Urbane Vernetzung

Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) sind weltweit präsent und widmen sich auch der Zukunft der Städte.

New York: Auch hier bringen die DWIH Innovationsträger zusammen.
New York: Auch hier bringen die DWIH Innovationsträger zusammen. picture alliance / Zoonar

In New York, São Paulo, Moskau, Neu-Delhi und Tokyo stärken Deutsche Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) den internationalen Austausch rund um Forschung und Innovationen. Das vom Auswärtigen Amt finanzierte Netzwerk wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) koordiniert. Im Interview spricht Zahar Barth-Manzoori, Leiterin der DWIH-Geschäftsstelle in Bonn, über die Arbeit der Häuser und das DWIH-Jahresthema 2020 „Städte und Klima“.

Frau Dr. Barth-Manzoori, warum ist es für Deutschland wichtig, mit den DWIH in Metropolen weltweit präsent zu sein?

Als Zusammenschluss deutscher Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen und der forschenden Wirtschaft erhöhen die DWIH die internationale Sichtbarkeit Deutschlands als modernes Hochtechnologieland und wichtiger Forschungs- und Innovationsstandort. Wir vernetzen deutsche Innovationsträger effektiv mit Akteuren in den Sitzländern und stärken die Zusammenarbeit sektorenübergreifend.

Die weltweite Urbanisierung macht Städte zu Hotspots im Kampf gegen den Klimawandel. Deshalb erwarten wir auch Lösungen von Städten.

Zahar Barth-Manzoori, Leiterin der DWIH-Geschäftsstelle in Bonn

Das Jahresthema 2020 der DWIH lautet „Städte und Klima“. Wie füllen die Häuser das Thema mit Leben?

Mit einer Reihe vielfältiger Veranstaltungen – auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie die meisten Formate digital stattfinden. Mehrere Webtalk-Reihen widmeten sich Themen wie Städtebau, Grüner Architektur, moderner Mobilität und angrenzenden Fragen. Als große interdisziplinäre Online-Veranstaltung richtet im Oktober zum Beispiel das DWIH New York sein „Future Forum“ unter dem Motto „Building Biopolis“ aus, mit Vertreterinnen und Vertretern von Startups, Industrie, Wissenschaft und Politik. Die weltweite Urbanisierung macht Städte zu Hotspots im Kampf gegen den Klimawandel. Deshalb erwarten wir auch Lösungen von Städten.

Fördert den interdisziplinären Austausch: Zahar Barth-Manzoori
Fördert den interdisziplinären Austausch: Zahar Barth-Manzoori privat

Wie geht es in Zukunft mit dem DWIH-Netzwerk weiter?

Mit dem Jahresthema 2021 „Gesellschaft im Wandel: Auswirkungen der Pandemie“ wollen wir den interdisziplinären Austausch weiter vorantreiben, etwa auf gesellschafts-, natur- und wirtschaftswissenschaftlicher Ebene. Auch wird das DWIH-Netzwerk weiter wachsen: Zum Jahreswechsel 2021/22 planen wir die Eröffnung eines weiteren Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses in San Francisco, wo Forschung und die Gründerkultur des Silicon Valley außergewöhnlich miteinander verknüpft sind.

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