Geschlossenheit zeigen

Seit vier Wochen greift Putin die Ukraine an. Nato, G7 und EU üben deshalb den Schulterschluss.

Geschlossenheit zeigen
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Brüssel/Kiew (dpa) - Mit mehreren Spitzentreffen in Brüssel will die westliche Staatengemeinschaft im Ukraine-Krieg Geschlossenheit demonstrieren. Auf den Tag genau vier Wochen nach dem Angriff Putins auf das Nachbarland kamen am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten zu einem Sondergipfel zusammen. Danach standen dort auch Gipfeltreffen der Siebener-Gruppe wichtiger demokratischer Industrieländer (G7) und der Europäischen Union (EU) an. Für die Beratungen der Staats-und Regierungschefs war auch US-Präsident Joe Biden nach Europa gekommen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg machte am Rande des Treffens deutlich, dass die Nato trotz ihrer militärischen Überlegenheit ein militärisches Eingreifen in den Ukraine-Krieg weiter ausschließt. „Das tun wir, weil wir die Verantwortung dafür tragen, dass dieser Konflikt nicht über die Ukraine hinaus eskaliert“, erklärte er. Dies würde „noch mehr Leid, noch mehr Tote, noch mehr Zerstörung verursachen“.

Biden wolle mit den Europäern Schritte verkünden, wie Europa mit US-Hilfe weniger abhängig von Gas, Öl und Kohle aus Russland werden könne. Das kündigte sein Sicherheitsberater Jack Sullivan vor Journalisten auf dem Flug nach Europa an, wie die „New York Times“ berichtete. Dabei gehe es darum, kurzfristig Öl und Gas verfügbar zu machen und auch langfristig neue Lieferanten zu finden. Einen raschen Boykott russischer Energielieferungen lehnt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bislang ab.