Alles aus einem Gerät

Das Smartphone steht für den Medienwandel in Deutschland – es macht Informationen und Unterhaltung immer und überall verfügbar.

Klassisch und digital: die Tageszeitung.
Alessandro Biascioli/Adobe Stock

Die fortschreitende Digitalisierung bedeutet auch für die Medien in Deutschland einen weiterhin rasanten Wandel. Das entscheidende technische Device dafür ist das Smartphone, das überall Zugang zum Internet bietet und damit auch die digitalen Versionen der klassischen Medien wie Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehen und Radio verfügbar macht. Die gedruckte Zeitung, das Radiogerät und sogar der Fernseher verlieren an Bedeutung.

Neue Technik schafft Voraussetzung für Wandel

Der Wandel hat vor allem einen technischen Grund: Dank immer besserer Smartphones und schnellem mobilen Internet sind Inhalte überall abrufbar – nicht mehr nur über den Internetzugang in den eigenen vier Wänden. Diese Möglichkeit nutzen heute alle Konsumenten, vor allem aber junge Menschen. Fast 90 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland besitzen ein Smartphone, fast 95 Prozent verwenden es täglich. Und über die Hälfte dieser Menschen liest täglich aktuelle Nachrichten auf dem Smartphone.

Smartphones sind für alles da: Spielen, Lesen, Kommunizieren, Fotografieren und sogar telefonieren
Smartphones sind für alles da: Spielen, Lesen, Kommunizieren, Fotografieren und sogar telefonieren
Antonioguillem - stock.adobe.com

Viele Angebote konkurrieren um die Zeit der Menschen

Der zweite Grund für die rasanten Veränderungen im Verhalten der Menschen erwächst aus diesen technischen Möglichkeiten: Immer mehr Angebote konkurrieren um begrenzte Zeitbudgets. Einerseits hat sich durch die mobilen Devices die Zeit extrem ausgeweitet, in der Medien genutzt werden können, gleichzeitig ist neben der Kommunikation auf Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter und den vielen Messenger-Apps ein schier unendlich großes Informations- und Unterhaltungsangebote immer und überall verfügbar.

Weniger gedruckte und mehr digitale Zeitungen

So sieht der Wandel im Zeitungsland Deutschland in Zahlen aus: Einerseits hat sich die verkaufte Auflage der mehr als 300 Tageszeitungstitel in Deutschland in den 20 Jahren seit 2000 auf 14,9 Millionen Exemplare täglich fast halbiert. Die drei meistverkauften Zeitungen 2020 waren das Boulevardblatt Bild vor der Süddeutschen Zeitung (SZ) und der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). Gleichzeitig ist aber die Zahl der Menschen, die die Zeitungen insgesamt, also auch über ihre Internetangebote erreichen, größer als je zuvor. 59,7 Millionen der 70,6 Millionen deutschsprachigen Einwohnerinnen und Einwohner über 14 Jahren informieren sich bei den Tageszeitungen.

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