Wadephul: Deutschland will seine Aufgabe wahrnehmen
Außenminister Johann Wadephul betont die Vermittlerrolle Deutschlands und wirbt für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat.
New York (d.de) - Für Deutschland steht in New York eine wichtige außenpolitische Abstimmung an: Die Bundesrepublik will für die Jahre 2027 und 2028 erneut in den UN-Sicherheitsrat einziehen, das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen. Die Wahl in der UN-Generalversammlung ist für kommenden Mittwoch geplant.
Zuletzt gehörte Deutschland dem Sicherheitsrat 2019 und 2020 an — damals zum sechsten Mal. Nun soll eine siebte Amtszeit folgen. Allerdings ist die Bewerbung diesmal kein Selbstläufer.
Außenminister Johann Wadephul wirbt derzeit in New York für die deutsche Kandidatur. „Es geht um die Rolle, die Deutschland einnehmen kann“, sagte er im „Bericht aus Berlin“. Die Bundesrepublik werde von vielen Staaten als Vermittler gefragt — „als diejenigen Europäer, die sich einsetzen für Frieden, für Respekt, für Verständigung unter den Völkern“. Deutschland gelte zudem als Land, das die internationale regelbasierte Ordnung verteidige. „Wir haben eine Aufgabe als Bundesrepublik Deutschland und die wollen wir wahrnehmen“, sagte Wadephul.
Die Unsicherheit liegt vor allem an der Konkurrenz innerhalb der westlichen Staatengruppe. Neben Deutschland bewerben sich auch Österreich und Portugal. Vergeben werden jedoch nur zwei Sitze für die Gruppe Westeuropa und andere Staaten.