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UNDP: 300 Stellen kommen nach Bonn

Das UN-Entwicklungsprogramm UNDP verlegt fast 300 Posten von New York nach Bonn. Außenminister Wadephul: Wichtiges politisches Signal. 

20.01.2026
UN-Campus in Bonn
UN-Campus in Bonn © gerd-harder/shutterstock

New York/Bonn (dpa) - Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, UNDP, verlegt knapp 300 Stellen von seinem Hauptsitz New York nach Bonn. Etwa 100 weitere Stellen kommen nach Madrid, wie UNDP mitteilte. Ein Zeitplan dafür wurde nicht mitgeteilt.  

Außenminister Johann Wadephul zeigte sich erfreut. „Das stärkt den UN-Standort Bonn. Und das ist ein wichtiges politisches Signal für das Vertrauen in die deutsche Außenpolitik – gerade in Zeiten, in denen das UN-System und multilaterale Prinzipien unter Druck stehen.“ Globale Herausforderungen wie Kriege, Hunger und Umweltzerstörung könnten nur in Kooperation bewältigt werden.  

Das UNDP ist nach eigenen Angaben in rund 170 Ländern und Gebieten mit etwa 22.000 Mitarbeitern tätig, von denen die große Mehrheit – mehr als 19.000 – in Länderbüros und regionalen Zentren arbeitet. Bonn ist schon jetzt einer der größten UN-Standorte in Europa, neben Genf und Wien. Es gibt 27 UN-Einrichtungen mit etwa 1.200 Mitarbeitern in der Stadt am Rhein, wo auch die Bundesregierung ihren zweiten Sitz hat. Das UN-Klimasekretariat (UNFCCC) hat in Bonn sogar seinen weltweiten Hauptsitz, ebenso das UN-Freiwilligenprogramm (UNV) und das Sekretariat des UN-Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD).