Transportfahrzeug der Zukunft

Autonomes Fahren gilt als wichtiger Baustein der Verkehrswende. Wir stellen euch das zukunftsweisende Fahrzeugkonzept U-Shift vor.

Transportfahrzeug der Zukunft: das U-Shift des DLR
Transportfahrzeug der Zukunft: das U-Shift des DLR DLR

Lastwagen, Busse oder Autos ohne Fahrer sind längst keine ferne Zukunftsvision mehr. Forscherinnen und Forscher arbeiten intensiv daran, dass das autonome Fahren schon bald Alltag wird. Im Jahr 2021 schuf die Bundesregierung auch die gesetzliche Grundlage dafür, um unter bestimmten Bedingungen Fahrzeuge ohne Fahrer zu erlauben.

Autonomes Fahren gilt als wichtiger Baustein für die Mobilität der Zukunft, gerade bei steigendem Verkehrsaufkommen. Bis 2030 soll laut Bundesverkehrsministerium der Personenverkehr um 13 Prozent steigen, der Güterverkehr sogar um 38 Prozent. Selbstfahrende Fahrzeuge könnten für einen effektiveren Verkehrsfluss sorgen und somit den Verkehr entlasten. Ein innovatives und Erfolg versprechendes Konzept wird derzeit am Deutschen Zentrum Luft- und Raumfahrt (DLR) erforscht: das sogenannte U-Shift.

Kapseln mit Zukunftspotenzial

Das Forschungsprojekt am Institut für Fahrzeugkonzepte am DLR setzt auf eine flexible Lösung, bei der ein Fahrmodul und eine Transportkapsel voneinander getrennt sind. „Die Idee dahinter ist, das Fahrzeug rund um die Uhr auslasten zu können, indem wir es für unterschiedliche Zwecke nutzbar machen“, erklärt Projektleiter Marco Münster. Die u-förmige Fahreinheit verfügt über eine integrierte Hubfunktion und kann so verschiedene Module zwischen einzelnen Fahrten aufladen. Das kann eine Cargokapsel für Waren oder eine Personenkapsel für den öffentlichen Nahverkehr sein.

Potenzielle Nutzerinnen und Nutzer konnten U-Shift bereits auf der Internationalen Automobil Ausstellung IAA testen. Dabei interessierte sie auch, was ein Fahrzeugkonzept wie U-Shift für Arbeitsplätze bedeutet, weil keine Fahrer mehr gebraucht werden, erinnert sich Projektleiter Münster. Er verwies darauf, dass auch neue Aufgaben entstehen: So müsse das U-Shift gewartet und aus Schaltzentralen überwacht werden.

Doch noch ist die Entwicklung der neuen Fahrzeugkonzepte längst nicht abgeschlossen. In den nächsten Schritten geht es unter anderem um eine Verfeinerung der Sensoren, die für die Steuerung der Fahrzeuge unerlässlich sind. U-Shift muss zudem in einem realen Umfeld getestet werden. Das aktuelle Forschungsprojekt läuft noch bis 2024. Münster erhofft sich von den Ergebnissen einen echten Mehrwert für die Wirtschaft: „Wir wollen die Industrie mit solchen Entwicklungen unterstützen.“

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