Fehmarnbeltquerung vor Baustart

In Dänemark laufen die Bauarbeiten für den Ostseetunnel bereits. Jetzt sollen sie auch in Schleswig-Holstein beginnen.

Fehmarnbeltquerung vor Baustart
dpa

Fehmarn (dpa) - Jahrhundertbauwerk, Meilenstein, ökologische Katastrophe - für den geplanten Fehmarnbelttunnel gab es schon viele Bezeichnungen. Bald sollen die Bauarbeiten eines der größten Infrastrukturprojekte Europas auf der deutschen Seite beginnen, sagte Denise Juchem von der Projektgesellschaft Femern A/S.

Am 3. November hatte das Bundesverwaltungsgericht alle Klagen gegen die umstrittene Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark abgewiesen. Die Aushubarbeiten für den eigentlichen Tunnel sollen im Sommer 2021 beginnen. Naturschützer hadern allerdings mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Sie halten die Pläne aus Gründen des Klimaschutzes für anachronistisch und erwägen eine Klage beim Bundesverfassungsgericht.

In Dänemark, wo schon seit 2015 Baurecht für den Tunnel besteht, wird dagegen bereits gebaut. «Seit Mitte Juni läuft in Rødbyhavn der Bau der Molen für den Arbeitshafen, und auch die Aushubarbeiten für den Hafen und die Zufahrt haben bereits begonnen», sagte Juchem.

Der etwa 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll voraussichtlich von 2029 an die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Der Tunnel soll die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen nach Angaben von Femern A/S von bislang fünf Stunden auf künftig unter drei Stunden verkürzen.

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