Baerbock: Weltgemeinschaft steht zusammen

Die deutsche Außenministerin wertet die Verurteilung des russischen Angriffs auf die Ukraine in einer UN-Resolution als klares Zeichen der Weltgemeinschaft.

Baerbock: Weltgemeinschaft steht zusammen
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New York (dpa) In einer UN-Vollversammlung haben die allermeisten Staaten der Welt mit einer historisch großen Mehrheit den Angriff Russlands auf die Ukraine verurteilt. „Die Vereinten Nationen sagen laut und deutlich: Wenn unsere friedliche Ordnung angegriffen wird, stehen wir zusammen und handeln“, erklärte Außenministerin Annalena Baerbock. Sie hatte zuvor in einer Rede vor der UN-Versammlung einen eindringlichen Appell an die Weltgemeinschaft gerichtet: „Heute müssen wir uns alle zwischen Frieden und Aggression, zwischen Gerechtigkeit und dem Willen des Stärkeren, zwischen Handeln und Wegschauen entscheiden. “

Bei der Abstimmung in der UN-Vollversammlung in New York votierten 141 Mitglieder für die Resolution gegen Russland  - weit mehr als bei früheren Konflikten ähnlicher Art. 35 Länder enthielten sich, nur fünf Staaten lehnten den Beschluss ab. Vor dem größten Gremium der Vereinten Nationen mit 193 Mitgliedern machten die westlichen Verbündeten damit die internationale Isolation des russischen Präsidenten Wladimir Putin sichtbar.

„Russlands Krieg bedeutet ein neues Zeitalter“, sagte Baerbock. „Wir stehen an einem Scheideweg. Die Gewissheiten von gestern gelten nicht mehr. Heute sind wir mit einer neuen Realität konfrontiert, die sich niemand von uns ausgesucht hat.“ Es sei eine Realität, die der Welt Russlands Präsident Wladimir Putin aufgezwungen habe.

„Ihre Panzer bringen kein Wasser. Ihre Panzer bringen keine Nahrung für Babys. Ihre Panzer bringen keinen Frieden. Ihre Panzer bringen Tod und Zerstörung», sagte Baerbock an die Adresse von Russlands Außenminister  Sergej Lawrow. „Sie können sich selbst etwas vormachen. Aber Sie werden uns nicht täuschen und nicht unsere Bevölkerung. Und sie werden ihre eigene Bevölkerung nicht täuschen.“

Vor ihrer Rede hatte Baerbock bereits gemahnt, es gehe darum, deutlich zu machen, dass die Weltgemeinschaft den Angriffskrieg nicht akzeptiere: „In einer Frage von Krieg und Frieden kann niemand neutral sein.“ Man müsse sich entscheiden, ob man auf der Seite des Aggressors stehe oder auf der Seite von „Familien, von Kindern, die sich in U-Bahn-Schächten vor Bomben- und Raketenangriffen verstecken“.

Die komplette Rede hier