Berlin für Insider

Wir zeigen euch geheime, coole, futuristische und sentimentale Orte in Berlin.

Observations-Trabant mit Spionagemuseum
Observations-Trabant mit Spionagemuseum Deutsches Spionagemuseum Berlin

Abseits der klassischen-Sehenswürdigkeiten wie Reichstag und Brandenburger Tor gibt es noch viele ungewöhnliche und spannende Orte in Berlin. Kommt mit auf eine Entdeckungsreise:

Deutsches Spionagemuseum – geheimes Berlin

Fast ein halbes Jahrhundert verlief die Front des Kalten Krieges mitten durch Berlin. Die Geheimdienste auf beiden Seiten lieferten sich ein intensives Duell, die Metropole galt als „Hauptstadt der Spione“. Das Deutsche Spionagemuseum (Leipziger Platz 9) hat eine beeindruckende Auswahl an Objekten zusammengetragen: Von Hitlers Chiffriermaschine Enigma über BH-Kameras, Wanzen in Schuhen, Pistolen in Handschuhen, Giftpfeilen in Regenschirmen bis hin zu Original-Requisiten aus James-Bond-Filmen.

Bierpinsel – futuristischer Betonbau

Der 1976 fertiggestellte über 40 Meter hohe Turm wird dem Architekturstil des Brutalismus zugerechnet. Seine Form und ursprüngliche Nutzung als Restaurant inspirierten die Berliner zum Spitznamen „Bierpinsel“. Mit Ausnahme kleinerer Kunstaktionen und Events steht das Gebäude (Schloßstraße 17) seit 2006 leer. Einen prominenten Auftritt hat der Turm als Polizeizentrale in der Netflix-Serie „Dogs of Berlin“. Aktuell ist eine Nutzung als Co-Working-Space geplant.

„Bierpinsel“ in Berlin-Steglitz
„Bierpinsel“ in Berlin-Steglitz dpa

Klunkerkranich – cooler Dachgarten

Der Dachgarten „Klunkerkranich“ (Karl-Marx-Straße 66) auf dem Parkdeck eines Einkaufszentrums im Berliner Szeneviertel Neukölln ist ein Beispiel für die Umnutzung brachliegender Flächen und Gebäude. Diese Praxis gehört inzwischen fest zur DNA der Stadt und fasziniert Berlin-Besucher aus aller Welt.

Dorotheenstädtischer Friedhof – berühmte Ruhestätte

Auf keinem anderen Friedhof Deutschlands sind so viele Berühmtheiten begraben wie auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof (Chausseestraße 126). Unter anderem die Philosophen Hegel und Fichte, die Schriftsteller Heinrich Mann und Bertolt Brecht und die Architekten Stüler und Schinkel haben hier ihre letzte Ruhestädte gefunden. Besonders sehenswert ist die Friedhofskappelle, die 2015 mit einer Lichtinstallation des Künstlers James Turrell neu gestaltet wurde.

Dorotheenstädtischer Friedhof
Dorotheenstädtischer Friedhof dpa

Teufelsberg – verlassene Abhörstation

Aus Trümmern entstand nach dem Zweiten Weltkrieg ein 120 Meter hoher künstlicher Hügel. Von 1950 bis zum Mauerfall 1991 wurde der Teufelsberg (Teufelsseechaussee 10) als Abhörstation der US-Armee, bis 1999 als Radarstation für die Flugsicherung genutzt. Seither steht das Gebäude leer und lockt Fans von Streetart und Urban-Exploration an.

Teufelsberg
Teufelsberg Monika Skolimowska/dpa

Tempelhofer Feld – gigantischer Stadtpark

Seit 2010 ist das Flugfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof als Park zugänglich. Mit rund 300 Hektar zählt das Gelände zu den größten innerstädtischen Freiflächen der Welt, fast so groß wie der Central Park in New York. Inzwischen nutzen die Berliner den Park zum Skaten, Gärtnern, Picknicken, Vogelbeobachten und Kite-Surfen. Auch das Flughafengebäude ist einzigartig. In den 1930er-Jahren zählte es zu den größten Gebäuden der Welt.

Tempelhofer Feld
Tempelhofer Feld picture alliance / Andreas Gora

Schwerbelastungskörper – skurriles Nazi-Relikt

Um die Tragfähigkeit des Berliner Bodens für einen gigantischen von den Nationalsozialisten geplanten Triumphbogen im Stadtteil Tempelhof zu testen, wurde 1941 ein ebenso gigantischer Zylinder aus massivem Beton in der Nähe des Baugrundes platziert: 14 Meter hoch, 21 Meter im Durchmesser, 18 Meter in die Tiefe reichend und mit einem Gewicht von zwölftausend Tonnen steht der sogenannte Schwerbelastungskörper für den Größenwahn der NS-Zeit (General-Pape-Straße 34A).

Schwerbelastungskörper
Schwerbelastungskörper picture alliance / Arco Images

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