Digitale Züge und smarte Routenplaner

Moderne Mobilitätskonzepte setzen auch auf digitale Lösungen. Wir stellen euch zwei zukunftsweisende Ansätze aus Deutschland vor.

Innovative Ansätze für die Mobilität der Zukunft
Innovative Ansätze für die Mobilität der Zukunft picture alliance/dpa

Die Digitalisierung und die intelligente Nutzung von Daten können einen entscheidenden Beitrag für die Mobilität der Zukunft liefern. In Deutschland wird dieses Potenzial bereits in vielen Städten und Regionen genutzt, um den Verkehr sicherer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Wir stellen zwei Ideen vor, die 2021 auch mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet wurden.

Digitale S-Bahn Hamburg

Die erste automatisierte Eisenbahn auf Deutschlands Schienen fährt in der Hansestadt. Vorgestellt wurden die ersten umgebauten Züge im Oktober 2021 in Hamburg auf dem ITS-Kongress, dem weltweit größten Branchentreffen zur intelligenten Mobilität. Die vollautomatisch fahrenden und digital gesteuerten Bahnen sind auf einer speziell dafür ausgebauten Strecke unterwegs. Die Züge fahren weitgehend selbstständig, nur bei Störungen greift ein Fahrer oder eine Fahrerin ein. Ein Einsatz auf weiteren Strecken ist geplant, das Hamburger Modell könnte zudem die Blaupause für ähnliche Vorhaben in anderen Städten bilden.

Die digitalen S-Bahnen verbrauchen weniger Energie, zudem können sie in einem engeren Takt eingesetzt werden und so auch mehr Fahrgäste befördern. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Hansestadt Hamburg, der Deutschen Bahn (DB) und Siemens Mobility. DB-Vorstandschef Richard Lutz nannte die digitale S-Bahn einen „Schlüssel für die Mobilitätswende“.

Effiziente Navigation für Lastwagen

Deutschland ist das größte Transitland Europas, auf deutschen Straßen sind entsprechend viele Lastwagen unterwegs. Aber nicht jede Strecke ist für LKWs befahrbar. Manchmal ist beispielsweise eine Brücke zu niedrig oder eine Straße zu eng. Dass Lastwagen unerwartet ausgebremst werden, lässt sich vermeiden, wenn vorab mehr über die Strecke bekannt ist. Deshalb bietet das Projekt SEVAS ein System an, in das Kommunen entsprechende Daten einspeisen können. Das reicht von Brückenhöhen bis zu LKW-Vorrangrouten. Die Daten werden dann Kartenherstellern und Anbietern von Navigationsdiensten zur Verfügung gestellt. Bisher gibt es das Projekt allerdings nur in Nordrhein-Westfalen.

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