Deutschland übernimmt Vorsitz der G7

Deutschland hat den Vorsitz der Staatengruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte übernommen. Kanzler Scholz hat sich einiges vorgenommen.

Deutschland übernimmt Vorsitz der G7
dpa

Berlin (dpa) - Deutschland hat für ein Jahr den Vorsitz in der als G7 bezeichneten Staatengruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte übernommen (Foto: Vorstellung des Logos). Höhepunkt wird ein Gipfeltreffen unter Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vom 26. bis 28. Juni 2022 auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen sein.

Thematisch im Mittelpunkt stehen werden der Klimaschutz, die Pandemiebekämpfung sowie die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und der Demokratien weltweit. «Wir werden unsere Präsidentschaft nutzen, damit dieser Staaten-Kreis zum Vorreiter wird. Zum Vorreiter für klimaneutrales Wirtschaften und eine gerechte Welt», sagte Kanzler Scholz in seiner Neujahrsansprache. «Internationale Zusammenarbeit ist wichtig. In einer Welt mit bald zehn Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern wird unsere Stimme nur dann zu hören sein, wenn wir im Chor mit vielen anderen auftreten.»

Zur «Gruppe der Sieben» gehören neben Deutschland die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada. Der Kreis westlicher Industrienationen wurde 1975 vom damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing während einer Weltwirtschaftskrise zunächst als G6 gegründet, aus der dann ein Jahr später die G7 mit Kanada wurde. 1998 wurde Russland aufgenommen, 2014 wegen der Vereinnahmung der ukrainischen Krim aber wieder ausgeschlossen. Eine Rückkehr Russlands in die Gruppe ist nicht in Sicht. Die G7 versucht sich inzwischen als Staatengruppe zu profilieren, die westliche Werte im Systemwettbewerb mit Ländern wie China und Russland verteidigt.

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