Hoffnung nach der Katastrophe

Eine Flutwelle überschwemmte im Sommer das Ahrtal – private und staatliche Hilfe gibt den Menschen Hoffnung beim Wiederaufbau

Ein Weihnachtsbaum an einem beschädigten Haus im Ahrtal
Ein Weihnachtsbaum an einem beschädigten Haus im Ahrtal picture alliance/dpa

2021 erlebte Deutschland die größte Naturkatastrophe seiner jüngeren Geschichte. Im Ahrtal, westlich von Bonn, starben 134 Menschen, als die Ahr und kleine Nebenflüsse der Mosel über ihre Ufer trat. In der Geschichte der Bundesrepublik forderte nur die Sturmflut 1962 in Hamburg mehr Opfer, damals starben 315 Menschen.

Danke allen Helfern sagt dieses Graffito an einem zerstörten Gebäude.
Danke allen Helfern sagt dieses Graffito an einem zerstörten Gebäude. picture alliance/dpa

Die Flutwelle, die sich in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli nach extrem starken Regenfällen durch das Ahrtal wälzte, verletzte 766 Menschen und beschädigte von den 4.200 Gebäuden entlang der Ahr etwa 3.000. Im Ahrtal leben 56.000 Menschen, 42.000 wurden von der Flut betroffen, mindestens 17.000 haben unmittelbar Hab und Gut verloren oder erhebliche Schädigungen erlitten.

Tiny Houses als Notunterkünfte für Flutopfer
Tiny Houses als Notunterkünfte für Flutopfer picture alliance/dpa

Direkt nach der Flut erreichte massive staatliche und private Hilfe das Tal. Katastrophenschützer und Bundeswehr rückten an, um den Menschen in den zerstörten Ortschaften zu helfen. Hinzu kamen Feuerwehren und Freiwillige aus ganz Deutschland, die sich auf den Weg in die vom Starkregen betroffenen Gebiete machten.

Aufräumarbeiten sind weiter in vollem Gang.
Aufräumarbeiten sind weiter in vollem Gang. picture alliance/dpa

Ein halbes Jahr nach dem Hochwasser sind die Folgen der Katastrophe noch überall zu sehen, Baufahrzeuge sind mit Aufräumarbeiten beschäftigt, Traktoren bringen Anhänger voller Schutt zu den Sammelstellen. Aber auch der Wiederaufbau macht große Fortschritte, viel Geld aus dem Wiederaufbaufonds von Bund und Ländern trägt dazu bei.

Der überflutete Ort Dernau nach der Katastrophennacht im Juli
Der überflutete Ort Dernau nach der Katastrophennacht im Juli picture alliance / Geisler-Fotopress

Die im Dezember überall aufgestellten Weihnachtsbäume mit Lichterketten sollen ein positives Zeichen setzen. „Lichter ins Ahrtal bringen und damit auch ein bisschen Hoffnung“, beschreibt Ulla Dismon von der Verbandsgemeinde Altenahr das Ziel. Das verfolgten auch die Fahrer der beleuchteten Lastwagen und Traktoren, die am zweiten Adventswochenende durchs Tal fuhren. Geplant waren auch Adventsfeiern mit Glühwein, Plätzchen und dem Landespolizeiorchester. Doch diese mussten wegen der zweiten große Katastrophe des Jahres 2021 ausfallen: der hohen Infektionszahlen mit dem Corona-Virus. (mit dpa)

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