Neue Perspektiven auf den Klimawandel

Daten und Klima sind ihr Thema: Wieso Kelsey Barton-Henry aus den USA am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) promoviert, erklärt sie im Gespräch.

Kelsey Barton-Henry: Interesse an Datenwissenschaft und Klimawandel
Kelsey Barton-Henry: Interesse an Datenwissenschaft und Klimawandel Gabriel Rancourt

Frau Barton-Henry, warum haben Sie sich dafür entschieden, am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu promovieren?

Der Klimawandel interessiert mich sehr, mein akademischer Hintergrund liegt aber in den Wirtschaftswissenschaften. Bevor ich nach Potsdam gekommen bin, habe ich als Daten-Analystin in Barcelona gearbeitet. Am PIK kann ich meine Interessen an Datenwissenschaft und am Klimawandel verbinden. Ich denke, Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz sind wichtige Werkzeuge im Umgang mit dem Klimawandel. Es gibt nicht viele Einrichtungen, die einem wie das PIK das Arbeiten in angewandter Datenwissenschaft ermöglichen. Das Institut beeindruckt auch durch sein Engagement in der Politikberatung. Das ist aus meiner Sicht besonders wichtig, um eine nachhaltige Wirkung der Forschung zu ermöglichen.

Mit was beschäftigen Sie sich konkret am PIK?

Aktuelle analysiere ich, wie sich Solarpanels verbreiten: Wenn jemand ein Solarpanel in seiner Nachbarschaft sieht – erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass er selbst welche installiert? Gibt es Netzwerkeffekte, die die Verbreitung von Solarpanels begünstigen? Ganz grundsätzlich möchte ich am PIK auch andere Bereiche der Komplexitätsforschung und der Datenwissenschaft kennenlernen. So lassen sich klimarelevante Verhaltensänderungen und Effekte des Klimawandels besser verstehen.

Wie gefällt es Ihnen bisher am PIK?

Ich lerne am PIK ganz unterschiedliche Denkweisen in der Beschäftigung mit dem Klimawandel kennen. Es ist sehr inspirierend, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die verschiedene interdisziplinäre Hintergründe und wissenschaftliche Perspektiven haben, aber ein gemeinsames Ziel verfolgen: ein besseres Verständnis des Klimawandels und einen positiven Beitrag durch Forschung. Das ist ein sehr bereicherndes Umfeld, sehr motivierend und intellektuell anregend. Darüber hinaus liegt das PIK nahe bei Berlin, eine faszinierende Stadt, und das ruhigere Potsdam ist ein großartiger Ort, um zu lernen und sich auf die Forschung zu konzentrieren.

Interview: Johannes Göbel

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