Das sind eure Lieblingsgerichte

Maultaschen im Weltall, Spätzle unter EU-Schutz: Wir sagen euch, was ihr noch nicht über eure deutschen Lieblingsgerichte wusstet.

Das ist euer kulinarisches Siegertreppchen.
Das ist euer kulinarisches Siegertreppchen. YesPhotographers - stock.adobe.com

Wir haben unsere internationale Community gefragt: „Was ist eure Lieblingsspeise in Deutschland?“ Die häufigsten Antworten stellen wir euch hier vor – mit Erklärungen und Hintergründen.

 

First

 

Rouladen: Omas Klassiker

Sonntag, 12.30 Uhr, irgendwo in Deutschland. Oma hat einen deutschen Klassiker gekocht: Rinderrouladen. Zusammengerolltes, geschmortes Rindfleisch in deftiger, dunkler Soße. Jede deutsche Großmutter hat ihr eigenes Rezept. Was jedoch immer Bestandteil ist: Senf und Zwiebeln. Aber ist deutsche Küche immer deftig? Braucht deutsche Küche immer Fleisch? Nein. Früher wurden aufwändige Fleischgerichte wie Sauerbraten, Rouladen, Eisbein und Haxe höchstens einmal in der Woche – nämlich sonntags – serviert. In der restlichen Woche gab es einfachere und oft sogar fleischlose Gerichte, mehr konnten sich die meisten Menschen nicht leisten.

Fun Fact: Heute verzichten rund 8 Millionen Menschen in Deutschland komplett auf Fleisch.

Second

 

Maultaschen: Die deutschen Dumplings

Alles, was wir gerade über das fleischlose Deutschland gelernt haben, müssen wir bei der Entstehungsgeschichte der Maultauschen kurz wieder vergessen. Die populärste Theorie geht zurück auf das 17. Jahrhundert. Ein Mönch des Klosters Maulbronn habe der Legende nach ein großes Stück Fleisch während der Fastenzeit vor Ostern geschenkt bekommen. Um es heimlich zu essen, hackte er das Fleisch in kleine Stückchen, mischte es mit Gemüse und versteckte es im Nudelteig. Heute werden Maultaschen in ganz Deutschland und in vielen anderen Ländern der Welt genossen.

Fun Fact: Maultaschen haben es sogar schon bis ins All geschafft: Als der deutsche Astronaut Alexander Gerst 2018 auf der ISS Raumstation war, wurden Maultaschen serviert.

Maultaschen
Bernd Jürgens - stock.adobe.com
Third

 

(Käse-)Spätzle: Bitte, nennt es nicht Mac & Cheese!

Spätzle machen ist einfach: Mehl, Eier, Wasser und Salz, mehr braucht es nicht. Im Vergleich zu italienischen Nudeln ist der Spätzleteig feuchter und weicher, deshalb kann er nicht ausgerollt werden. Stattdessen drückt, schabt oder schneidet man ihn direkt ins Wasser. Anschließend werden die gegarten Spätzle in Butter angebraten, mit Käse überbacken oder als Beilage serviert.

Es heißt, dass Spätzle früher mit der Hand oder mit einem Löffel zu kleinen Teigstücken geformt wurden. Das Ergebnis ähnelte einem „Spatz“, weshalb sie auch „Spatzen“ genannt wurden. Eine andere Theorie besagt, dass das Wort „Spätzle“ vom italienischen Wort „spezzato“ abstammt, was „kleine Stücke“ bedeutet.

Fun Fact: Echte Spätzle schaben dürfen seit 2012 nur noch die Schwaben selbst: Die Europäische Kommission hat die Nudelsorten Schwäbische Spätzle und Knöpfle unter Schutz gestellt. Sie dürfen nun das EU-weit gültige Qualitätssiegel für „geschützte geografische Angaben“ tragen, wenn sie in Schwaben hergestellt wurden.

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