„Best in Travel 2021“ ganz anders

Jahrelang kürte „Lonely Planet“ hippe Städte und Länder. In Corona-Zeiten werden Initiativen wie die eines Syrers in Berlin empfohlen.

„Best in Travel 2021“ ganz anders
dpa

London (dpa) - Die Coronavirus-Pandemie beschert dem Tourismus schwere Zeiten. Darauf reagiert auch eine der bekanntesten Reiseführermarken der Welt. Anstatt für das Jahr 2021 zehn beste Städte, Länder und Regionen in seinem Buch «Best in Travel» zu präsentieren, will der «Lonely Planet» jetzt lieber online 30 Orte, Menschen und Gruppen würdigen, die die Reisebranche verändern.

Bei der globalen Kampagne «Lonely Planets Best in Travel 2021» sind auch Menschen aus Deutschland vertreten. Zum einen ist es der Berliner Hesham Moadamani, der Stadttouren über Migrationsgeschichte anbietet, und zum anderen Karl Krause, der mit seinem Lebensgefährten Daan Colijn von Amsterdam aus einen LGBTIQ-Reiseblog betreibt.

Der aus Syrien geflohene Moadamani bietet in Berlin Touren (Refugee Voices Tours) an, bei denen es um die Geschichte und Geschichten der Migration geht. Das deutsch-holländische Paar Krause/Colijn beleuchtet in seinem Blog «Couple of Men» die Welt für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intersexuelle und queere Reisende.

«Reisen im Jahr 2021 und danach wird mehr von Rücksichtnahme geprägt sein als jemals zuvor», sagt Lonely-Planet-Hauptgeschäftsführer Luis Cabrera. Deshalb wolle man Ziele und Personen hervorheben, die es ermöglichten, regenerativ zu reisen.

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