Kleiner Campus, große Chance

Enger Austausch, besondere Fächer: Warum viele junge Leute sich für ein Studium an einer kleinen Hochschule entscheiden.

Studierende der Leuphana Universität in Lüneburg.
Studierende der Leuphana Universität in Lüneburg. Leuphana Universität

Raus aus dem Heimatort, rein in die Großstadt: Nach der Schule zieht es viele Studieninteressierte an eine große Universität – wegen des großen Angebots und auch wegen des Lebens nach der Vorlesung. Aber viele junge Menschen entscheiden sich auch für einen kleinen oder mittelgroßen Standort.

Manche suchen eher eine überschaubare Stadt, in einer schönen Landschaft und mit kurzen Wegen.

Cort-Denis Hachmeister (CHE)

„Die Angebote in der Großstadt sind sicher verlockend“, sagt Cort-Denis Hachmeister, Experte für Datenanalyse beim Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), das Rankings deutscher Hochschulen erstellt. „Aber manche Studieninteressierte suchen eher eine überschaubare Stadt, in schöner Landschaft und mit kurzen Wegen.“

Das wollte auch Marc Sommer. Der 20-Jährige studiert Wirtschaftsinformatik an der Leuphana Universität in Lüneburg. Die alte Hansestadt hat etwas mehr als 77.000 Einwohner, die Hochschule knapp 10.000 Studierende.

Ich kann problemlos Termine mit meinen Professoren vereinbaren, um mit ihnen über mein Studium oder meine Berufschancen zu sprechen.

Marc Sommer, Student an der Leuphana Universität Lüneburg

Der Kontakt zu den Professoren ist eng. „Die Vorlesungen sind nicht so überlaufen und ich kann problemlos Termine mit meinen Professoren vereinbaren, um über Studium oder Berufschancen zu sprechen“, sagt Sommer, der von einem Auslandssemester in Zürich auch den Alltag an einer großen Hochschule kennt.

Auch inhaltlich lohnt der Blick auf kleinere Universitätsstädte. Dort gibt es häufig ungewöhnliche Studiengänge. „Philosophy and Economics“ in Bayreuth etwa, oder „Deutsch-französische Journalistik“ in Freiburg. Spitzenforschung wird dort ebenfalls betrieben. So finden sich Konstanz und Tübingen auf der Liste der „Exzellenzuniversitäten, die für herausragende Forschung besonders gefördert werden.

Cort-Denis Hachmeister vom CHE sagt: „Eine tolle akademische Karriere kann man an jeder Universität machen.“ Entscheidend seien die Forschungsschwerpunkte und die Professoren.

Marc Sommer freut sich aber auch, dass Lüneburg nur etwa 50 Kilometer von Hamburg entfernt liegt. Eine nahe Großstadt sei auf jeden Fall gut – für Praktika oder auch einfach zum Ausgehen.

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