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Deutschland hilft Ukraine durch harten Winter

Im Kampf gegen gezielte russische Angriffe auf die Energieversorgung unterstützt Deutschland die Ukraine mit weiteren 60 Millionen Euro. 

18.01.2026
Löscharbeiten nach Drohnenangriff
Löscharbeiten nach einem russischen Drohnenangriff am 15. Januar 2026 © pa/dpa

Berlin (AFP, dpa, d.de) - Angesichts der anhaltenden Angriffe Russlands will Deutschland die betroffenen Menschen in der Ukraine noch stärker unterstützen. Das kündigte Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin an: „Wir haben nochmals zusätzliche 60 Millionen Euro mobilisiert, mit denen wir uns einsetzen für Wärme und Schutz der Bevölkerung in der Ukraine.“ Auch die britische Regierung leistet Hilfe. Sie stellt 20 Millionen Pfund (23 Millionen Euro) zum Schutz der Energieversorgung zur Verfügung.

Es sei wichtig, dass sich die USA weiterhin einbringen, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Verhandeln zu bringen, sagte Wadephul weiter. Deswegen begrüße er auch Berichte, laut denen der US-Sondergesandte Steve Witkoff demnächst erneut nach Moskau reisen soll.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte auf X, er begrüße das angekündigte zusätzliche Hilfspaket sehr. „Wir schätzen die unerschütterliche Solidarität Deutschlands“, schrieb Sybiha dazu. Das Geld soll dafür eingesetzt werden, die Heizungs- und Wärmeversorgungssysteme in der Ukraine zu stärken, insbesondere in den Frontregionen.

In der Ukraine herrscht seit Tagen starker Frost, und in den Nächten sinken die Temperaturen teils auf minus 20 Grad. Zugleich hat das russische Militär durch systematische Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen Ausfälle bei der Versorgung mit Strom und Fernwärme in weiten Landesteilen verursacht. Besonders schwer ist die Lage in der Hauptstadt Kyjiw, in der es seit Tagen zu Notabschaltungen des Stroms kommt.