Baerbock setzt Frauenrechte auf internationale Agenda

Deutschlands Außenministerin hebt bei einer internationalen Konferenz in Berlin die Bedeutung feministischer Außenpolitik hervor.

Annalena Baerbock
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Berlin (dpa) -Außenministerin Annalena Baerbock sieht in der von ihr vorangetriebenen feministischen Außenpolitik einen zentralen Ansatz zur internationalen Durchsetzung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaat. „Frauenrechte sind ein Gradmesser für den freiheitlich-demokratischen Zustand unserer Gesellschaften“, sagte Baerbock auf einer internationalen Konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin. Es sei wichtig, Frauenrechte aktiv auf die internationale Agenda zu setzen. Dies wolle sie auch während der UN-Generalversammlung kommende Woche in New York tun.

Baerbock sagte, es gehe zentral um Rechte und Repräsentanz von Frauen sowie um die damit zusammenhängenden Ressourcen. „Wir sehen Frauen und Mädchen nicht als Opfer, sondern als Teil der Lösung. Als entscheidende Akteure, wenn es darum geht, Friedensabkommen zu verhandeln oder ihr Land besser vor Klimaschäden zu schützen“, betonte Baerbock. Feministische Außenpolitik sei kein Anhängsel, „sondern eine Handlungsweise, die sich durch unsere gesamte Außen- und Sicherheitspolitik zieht“.

An der Konferenz in Berlin nahmen Ministerinnen und Minister unter anderem aus Ruanda, Mexiko, Albanien, Luxemburg, Norwegen und Schweden teil, wo feministische Außenpolitik schon heute eine größere Rolle spielt. Das Auswärtige Amt will voraussichtlich im Frühjahr 2023 Leitlinien zur feministischen Außenpolitik vorlegen.