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Menschen zünden Kerzen an.
Jedes Jahr feiern die Menschen in Leipzig mit einem Lichtfest die friedliche Revolution. © picture alliance / dpa | Jan Woitas

Langer Kampf für die Freiheit

Wie kam es zur deutschen Einheit? Hier erfahrt ihr die wichtigsten Hintergründe und Fakten.

22.09.2026

Der Anfang vom Ende der Teilung Europas und der Wiedervereinigung Deutschlands geschah zehn Jahre vor jenem 3. Oktober 1990, dem „Tag der deutschen Einheit“, der seither Nationalfeiertag ist. Am 14. August 1980 traten in Polen nahezu alle 17.000 Arbeiter und Arbeiterinnen der Danziger Leninwerft in den Streik. Damals lernten die Menschen hinter dem – im Westen so genannten – „Eisernen Vorhang“, dass ihre Stimmen nicht für immer unterdrückt werden konnten. 

Ein langer und schmerzhafter Weg

Fünf Jahre später, am 11. März 1985, wurde in Moskau ein neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei gewählt: Michail Gorbatschow. Dies war der zweite wichtige Schritt in Richtung deutscher Einheit und europäischer Freiheit. Der Weg nach jenem 14. August 1980 war noch lang und schmerzhaft, viele Menschen verloren ihre Freiheit, viele auch ihr Leben, bis 1990 mit dem 2+4-Vertrag und schließlich dem Beitrittsvertrag die rechtlichen Grundlagen für eine neue, freiheitliche Ordnung in ganz Deutschland und in Europa gelegt wurden.

6. November 1989: Mehr als 500.000 Leipziger fordern Demokratie.
6. November 1989: Mehr als 500.000 Menschen fordern in Leipzig Demokratie. © picture alliance / Lehtikuva Oy

Das seit 1949, vier Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs, geteilte Deutschland fand friedlich zueinander, getrieben von dem mutigen Eintreten vieler Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) für Freiheit und Demokratie:

2+4-Vertrag als rechtlicher Rahmen

Vor der Wiedervereinigung musste ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden, um Ängste und Befürchtungen zu beschwichtigen, die mit der Schaffung dieses wirtschaftlich starken und bevölkerungsreichen vereinten Deutschlands im Zentrum Europas verbunden waren. Das Instrument dafür war der 2+4-Vertrag, in dem die Bundesrepublik Deutschland, die DDR sowie die Siegermächte des zweiten Weltkriegs, die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich Grenzen und Status Deutschlands aushandelten:  Zu sechst ans Ziel

Lebensverhältnisse in Ost und West angleichen

Nach der Wiedervereinigung begannen die Aufgaben im Land: Unterschiedliche Lebensverhältnisse mussten angepasst werden, gleiches galt für Wirtschaft und Wissenschaft, Kindergärten, Schulsystem und Rente. Mehr als drei Jahrzehnte nach dem historischen Ereignis ist vieles zusammengewachsen, aber nicht alles.

Geboren im Jahr des Mauerfalls

Und wie erleben junge Deutsche ihr Land, die ein geteiltes Deutschland nur aus den Erzählungen ihrer Eltern kennen? Deutschland.de hat mit Menschen gesprochen, die im Jahr des Mauerfalls geboren wurden:

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