Deutschland sagt bei Syrien-Konferenz größten Hilfsbetrag zu

Der Syrien-Konflikt sorgt noch immer für unvorstellbares Leid und Elend. Bei einer Online-Geberkonferenz sagen Deutschland und andere Staaten nun weitere Milliardenhilfen zu. 

Deutschland sagt bei Syrien-Konferenz größten Hilfsbetrag zu
dpa

Brüssel (dpa) - Deutschland und zahlreiche andere Staaten stellen weitere 5,3 Milliarden Euro bereit, um die katastrophalen Folgen des Syrien-Konflikts abzumildern. Allein die Bundesrepublik versprach am Dienstag bei einer Online-Geberkonferenz 1,7 Milliarden Euro. Dies sei die größte zugesagte Summe seit vier Jahren, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas. Zugleich machte der SPD-Politiker deutlich, dass eine deutsche Unterstützung beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur in Syrien bis auf Weiteres ausgeschlossen bleibt. «Ohne einen substanziellen politischen Prozess wird es keinen Wiederaufbau geben», sagte Maas.

Neben Deutschland sagten bei der Konferenz unter anderem auch die USA, Großbritannien und die EU-Kommission hohe Summen zu. So sollen aus dem EU-Haushalt 2022 weitere 560 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden - also noch einmal genauso viel wie im laufenden Jahr. Die USA kündigten neue Hilfen in Höhe von 596 Millionen Dollar (rund 508 Mio. Euro) an, Großbritannien einen Beitrag von 205 Millionen Pfund (rund 240 Mio. Euro). Deutschland war nach Zahlen der EU-Kommission vom Dienstagabend der mit Abstand größte Geber.

Zu der von der EU und den Vereinten Nationen veranstalteten Syrien-Geberkonferenz hatten sich Vertreter von mehr als 60 Staaten und Organisationen angemeldet. Die bei der Online-Veranstaltung gesammelten Gelder sind unter anderem für Nahrungsmittel, medizinische Hilfen und Schulbildung für Kinder vorgesehen. Sie sollen über Hilfsorganisationen direkt in das Bürgerkriegsland fließen oder Ländern in der Region zu Gute kommen, die viele Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben.

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