sagte Seehofer zu den Restriktionen. Das Gleiche gelte auch für Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung und Wohnsitz in Deutschland, erklärte Staatssekretär Hans-Georg Engelke. Ausgenommen seien auch der Warenverkehr und der Verkehr von Pendlern.

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15.03.2020: Deutschland und USA: Diskussion um Tübinger Impfstoff-Firma

Berlin (dpa) – Forscher in Deutschland arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus. Klaus Cichutek, Präsident des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, schloss nicht aus, dass vielleicht schon im Jahr 2021 erste Bevölkerungsgruppen durch eine Impfung geschützt werden könnten.

Nun gibt es einem Bericht der Zeitung Welt am Sonntag zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeitet. US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin.

Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur auf Äußerungen, die ein Ministeriumssprecher bereits gegenüber der Welt am Sonntag gemacht habe. „Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden“, zitierte die Zeitung den Sprecher. „Diesbezüglich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma CureVac.“

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15.03.2020: Kramp-Karrenbauer: Bundeswehr bereit für Amtshilfe in Corona-Krise

Berlin (dpa) - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr in der sich ausweitenden Corona-Epidemie gewährleistet. „Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten - auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt“, sagte die CDU-Chefin der Zeitung Welt am Sonntag. „Wir haben gerade auch unsere Reservisten aufgerufen, sich zu melden, um in den Bundeswehrkrankenhäusern und der Sanität mit zu unterstützen. Was immer jetzt gebraucht wird.“

Kramp-Karrenbauer erklärte, dass es in den Reihen der Bundeswehr bis Freitagabend 120 begründete Fälle von Coronavirus-Verdacht und 18 bestätigte Erkrankte gab. Zum Schutz der Menschen verringerte die Bundeswehr teils den Betrieb.

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder forderte, die Bundeswehr mehr für den Kampf gegen die Corona-Epidemie einzusetzen. „Wir sollten überlegen, die Bundeswehr stärker einzubinden. Sie muss mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen“, sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das ist angesichts dieser Krise unabdingbar.“

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14.03.2020: Bundesgesundheitsministerium warnt vor Falschnachrichten

Berlin (dpa) - Das Bundesgesundheitsministerium hat die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache in der Corona-Krise gewarnt. "Achtung Fake News", schrieb das Ministerium am Samstag auf Twitter. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."

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14.03.2020: Empfehlung des Gesundheitsministeriums: Reiserückkehrer in Quarantäne

Ein Sprecherin äußerte sich auch zur Aussage von Minister Jens Spahn, wonach sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz selbst für zwei Wochen in Quarantäne begeben sollten. Dabei handele es sich um eine Empfehlung, erklärte eine Sprecherin.

"Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", hatten Spahn und sein Ministerium am Freitagabend jeweils auf Twitter geschrieben. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

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13.3.2020: Fußball-Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Fußball-Bundesliga hat den Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie nun doch sofort unterbrochen und wird an diesem Wochenende nicht mehr spielen. Dies teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitagnachmittag mit. «Angesichts der Dynamik des heutigen Tages» habe man beschlossen, «den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen». Am Vormittag hatte es zunächst geheißen, man werde den Spielbetrieb ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrechen. Bei dieser Unterbrechung soll es zunächst auch bleiben, allerdings schon ab heute.

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12.3.2020: Panikverkäufe drücken Dax unter 10 000 Punkte

Frankfurt/Main (dpa) - Der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der Dax büßte gleich zum Handelsstart mehr als 500 Punkte ein und sackte unter 10.000 Punkte. Die bereits strapazierten Nerven der Anleger liegen blank. In nicht einmal einer Handelswoche hat er nun bereits 16 Prozent eingebüßt.

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11.3.2020: Erster Geisterspieltag, erster Fußball-Profi positiv auf Coronavirus getestet

Berlin (dpa) - Das Coronavirus hat nun auch den ersten Fußballprofi in Deutschland erwischt und sorgt zudem für den ersten kompletten Geisterspieltag in der Bundesliga-Geschichte. Zweitligist Hannover gab am Mittwoch die Infektion von 96-Spieler Timo Hübers mit Sars-CoV-2 bekannt. Der 23-Jährige befinde sich in häuslicher Quarantäne, er habe aber seit seiner Infektion bei einer Veranstaltung in Hildesheim keinen Kontakt mit Mannschaftskollegen gehabt. Klar ist seit Mittwoch auch, dass der 26. Bundesliga-Spieltag komplett in leeren Stadien ausgetragen wird, nachdem als letzte Begegnung auch RB Leipzig gegen SC Freiburg zum Geisterspiel erklärt wurde.

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10.3.2020: Erste „Drive-In“-Teststationen für Coronavirus in Betrieb

Im Landkreis Esslingen können Einwohner künftig mit dem Auto vorfahren, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Dafür gibt es nun «Drive-In»-Stationen.

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9.3.2020: Spahn: Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern absagen

Berlin (dpa) - Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. «Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden», sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Von solchen Absagen betroffen könnten unter anderem Bundesligaspiele, Messen und große Konzerte sein.

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6.3.2020: EU-Gesundheitsminister beraten über Virus - 400 Fälle bundesweit

Brüssel/Berlin (dpa) - Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus kommen die EU-Gesundheitsminister zu einem weiteren Sondertreffen in Brüssel zusammen. Ziel der Beratungen, an denen am Freitag auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teilnimmt, ist eine enge Koordinierung. Bis Donnerstagabend waren nach Angaben der EU-Behörde ECDC in Europa rund 4200 Infektionen registriert. Besonders betroffen ist Italien mit laut Zivilschutz 148 Toten und mehr als 3800 Infizierten. In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher Infektionen bei 400 Menschen nachgewiesen.     

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5.3.2020: Indien schränkt Medikamentenexport ein, auch Deutschland betroffen

Berlin (dpa) - Als Belastung für das Gesundheitssystem in Deutschland könnte sich die Entscheidung Indiens herausstellen, den Export von 26 Medikamenten und Wirkstoffen einzuschränken. Aus dem Land kommen viele Nachahmerpräparate. Die Grundstoffe für deren Produktion kämen aus China und wegen der Epidemie würden sie inzwischen nicht mehr geliefert, sagte der Vorsitzende der indischen Exportförderungsbehörde für Arzneimittel, Dinesh Dua. Auch Deutschland sei als größter Abnehmer indischer Generika in der EU von den Exportbeschränkungen betreffen. 

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4.3.2020: Hannover Messe wegen Coronavirus verschoben

Hannover (dpa) - Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau. Das Branchentreffen mit rund 6000 Ausstellern, das vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplant war, soll jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch mit.

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4.3.2020: Bundesregierung verhängt Exportverbot für Schutzausrüstung

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen das neue Coronavirus zieht der Bund den Nachschub dringend benötigter medizinischer Schutzkleidung an sich und unterbindet Ausfuhren in andere Länder. Das Bundesgesundheitsministerium beschafft solche Ausrüstung nun zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser und Bundesbehörden, wie nach Beratungen des Krisenstabs der Regierung am Mittwoch in Berlin mitgeteilt wurde.

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4.3.2020: Chinas Automarkt bricht ein, deutsche Hersteller stark betroffen

Peking (dpa) - Der chinesische Automarkt ist im Februar aufgrund der Folgen des Ausbruchs mit dem neuartigen Coronavirus regelrecht zusammengebrochen. Nach vorläufigen Daten des Branchenverbands PCA (China Passenger Car Association) vom Mittwoch sank der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 80 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Für die ersten beiden Monaten des Jahres summiert sich das Minus auf 41 Prozent. Das wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 verlängerte Neujahrsfest sowie länger geschlossene Autohändler führten zusammen mit der Zurückhaltung von Käufern zu einer Verschärfung der Flaute am größten Automarkt der Welt, der auch für die deutschen Konzerne Volkswagen, Daimler und BMW der mit Abstand bedeutendste Einzelmarkt ist.

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3.3.20: Coronavirus in fast allen Bundesländern entdeckt

Berlin (dpa) - In fast allen Bundesländern gibt es seit Montagabend nachgewiesene Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus in Deutschland auf rund 170. Doch nicht jeder Infizierte erkrankt auch. Die große Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen.

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3.3.20: Leipziger Buchmesse wegen Coronavirus-Ausbreitung abgesagt

Leipzig (dpa)Die Leipziger Buchmesse ist wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Die Stadt Leipzig und die Messeleitung haben die Entscheidung am Dienstag gemeinsam getroffen, wie Stadtsprecher Matthias Hasberg sagte. Es sei eine Maßnahme zur Prävention. Die Frühlingsschau der Buchbranche hätte vom 12. bis 15. März stattfinden sollen. Bundesweit sind wegen der steigenden Zahl von Infektionen bereits mehrere große Messen abgesagt oder verschoben worden, darunter die Tourismusbörse ITB in Berlin, die Pro Wein in Düsseldorf und die Internationale Handwerksmesse in München. Zur Leipziger Buchmesse und ihrem Lesefestival waren voriges Jahr 286 000 Besucher gekommen.

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2.3.20: Erster Corona-Fall in Berlin

Berlin (dpa) - Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus ist bundesweit deutlich gestiegen. Bis Sonntagabend waren es mehr als 130 bestätigte Infektionen, darunter der erste Fall in der deutschen Hauptstadt Berlin. Montagmittag war von 150 Fällen die Rede. Bekannte Infektionen gibt es nun in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Im Saarland und in den neuen Bundesländern wurden bis Sonntagnachmittag keine Coronavirus-Infektionen nachgewiesen - am späten Abend wurde dann der Fall in Berlin gemeldet. In Nordrhein-Westfalen wurden bislang mehr als 70 bestätigte Infektionen mitgeteilt, in Bayern insgesamt 22 und in Baden-Württemberg 20. In einigen deutschen Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen - auch in Ländern, in denen noch keine Infektion bestätigt wurde. Kunden griffen vermehrt zu langlebigen Lebensmitteln und Getränken. Auch Regale mit Reinigungstüchern oder Desinfektionsmitteln waren leer. Nach Einschätzung des Handels drohen aber keine Engpässe. Mehrere Veranstaltungen sind abgesagt oder werden verschoben, darunter die weltgrößte Reisemesse ITB in Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der am Montag vor die Presse trat, hält eine Schließung von Grenzen wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland weiter nicht für nötig. Auch die Absage von Großveranstaltungen oder die Schließung von Unternehmen sei nicht generell ratsam, sagte Spahn in Berlin. Dies sei weiter nicht verhältnismäßig und angemessen. Grenzschließungen hätten massive Auswirkungen. Auch gegen eine Einstellung von Direktflügen zwischen China und Deutschland wandte sich Spahn. Ein solcher Schritt könne dazu führen, dass bis zu rund 30 000 Deutsche aus China ausgeflogen werden müssten. Unterdessen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die Bewertung des neuen Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland leicht heraufgesetzt. Die Risikoeinschätzung sei auf «mäßig» gestellt worden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin. Bisher wurde sie als «gering bis mäßig» eingestuft.