Geistesblitz statt Pleite

Fünf innovative Geschäftsideen, die in der Corona-Krise entstanden sind.

Einige Start-ups haben in der Corona-Krise innovative Ideen entwickelt.
Einige Start-ups haben in der Corona-Krise innovative Ideen entwickelt. fizkes - stock.adobe.com

Viele Firmen standen plötzlich mit leeren Auftragsbüchern da, als in Deutschland die Corona-Pandemie ausbrach. Doch Not macht erfinderisch und manche Unternehmen retteten ihre  Existenz mit einer neuen Geschäftsidee. Wir stellen fünf davon vor.

Desinfektion statt Schnaps

Weil in der Corona-Pandemie Desinfektionsmittel knapp wurden, stellten einige deutsche Schnapsbrennereien ihre Produktion vom „edlen Tropfen“ auf das Medizinprodukt um. Eine der ersten war die Wanderer Destillerie in Frechen bei Köln. Aus gespendeten Alkoholresten stellte Inhaber Benedikt Brauers Desinfektionsmittel her, die er kostenfrei an Altenheime und Arztpraxen verteilte.

Masken statt Kleidung

Fashion Shows abgesagt, Boutiquen geschlossen – Mode war während des Lockdowns eher unwichtig. Masken dagegen waren es schon und so stiegen viele Textilunternehmer in deren Produktion ein. Auch zahlreichen kleinen Änderungsschneidereien retteten Masken die Existenz – inzwischen gibt es Alltagsmasken Made in Germany in unzähligen Varianten.

Gesichtsvisiere

Schutzvisiere aus Plastik sind die Alternative für Masken. Das Virtual-Reality-Start-up VRCoaster aus Kaiserslautern verkauft normalerweise VR-Brillen für Achterbahnen. Als Freizeitparks geschlossen wurden, stellten sie auf Visiere um. Auch Koziol aus Erbach in Hessen – bekannt für Haushaltswaren aus Plastik – nahm die durchsichtigen Schutzvisiere ins Sortiment auf.

Anti-Virenfolie

Türklinken, Handläufe, Tische und andere Oberflächen müssen häufig desinfiziert werden. Der Folienspezialist Jura-Plast aus Reichenschwand bei Nürnberg und das Start-Up JFL Materials aus dem hessischen Bensheim bieten eine Alternative: eine Anti-Corona-Folie. Mit Hilfe von Bioziden tötet die Klebefolie Viren ab, ist für Menschen aber ungefährlich.

Mini-Bidet

Ein Produkt war ab März 2020 in Deutschland zunächst ausverkauft: Toilettenpapier. In einigen Regalen verfügbar dagegen war eine kleine Alternative namens HappyPo. Bereits 2017 in Berlin gegründet, war das Mini-Bidet bis dato eher ein Nischenprodukt.

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