Sommersemester vor dem Bildschirm

Studieren zu Hause ist für viele Studierende eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Quynh Huong Nguyen aus Vietnam gibt Tipps.

Das Sommersemester 2020 findet in Deutschland digital statt.
Das Sommersemester 2020 findet in Deutschland digital statt. Getty Images/iStockphoto

Normalerweise würden nun in den deutschen Universitäten viele Studierende auf die letzten freien Plätze in der Universitätsbibliothek hoffen. Normalerweise würden sie sich auf der Wiese vor der Mensa mit Kommilitonen zu einer Lernsession in der Sonne treffen. Normalerweise. Doch aktuell ist vieles leider nicht normal.

E-Learning bietet neue Chancen

Die Universitäten mussten auf die Verbreitung des Coronavirus reagieren und ihre Lehre fast komplett ins Netz verlegen. (Mindestens) das Sommersemester 2020 findet online statt. Vorlesungen und Seminare werden seit Monaten live via Skype gehalten, die Unterrichtsmaterialien in eine Cloud hochgeladen und Prüfungen mündlich und online abgelegt.

Auch wenn manche Hochschulen Prüfungen und Veranstaltungen vor Ort mittlerweile wieder erlauben, wird es wohl noch lange dauern bis es wieder einen normalen Uni-Alltag. Das belastet Studierende wie Lehrende, kann aber auch Chancen mit sich bringen. Quynh Huong Nguyen aus Vietnam studiert seit zwei Jahren Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Die 20-Jährige erzählt uns, wie ihr Alltag in der „Home Uni“ aussieht und gibt Tipps für produktives Arbeiten zu Hause.

Quynh Huong Nguyen studiert in Bamberg – in der „Home Uni“.
Quynh Huong Nguyen studiert in Bamberg – in der „Home Uni“. privat

„Die digitalen Angebote der Uni funktionieren meistens sehr gut. Ich bin den Universitätsmitarbeitern dankbar, dass sie sich so stark bemühen, mit technischen Schwierigkeiten umzugehen und uns über die Online-Plattformen zu betreuen, damit das Universitätsleben so normal wie möglich funktioniert.

Für eine bessere Produktivität würde ich auf jeden Fall empfehlen, zusammen mit Freunden einen Zeitplan zu erstellen. Mit ein paar meiner Kommilitonen treffe ich mich virtuell jeden Morgen um 8 Uhr zum Kaffeetrinken, um einen Grund zu haben, früh aufzustehen und, um uns gegenseitig zu motivieren. Wir haben nicht immer Erfolg (lacht), aber es ist sehr beruhigend zu wissen, dass man nicht alleine mit der „Home Uni“ kämpft. Langfristig denke ich, dass die stärkere Digitalisierung der Universitäten aber auch große Flexibilität bedeutet wird und vor allem für Studierende mit Behinderung oder Kindern sowie schwangere Studentinnen eine große Hilfe sein könnte.“

Mehr zum Thema E-Learning findet ihr hier.

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