Deutscher Filmpreis geht an „In die Sonne schauen“
Das Drama „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski hat die Goldene Lola gewonnen. Auch Senta Berger und Wim Wenders werden geehrt.
Berlin (dpa) - Beim Deutschen Filmpreis hat das Drama „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski gleich zehn Auszeichnungen gewonnen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. Das gab die Deutsche Filmakademie in Berlin bekannt.
Der Film erzählt von mehreren Frauen, die in unterschiedlichen Zeitebenen auf einem Bauernhof leben, und war auch mit den meisten Nominierungen ins Rennen gegangen. Er wurde unter anderem für die beste Regie, das beste Drehbuch und die beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
Der Politthriller „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak gewann die Lola in Silber. Die Lola in Bronze ging an „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff. Regie führte Simon Verhoeven, der Sohn von Senta Berger. Die 85-Jährige wurde als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in der Tragikomödie ausgezeichnet.
Regisseur Wim Wenders („Paris, Texas“) erhielt für seine Verdienste um den deutschen Film den Ehrenpreis. Wenders nutzte die Bühne, um über eine umstrittene Nacktszene in seinem Film „Falsche Bewegung“ von 1975 zu sprechen. Er würde die Szene mit der damals erst 13-jährigen Schauspielerin Nastassja Kinski heute nicht mehr so drehen.