Zeitungsland Deutschland

Die wichtigsten Fakten über Zeitungen und Mediennutzung in Deutschland.

Gedruckt oder digital – Zeitungslektüre gehört zum Alltag.
Gedruckt oder digital – Zeitungslektüre gehört zum Alltag. dpa

Deutschland. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind in Deutschland ein hohes Gut. Als Basis der Demokratie sind sie in Artikel 5 des Grundgesetzes verankert: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (. . .) Eine Zensur findet nicht statt.“

Presse und Kunst gehören nicht in Obhut des Staates. Wer anderes propagiert, manövriert die freie Gesellschaft ins Verderben.

Georg Baselitz, Künstler und Gestalter des Motivs zum Tag der Pressefreiheit in Deutschland

Zeitungen, Radio und TV in Deutschland

Zeitungen sind nicht in staatlicher Hand, sondern werden von Medienunternehmen privatwirtschaftlich geführt. Den Rundfunk betreiben zum einen die öffentlich-rechtlichen Sender mit dem Auftrag der Grundversorgung mit unabhängigen Informationen, Bildung, Kultur und Unterhaltung. Dafür muss jeder Haushalt in Deutschland eine Gebühr entrichten. Daneben gibt es ein breites Angebot von privaten Radio- und TV-Sendern mit werbefinanzierte Programmen.

Pressekodex

Verleger, Herausgeber und Journalisten tragen eine hohe Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Sie informieren, tragen zur Meinungsbildung und Meinungsfreiheit bei und decken Missstände auf. Die journalistisch-ethische Leitlinie ihrer Arbeit ist der Pressekodex, über deren Einhaltung der Deutsche Presserat wacht. Darauf legen die Leser wert: In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach erachten neun von zehn Bundesbürgern qualitativ hochwertigen Journalismus als wichtig für die Demokratie und die Gesellschaft in Deutschland. Auch die OSZE lobt die vielfältige deutsche Medienlandschaft und die hohen journalistischen Standards: Sie seien erfolgreich darin, die Auswirkungen von „Fake news“ zu begrenzen.

Quick facts
327
Tageszeitungen

und 21 Wochenzeitungen gibt es in Deutschland.

5.600
Titel

umfasst das Angebot aller regelmäßig erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften.

16,8
Millionen Tageszeitungen

werden täglich in Deutschland gedruckt.

94
Prozent

der Deutschen lesen regelmäßig Zeitschriften.

36
Minuten

verbringen Deutsche an Wochentagen durchschnittlich mit Zeitungslektüre.

12
Millionen Internetnutzer

lesen ihre Zeitung täglich digital.

800.000
E-Paper

werden täglich verkauft. Der Anteil der digitalen Zeitungs-Abos steigt.

Fünftgrößter Zeitungsmarkt der Welt

Die Bandbreite an Zeitungen und Magazinen ist ein Abbild dieser Meinungsvielfalt: 327 Tageszeitungen, 21 Wochenzeitungen und sechs Sonntagszeitungen informieren sowohl über Weltereignisse als auch über das lokale Geschehen am Wohnort. Zusammen haben sie eine Auflage von rund 19 Millionen. Hinzu kommen 1.600 Publikumszeitschriften und ein wachsendes Spektrum von Fachmedien mit derzeit rund 4.000 Titeln.

Deutschland hat den fünftgrößten Zeitungsmarkt der Welt, nach China, Indien, Japan und den USA. Nach Angaben des Bundesverbands der Zeitungsverleger erreichen Zeitungen – gedruckt und digital – täglich drei Viertel der deutschsprachigen Bevölkerung.

Zeitung digital

Die Auflagen gedruckter Zeitungen sind rückläufig, denn immer mehr Menschen lesen ihre Zeitung digital: Jeder zweite Internetnutzer in Deutschland nutzt regelmäßig Online-Angebote der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Diese vertreiben neben Printausgaben derzeit fast 700 redaktionelle Angebote im Internet – Websites, E-Paper, Smartphone-Apps – und verbreiten Nachrichten über Soziale Medien wie Twitter, Facebook und Snapchat. Rund 800.000 Zeitungen werden als E-Paper verkauft; Tendenz steigend. Die Zukunft ist digital: Jeder zweite Verlag plant derzeit neue redaktionelle Online-Angebote.

Nachrichtenagenturen in Deutschland

Informationen über Printmedien in Deutschland

Internationaler Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

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