Junge Unternehmen, großes Potenzial

Erfolgreich in der Digitalisierung: Startups aus Deutschland sorgen europaweit für Aufsehen. Ein Blick auf drei Beispiele.

Deutsche Startups punkten mit digitalen Lösungen.
Deutsche Startups punkten mit digitalen Lösungen. zorandim75 - stock.adobe.com

Das europaweite Investoren-Netzwerk Tech Tour führt in seiner aktuellen Auswahl der 50 vielversprechendsten Startups elf deutsche Unternehmen. Drei von ihnen stellen wir hier mit ihren digitalen Erfolgskonzepten vor.

Babbel: die Sprachen-Profis

Der Europäische Strukturfonds EFRE zählte zu den ersten Förderern der App Babbel; mittlerweile ist sie die weltweit umsatzstärkste digitale Sprachlernanwendung. 14 Sprachen hat die E-Learning-Plattform im Angebot. Lernfortschritte werden in der Cloud gespeichert, sodass auf unterschiedlichen Geräten unkompliziert weitergeübt werden kann. International ist auch das Babbel-Team: Über 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen arbeiten in Berlin und New York für das Unternehmen.

IDnow: die Sicherheitsexperten

Das Münchner Start-up IDnow bietet Unternehmen weltweit seine Technologie für sicheren digitalen Austausch an. Davon profitieren zum Beispiel Banken und ihre Kunden, wenn sie das IDnow-Verfahren zur schnellen Identitätsprüfung über den Online-Video-Chat nutzen; auch die automatisierte Identifizierung hat IDnow in den vergangenen Jahren vorangetrieben. Das Startup ist Mitglied einer neuen Arbeitsgruppe des European Telecommunications Standards Institute (ETSI), die Standards und Richtlinien für elektronische Signaturen und damit verbundene Vertrauensdienste entwickeln will. In der Corona-Krise war IDnow zuletzt in Gesprächen mit der britischen Regierung: Die IDnow-Technologie könnte dabei helfen, genesene Patienten zu identifizieren.

Zenjob: die Stellenvermittler

Das Geschäftsmodell von Zenjob ist aktuell unter Druck: Das Berliner Startup vermittelt Jobs an Studierende – keine leichte Aufgabe in Zeiten der Corona-Krise. Aber Zenjob ist technisch gut aufgestellt: Studierende bekommen die Stellenangebote in Echtzeit per App und können sich so auch direkt für bestimmte Schichten bewerben, etwa in der Gastronomie oder der Logistik-Branche. Damit ist das Unternehmen selbst in der Corona-Ausnahmesituation für Investoren attraktiv: Mitten in der Krise hat das Startup eine von einem Schweizer Fonds angeführte Finanzierungsrunde in Höhe von 27 Millionen Euro abgeschlossen.

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