Jung, wild und bunt

Sie unterhalten, provozieren und polarisieren: Wir stellen euch drei spannende deutsche Medienformate vor, die Journalismus neu denken.

 Benjamin Fredrich gründete das Katapult-Magazin.
Benjamin Fredrich gründete das Katapult-Magazin. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Katapult

Er hatte kein Geld und auch keine journalistische Ausbildung. Dennoch gründete der damals 27-jährige Politikwissenschaftsstudent Benjamin Fredrich 2015 das Katapult-Magazin. Auf rund 100 Seiten bereitet Katapult vierteljährlich Statistiken und sozialwissenschaftliche Studien in bunten Grafiken und spannenden Artikel auf. In ihren Beiträgen nehmen die Redakteure kein Blatt vor den Mund und treffen damit den Nerv der Zeit: Mittlerweile ist Katapult das wachstumsstärkste Magazin Deutschlands.

Anders als viele andere Medienhäuser mit ihren Produkten verfahren, gibt es von Katapult keine digitale Ausgabe. „Gedrucktes entschleunigt und wenn Sie bereits alle ihre Abos digital lesen, freuen wir uns darüber, das einzig gedruckte Magazin in Ihrem Haushalt zu sein“, sagt die Redaktion.

Wer aber nicht online auf die spannenden sozialwissenschaftlichen Analysen und farbenfrohen Grafiken verzichten möchte, der kann Katapult auch auf Social Media folgen.

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Y-Kollektiv

Sie schauen dorthin, wo andere wegsehen: Das Y-Kollektiv veröffentlicht spannende Reportagen aus aller Welt auf YouTube und Facebook. Dafür begleiten die jungen Journalisten Warlords in Zentralafrika, besuchen illegale Techno-Raves in Deutschland oder erleben die dramatische Rettung von Geflüchteten auf dem Mittelmeer.

Das Netzwerk setzt bei seinen Recherchen auf subjektive Geschichten von und über Menschen. Die Reporter zeigen die Welt so, wie sie sie gerade erleben. Ihre Reportagen „provozieren und spalten, sie erregen und bestürzen; sie sind nicht immer objektiv, aber immer ehrlich“, so das Kollektiv.

Transparenz ist den Medienmachern besonders wichtig. Ist eine Geschichte nicht gut recherchiert, dann steht das Y-Kollektiv dafür gerade. Betrieben werden die Kanäle vom öffentlichen-rechtlichen Online-Content-Netzwerk funk.

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@ichbinsophiescholl

Was erlebte Sophie Scholl in den letzten zehn Monaten vor ihrem Tod? Das können User auf Instagram erfahren. Anlässlich von Sophie Scholls 100. Geburtstag am 9. Mai 2021 haben die öffentlich-rechtlichen Sender SWR und BR Geschichte wieder aufleben lassen. Mit dem Projekt @ichbinsophiesholl versetzen die Sender ihre Community ins Jahr 1942.

Die Schauspielerin Luna Wendler katapultiert Sophie Scholl aus den Geschichtsbüchern in die Welt von Social Media. In nachempfundener Echtzeit erhalten Instagram-User so einen Einblick in die Geschichte eines Mädchens, das gegen den Nationalsozialismus kämpfte.

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