So klingt deutsche Geschichte

Die deutsche Nachkriegsgeschichte stand im Zeichen der Teilung in zwei Staaten. Hier hörst du historische Sätze aus dieser Zeit.

John F. Kennedy spricht 1963 zu den Berlinern.
John F. Kennedy spricht 1963 zu den Berlinern. picture-alliance/ dpa

Hier kannst du historische Momente der deutschen Nachkriegsgeschichte hören (und sehen). Diese Geschichte stand immer unter dem Eindruck der Teilung in zwei Staaten, wie sie sonst nur Korea kennt. Sie fand ihr Ende mit Zustimmung der Verbündeten und der Siegermächte des 2. Weltkriegs zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.

„Ich bin ein Berliner“ – John F. Kennedy, Präsident der USA

Am 26. Juni 1963 sagte Kennedy diesen Satz umfassender Solidarität mit der Bundesrepublik Deutschland auf dem Balkon des Schöneberger Rathauses in West-Berlin. Die Rede wurde im deutschen und im US-Fernsehen live übertragen und hat historischen Rang als unverbrüchliches Bekenntnis zu den demokratischen Werten und der deutsch-amerikanischen Freundschaft.

„Tear down this wall“ – Ronald Reagan, Präsident der USA

Am 12. Juni 1987 forderte US-Präsident Ronald Reagan in seiner Rede vor dem Brandenburger Tor den Führer der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, auf, die 1961 errichtete Berliner Mauer niederzureißen. Gorbatschow hatte im Januar 1986 unter den Stichworten Perestroika und Glasnost eine grundlegende Reform der Sowjetunion begonnen.

„Wir sind das Volk“ – 70.000 demonstrierende DDR-Bürger in Leipzig

Der Wunsch nach Freiheit und Demokratie brach sich in der DDR in den „Montagsdemonstrationen“ Bahn, die im September 1989 relativ klein begannen. Mit der Kundgebung von etwa 70.000 Menschen am 9. Oktober 1989 in Leipzig wurden sie zu einer unaufhaltsamen Massenbewegung. Die Parole „Wir sind das Volk“ betonte den Gegensatz zur Staatsmacht. Die einzigen Bilder dieser historischen Demonstration filmten Siegbert Schefke und Aram Radomski heimlich und spielten sie bundesdeutschen Medien zu.

„…sofort, unverzüglich.“ – Günther Schabowski, Sekretär für Informationswesen der DDR

Einen Monat später, am 9. November 1989 verlas Günter Schabowski während einer Pressekonferenz eher beiläufig eine ihm gereichte, etwas unklar formulierte Notiz, die er dahingehend interpretiert, dass aus der DDR ausreisen könne, wer wolle. Bis dahin wurden Ausreisewillige schikaniert, sogenannte „Republikflucht“ schwer bestraft und auf Flüchtlinge wurde geschossen. Auf die Frage, ab wann das gelte, sagte er nach kurzem Zögern: „ … sofort, unverzüglich.“ Das Ergebnis: Tausende Menschen eilten zur Grenze, noch in der Nacht fiel nach 28 Jahren die Mauer.

© www.deutschland.de

Du möchtest regelmäßig Informationen über Deutschland bekommen? Hier geht’s zur Anmeldung: