Baerbock beschwört Einigkeit Europas

Die Außenministerin berät mit ihren Amtskollegen aus Polen und Frankreich über den russischen Angriff auf die Ukraine.

Annalena Baerbock
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Berlin (dpa)-Außenministerin Annalena Baerbock hat angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die europäische Einigkeit beschworen. „In seinen schwersten Stunden steht Europa am engsten zusammen - enger als es uns viele zugetraut hätten“, erklärte Baerbock anlässlich eines Treffens mit dem polnischen Außenminister Zbigniew Rau und dem französischen Außenminister Jean-Yves Le Drian am Dienstag im polnischen Lodz.

Der russische Präsident Wladimir Putin zeige mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine, dass er keine Regel mehr respektiere, kritisierte die Ministerin.. „Unsere Einigkeit ist für Europa deshalb heute zu einer Überlebensfrage geworden.“ Wenn Deutschland, Polen und Frankreich an einem Strang ziehen würden wie jetzt bei der Unterstützung der Ukraine, „zieht Europa an einem Strang“. Deswegen sei es „ein guter Moment, um die Arbeit im Weimarer Dreieck fortzusetzen“. Die Dreiertreffen von Vertretern Deutschlands, Frankreichs und Polens im sogenannten „Weimarer Dreieck“ finden seit 30 Jahren statt.

Im Anschluss an das Treffen in Polen wollte Baerbock nach New York reisen, um dort an der Dringlichkeitssitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) zum Krieg in der Ukraine teilzunehmen. Bei dem Treffen handelt es sich erst um die elfte derartige Dringlichkeitssitzung in mehr als 70 Jahren.