Die Überwindung der Teilung

Mit der deutschen Wiedervereinigung wurde die Neuordnung Europas besiegelt. Hier erfahrt ihr die wichtigsten Hintergründe und Fakten

Michail Gorbatschow, Lech Walesa und Angela Merkel 2009 in Berlin.
Michail Gorbatschow, Lech Walesa und Angela Merkel 2009 in Berlin. picture-alliance/ dpa

Der Anfang vom Ende der Teilung Europas und der Wiedervereinigung Deutschlands geschah zehn Jahre vor jenem 3. Oktober 1990, dem „Tag der deutschen Einheit“, der seither Nationalfeiertag ist. Am 14. August 1980 traten in Polen nahezu alle 17.000 Arbeiter und Arbeiterinnen der Danziger Leninwerft in den Streik. Damals lernten die Menschen hinter dem – im Westen so genannten – „Eisernen Vorhang“, dass ihre Stimmen nicht für immer unterdrückt werden konnten. Fünf Jahre später, am 11. März 1985, wurde in Moskau ein neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei gewählt: Michail Gorbatschow. Dies war der zweite wichtige Schritt in Richtung deutscher Einheit und europäischer Freiheit. Der Weg nach jenem 14. August 1980 war noch lang und schmerzhaft, viele Menschen verloren ihre Freiheit, viele auch ihr Leben, bis 1990 mit dem 2+4-Vertrag und schließlich dem Beitrittsvertrag die rechtlichen Grundlagen für eine neue, freiheitliche Ordnung in ganz Deutschland und in Europa gelegt wurden.

6. November 1989: Mehr als 500.000 Leipziger fordern Demokratie.
6. November 1989: Mehr als 500.000 Leipziger fordern Demokratie. picture alliance / Lehtikuva Oy

Das seit 1949, vier Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs, geteilte Deutschland fand friedlich zueinander, getrieben von dem mutigen Eintreten vieler Bürgerinnen und Bürger der DDR für Freiheit und Demokratie:


Vor der Wiedervereinigung musste ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden, um Ängste und Befürchtungen zu beschwichtigen, die mit der Schaffung dieses wirtschaftlich starken und bevölkerungsreichen vereinten Deutschlands im Zentrum Europas verbunden waren. Das Instrument dafür war der 2+4-Vertrag, in dem die Bundesrepublik Deutschland, die DDR sowie die Siegermächte des zweiten Weltkriegs, die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich Grenzen und Status Deutschlands aushandelten:  Zu sechst ans Ziel

Nach der Wiedervereinigung begannen die Aufgaben im Land: Unterschiedliche Lebensverhältnisse mussten angepasst werden, gleiches galt für Wirtschaft und Wissenschaft, Kindergärten, Schulsystem und Rente:  25 deutsche Jahre

30 Jahre nach dem historischen Ereignis ist vieles zusammengewachsen, aber nicht alles. Eine Bilanz lesen Sie hier:  Deutschland ohne Mauer
und hier:  Ein Land – viele Unterschiede

Und wie erleben junge Deutsche ihr Land, die ein geteiltes Deutschland nur aus den Erzählungen ihrer Eltern kennen? Deutschland.de hat mit Menschen gesprochen, die im Jahr des Mauerfalls geboren wurden:
 

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