Bücher, die die Welt bedeuten

Der Deutsche Buchpreis, die Buchmesse und der deutsche Buchhandel: Hier findet ihr alle Fakten rund ums Buch.

Der Buchhandel verzeichnete durch Corona hohe Umsatzeinbußen.
Der Buchhandel verzeichnete durch Corona hohe Umsatzeinbußen. Kara - stock.adobe.com

In jedem Herbst wird Frankfurt zur Welthauptstadt der literarischen Ideen. Jedes Jahr im Oktober reisen Tausende in die Mainmetropole, um auf der Frankfurter Buchmesse gute Geschichten, neue Trends und spannende Vorträge zu erleben. Das kulturelle Großereignis begeistert seit 1949 deutsche und internationale Buchliebhaber. 2019 stellten 7.450 Verlage aus 109 Ländern aus und 302.267 Besucher und Besucherinnen kamen zur größten Fachmesse für das internationale Publishing.

Die Buchmesse in Zeiten von Corona

Doch 2020 ist alles anders. Wegen der Corona-Pandemie wurde die „Special Edition“ der Buchmesse ins Internet verlegt. Die Veranstaltungswebsite bietet unter dem Motto „All together now“ ein kostenfreies digitales Angebot.

Dass die Buchmesse trotz Corona stattfinden kann – wenn auch nur digital – ist in der Krise besonders wichtig. Die mehrwöchigen Ladenschließungen hinterließen bei den deutschen Buchhandlungen große Umsatzverluste. Von Ende März bis Anfang April lag der Umsatz laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels 65,7 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums.

Auch Verlage verzeichneten deutliche Einbußen durch die Absage von Lesungen oder Messen. Von Januar bis Mai lag der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bei 14,5 Prozent. Viele Veröffentlichungen wurden ins Jahr 2022 verlegt, mancher Titel erschien wegen der Krise gar nicht.

Der Deutsche Buchpreis 2020

Wie gewohnt startet die Messe mit der Verleihung des Deutschen Buchpreises am 12. Oktober. In einem Livestream können Gäste das Event ab 18 Uhr mit den nominierten Autoren und Autorinnen im Internet mitverfolgen. Seit 2005 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Auszeichnung gilt als Garantie für den Titel über Nacht zum Bestseller zu werden.

Zu den bekanntesten Nominierten 2020 zählen der Schriftsteller und Kabarettist Bov Bjerg mit seinem Roman „Serpentinen“ und Thomas Hettche mit „Herzfaden: Roman der Augsburger Puppenkiste“. Außerdem stehen vier Kandidatinnen auf der Shortlist. Die Schweizerin Dorothee Elminger mit „Aus der Zuckerfabrik“, Anne Weber mit dem Roman „Annette, ein Heldinnenepos“, die Romandebütantin Deniz Ohde mit „Streulicht“ und Christine Wunnicke mit „Die Dame mit der bemalten Hand“.

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