Bundeswehr schickt Flugabwehrtruppe in die Türkei
Die Bundeswehr entsendet 150 Soldatinnen und Soldaten an die Nato-Südostflanke. Ihr Ziel: Die Luftverteidigung in der Türkei gemeinsam mit Partnern stärken.
Bad Sülze (dpa) – Die Bundeswehr entsendet Ende Juni rund 150 Soldatinnen und Soldaten in die Türkei. Die Flugabwehrraketengruppe 24 aus Mecklenburg-Vorpommern wird dort gemeinsam mit einer Patriot-Feuereinheit eingesetzt und übernimmt Aufgaben einer bisher stationierten US-Einheit.
Der Einsatz an der Nato-Südostflanke soll nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums bis September dauern. Die deutschen Kräfte arbeiten vor Ort eng mit türkischen und US-amerikanischen Partnern zusammen.
Die Nato hatte ihre Luftverteidigung in der Türkei zuletzt angesichts der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten ausgebaut. Zusätzliche Truppen und Abwehrsysteme wurden in die Region verlegt, um den Schutz des Bündnisgebiets zu stärken.
Vor dem Abflug wurden die Soldatinnen und Soldaten in Bad Sülze feierlich verabschiedet. Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete die Mission als Beitrag zu einer stärkeren deutschen Rolle innerhalb des Bündnisses. Deutschland engagiere sich damit sowohl an der Ostflanke und im Hohen Norden als auch im Südosten des Nato-Gebiets.